Depressionen beim Arzt ansprechen/Attest?

11 Antworten

Du solltest dem Arzt sagen, was mit dir los ist. Ggf. kannst du auch bald zu einem normalen Hausarzt gehen. Mit 16 noch beim Kinderarzt? Ungewöhnlich!

Du schreibst, du möchtest keine Medikamente einnehmen. Das sollte der Arzt entscheiden. Manchmal ist es sinnvoll eine Weile solche Medi's zu nehmen, damit man wieder in die richtige Spur kommt.

Und sag dem Arzt auch, daß du dich ritzt!! Das ist wichtig für die Diagnose. Dein Arzt kennt sowas und kann das entsprechend einschätzen. Mach da kein Gemeiniss draus.

Ich kann deine Sorge ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Du hast Depressionen. Und du brauchst ein Attest, weil es dir heute zu schlecht für die Schule ging. Soweit so gut. Aber warum sagst du deiner Ärztin nicht einfach, dass du depressiv bist, schon eine Behandlung angefangen hast, aber heute einfach gar nichts ging? Klar ist das erstmal komisch, weil es dir ungewöhnlich erscheint, ohne organisches Problem "krank zu sein". aber das ist es gar nicht. Tasächlich sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland, und das mit abstand. Und gerade junge Mädchen wie du sind häufig davon betroffen. Deswegen: Sei einfach offen und ehrlich...wahrscheinlich wird deine Ärztin gar nicht groß nachfragen, wenn du ihr sagst das du in Therapie bist, vielleicht hat sie auch schon längst einen Brief von deiner Therapeutin mit der Diagnose....bei mir wird der HA über meine Therapiefortschritte und evt. auftretende Probleme informiert.

Was die Tabletten angeht....es ist deine Entscheidung ob du das machst oder nicht. Aber du solltest dich über das Thema wenigstens mal informieren, wenn es dir schon von deiner Therapeutin empfohlen wird. Das machen die nur nach ausreichender Überlegung.

Alles gute

Offenbar hast du die Diagnose "Depression" bereits von einer Fachperson erhalten. Dies ist der erste Schritt, der zweite Schritt ist die Behandlung. Auch da bist du auf gutem Wege, denn eine Psychotherapie gehört zu den zentralen Behandlungsmethoden einer Depression. Das Problem einer Psychotherapie ist jedoch, dass es Monate (wenn nicht Jahre) dauert bis sie wirkt. Eine kurzfistige Verbesserung der Syptome kannst du durch eine solche Therapie als nicht erwarten. Trotzdem ist es wichtig, dass du dran bleibst, denn längerfristig ist eine Psychotherapie die einzige Methode die eine Zukunft ohne Beschwerden und Medikamente verspricht.

Es ist eine Tatsache, dass besonders bei schwereren und akuten Depressionen Medikamente eingesetzt werden. Allen voran Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der SSRI/SNRI. Im Gegensatz zur Psychotherapie wirken diese Medikamente bereits nach 2-5 Wochen. Allerdings unterdrücken sie die Symptome "nur" (was schon mal sehr hilfreich ist), heilen tun sie nicht. Zudem können (nicht müssen) Antidepressiva vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben.

Ich verstehe wenn jemand sagt, dass er keine Medikamente nehmen will. Niemand nimmt Antidepressiva freiwillig, doch oft sind sie einfach das kleinere Übel im Vergleich zur Hölle der Depression. Meiner Meinung nach bringt es nichts diese depressiven Qualen zu ertragen, wenn man sich Abhilfe verschaffen könnte. Wenn jemand starke Schmerzen hat, nimmt er ja auch Schmerztabletten. Wenn jemand zu hohen Blutdruck hat, blutdrucksenkende Mittel und wenn jemand schmerzhafte Verstopfungen hat Abführmittel. Wiso sollen Menschen die eine 3x schwerere Krankheit (Depressionen) haben nicht auch etwas zum lindern ihrer Beschwerden nehmen?

Verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Fan von Antidepressiva, doch sehe ich das ganze einfach pragmatisch. Wenn etwas hilft dann gut, wenns nix hilft dann weg damit. Dazu muss man es jedoch erst mal versuchen. Wenn deine Ärzte dir dies empfehlen kann ich dir nur dazu raten. Hier findest du übrigens eine Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen eingesetzt werden (inkl. Fachinformationen), du kannst dich ja mal vorab informieren: http://deprimed.de/a-z/

Noch zu der Tatsache, dass du nicht gerne darüber redest: Viele Menschen reden nicht gerne über ihre psychischen Erkrankungen. Dies hat vorallem damit zu tun, dass sie sich schämen oder ihre Erkrankung als Zeichen von Schwäche sehen. Mit der Objektivität hat dies allerdings nichts zu tun. Jemand der die Hölle einer Depression durchsteht ist meines Errachtens 3x stärker und beweist mehr Charakter als jemand der noch nie solche Probleme hatte und einfach nur sein Gelaber dazugibt. Wenn du willst, dass sich etwas ändert, musst du insbesondere Fachpersonen gegenüber offen mit deiner Krankheit umgehen.

Ich wünsche dir wirklich alles Gute und hoffe, dass sich deine Situation bald verbessert.

PS: Leide selbst unter (zeitweise schweren) Depressionen

Attest vom Hausarzt wegen Depressionen?

Hallo :) Bin im moment (seit Freitag ca). sehr depressiv gestimmt, kriege nichts auf die Reihe, schlafe nicht, esse nicht etc. Aus diesem Grund bin ich auch gestern und heute nicht in die Schule gegangen. Wenn ich ehrlich bin, traue ich mir auch nicht zu Morgen zu gehen, bzw habe das Gefühl ich werde das nicht schaffen. Normalerweise würd ich einfach meine Therapeutin kontaktieren und mir ein Attest von ihr machen lassen, das Problem ist jedoch, dass sie diese Woche nicht in Europa ist, deshalb keine Ausweichtermine hat usw. Da morgen aber der 3. Tag in Folge wäre, an dem Ich in der Schule fehle und ich deshalb ein Attest brauche, wollte ich fragen ob Ich mir dieses auch einfach problemlos beim Hausarzt holen kann? Was soll ich ihm dann sagen?

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Mein 12jähriger Sohn kotet ein

Hallo, ich habe einen 12jährigen Sohn, der seit dem Kindergartenalter täglih einkotet. Dazu muss ich sagen, dass er keine ganze "Ladung" absetzt, sondern eher Köttel und heftige "Bremsstreifen". Ich war mit ihm beim Kinderarzt und wir können körperliche Ursachen ausschließen. Damit bleibt theoretisch nur die psychischen Ursachen übrig. Allerdings können wir die "gängigen" Begründungen ausschließen wie strenge Eltern, schmutzige Toiletten, keine Aufmerksamkeit, zu viel Aufmerksamkeit etc. Ich bin am Ende ! Ich habe ihn schon z.T. genötigt, seine Wäsche selber auszuwaschen, denn meine Waschmaschine packt das ohne Vorwäsche nicht. Und obwohl er mächtig angeekelt war, hat es nix gebracht. Sein restliches Geschäft macht er normal und er nässt auch nicht ein. Mit seinen Geschwistern haben wir nicht solche Probleme und eigentlich herrscht bei uns ein normales Familienklima. Hat jemand Erfahrungen oder Tipps ? Danke.

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