Depressionen aufgrund zu weniger sozialer Kontakte?

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Das ist tatsächlich ein grosses Problem. Denn soziale Beziehungen sind sehr wertvoll, gerade in Krisenzeiten, d.h. man begibt sich dann in einen Teufelskreis wo sich beides immer mehr verstärkt. Dagegen kann man also nichts tun, als auszubrechen: So gut wie's geht soziale Kontakte zu knüpfen (vielleicht mit Unterstützung eines Fachmanns/Psychologen) oder die Depression bekämpfen (auch hier am besten mit professioneller Hilfe, denn die ist auf jeden Fall für einen da).

Sigmund Freud sagte:

Bevor man an sich selbst eine Depression oder einen Minderwertigkeits-Komplex diagnostiziert, sollte man erst feststellen, ob man nicht Kontakte zu überwiegend schwierigen Mitmenschen hat, die häufig auch depressiv machen können.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Denke ich nicht. Der eine möchte viele Kontakte haben, der andere ist mit wenig Kontakten glücklicher. Wer gerne viele Kontakte haben möchte, aber diese nicht hat, könnte womöglich schon depressiv werden.

Probleme mit sozialen Kontakten?

Ich würde jetzt erst mal Vorgeschichte erzählen.
Also ich hatte mit meinem Schulkollegen mal einen richtigen Streit und es ging da um die Fähigkeit mit sozialen Kontakten umzugehen. Er behauptete, dass es ihm schlechter gehen würde als mir. Ich habe nie eine Person mit der ich schreibe, während er täglich mit 20 Leuten oder so schreibt -_-
Er war daraufhin eine Woche mir gegenüber nicht gut zum Sprechen.

Als wir uns dann versöhnt haben, hat er sich an eine Person erinnert mit der ich mal geschrieben habe. Er wollte auch mit dieser schreiben.
Erstens war es schlecht von mir die Nummer weiterzugeben. Aber er hat mich so sehr darauf genervt, dass ich es doch gemacht habe.
Gut nach drei Tagen schrieb mich diese Person halt an und fragte mich Fragen über meinen Kollegen ab. Ich habe diese geantwortet und daraufhin kam halt heraus, dass er der Person lügen erzählt hatte. Und ich habe die Wahrheiten gesagt.
Jetzt ist mein Kollege auf mich wütend. Er hat mich schon so sehr ausgenutzt ( Meine Meinung), dass ich es nicht verstehe warum er auf mich wütend ist.
Im Ende bin ich mit meinen Kollegen und sogar dieser einen Person verstritten.
Warum bin ich mit der Person verstritten? Naja denke habe was falsches gesagt...

Jetzt ist meine Frage: Warum kann ich nie richtige soziale Kontakte halten?

Ich weiß aus der Vergangenheit, dass etliche soziale Kontakte mich einfach nur verletzen oder ausnutzen wollen. Ich bin am Verzweifeln und weiß nicht mehr ob ich mich überhaupt noch mit jemanden anfreunden sollte :/

Ich würde schon gerne eine Person jetzt hier haben, die bei mir nach Fehlern sucht und erklären könnte warum alles immer so schief läuft...

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Ist das normal, wenn ein Autist ständiges Bedürfnis nach sozialen Kontakten hat oder sind das eher so die Ausnahmefälle?

Hallo,

Mich würde interessieren, ob die ständige Sehnsucht und der Wunsch nach sozialen Kontakten normal für einen Autisten ist.

Bei mir wurde im Alter von 1,8 Jahren Autismus mit ernsthaften sozialen Beeinträchtigungen in mehreren Bereichen diagnostiziert. Dennoch spürte ich einerseits irgendwie schon immer den Wunsch, ein ganz anderer Mensch zu sein, was die sozialen Kontakte, Freundschaften und Beziehungen anging. So wollte ich in meiner Klasse bspw. immer dazugehören, eine Zeitlang mit Gleichaltrigen jeden Nachmittag/jedes Wochenende verbringen sowie respektiert und akzeptiert, anstatt gemobbt, verarscht, beleidigt, ignoriert oder ausgegrenzt zu werden, was mir jedoch während meiner ganzen Schulzeit so gut wie nicht möglich erschien. Mit anderen Worten, ich hatte zwar immer ein mehr oder weniger ausgeprägtes Interesse an meinen Mitmenschen und mir waren soziale Kontakte immer sehr wichtig, aber ich konnte es ihnen nie wirklich zeigen bzw. nie wirklich mit ihnen umgehen.

Dazu gehört natürlich auch, dass ich überhaupt kein Freund von Alleinsein bin und es generell hasse, Dinge mal alleine, anstatt mit anderen zu machen und bin oft lieber mit Gleichaltrigen, als mit Erwachsenen zusammen. Außerdem freut es mich immer sehr, wenn Menschen mich gernhaben, gerne Zeit mit mir verbringen oder auch nur Interessen an mir zeigen und mir im positiven Sinne Aufmerksamkeit schenken.

Wenn ich mal in meiner Kindheit und Jugend meinen Geburtstag alleine verbringen musste, mal "versetzt" wurde oder auch jetzt merke / das Gefühl habe ausgegrenzt, verarscht oder verachtet/anders behandelt zu werden, dann wurde/werde ich total frustriert, breche, sobald ich nachhause komme in Tränen aus, ziehe mich für eine gewisse Zeit komplett zurück oder bekomme Panik. Während meiner Pubertätszeit bekam ich nach solchen "Vorfällen" sogar depressive Anfälle, manchmal auch kurzzeitige Aggressionen und Selbstmordgedanken

Allerdings ist Isolation und ständiges Alleinsein über Wochen/Monate oder gar Jahre meiner Meinung nach das Allerschlimmste, was einem Menschen passieren kann.

Ist sowas für den Autismus typisch? Gibt es überhaupt Autisten die ständig soziale Kontakte benötigen?

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