Depressionen harter Rückschlag (Mobbing, Prüfungsangst, Panikattacke, Magersucht)?

5 Antworten

Hallo leilaasinter,

bevor ich auf Deine Frage eingehe, möchte ich etwas Grundsätzliches anmerken: Auch wenn meine Antwort als "Expertenantwort" erscheint, ist sie das nicht im eigentlichen Sinne! Ich bin "Experte" auf einem bestimmten Gebiet nur durch die Anzahl der hilfreichsten Antworten geworden. Bei gesundheitlichen Problemen, wozu ja auch seelische Erkrankungen gehören, sollte man daher auf jeden Fall einen echten Experten hinzuzuziehen!

Erst einmal kannst Du stolz auf Dich sein, dass Du es mit ärztlicher Hilfe geschafft hast, Deine früheren psychischen Probleme zu überwinden! Wenn es jetzt, wie Du sagst, zu einem "Rückschlag" gekommen ist, heißt das nicht, dass alles wieder so ist wie früher.

Das, was Du Dir hart erkämpft hast, ist jetzt nicht wieder plötzlich weg! Unter besonderem Stress kann es natürlich wieder zu kleineren Rückfällen kommen. Das sollte Dich jedoch nicht in Panik versetzen. Wenn der Druck nachlässt, mag es sein, dass die alten Gedanken auch wieder verschwinden. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, dann wäre es gut, wenn Du Dir schnell Hilfe holst (z.B. zu Deinem Arzt gehst).

Wichtig ist es aber in jedem Fall, bei Stress und Sorgen nicht zu versuchen, allein damit fertig zu werden. Das Gespräch mit einer vertrauten, verständnisvollen Person kann sehr wohltuend sein und Erleichterung bringen!

Was ist zu dem Stress in der Schule zu sagen? Zunächst einmal wäre es unrealistisch zu denken, dieser ließe sich völlig vermeiden. Es kommt allerdings immer auf das Ausmaß an. Manchmal fühlt man sich eben von allem überfordert und den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Was kann man dann tun, um die Lage wenigstens zu verbessern?

Finde z.B. heraus, wann und wie der Stress entsteht. Analysiere als nächstes, welche Stressfaktoren Dich am meisten belasten. Sind es die Hausaufgaben, die bevorstehenden Klassenarbeiten, die hohen Erwartungen, die Deine Eltern, Deine Lehrer, oder auch Du selbst an Dich stellst?

Wenn es beispielsweise um die Hausaufgaben geht, könntest Du einmal Deine Lerngewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wie sieht es mit einer guten Zeiteinteilung aus? Werden die Hausaufgaben hinten angeschoben oder haben sie in Deiner Zeiteinteilung oberste Priorität?

Ein guter Tipp wäre auch, die Stressauslöser in zwei Kategorien einzuteilen. Welche hast Du selbst in der Hand und an welchen kannst Du nichts ändern? Konzentriere Dich am besten auf die Probleme, die Du lösen kannst, statt Dir all zu sehr Deinen Kopf über die unlösbaren Probleme zu zerbrechen. Dann gehe gezielt an die Probleme heran und schiebe sie nicht lange vor Dir her.

Es gibt noch etwas, was Dir helfen kann, den Stress zu reduzieren: Bitte um Hilfe und Unterstützung! Versuche nicht, Deine Sorgen alleine zu tragen. Wann immer möglich, sprich auch mit Deinen Eltern und Deinem Vertrauenslehrer darüber und bitte sie um Lösungsvorschläge.

Hier noch ein kleiner Tipp: Weißt Du, dass Du besser mit Stress umgehen kannst und Deine Gedächtnisleistung steigerst, wenn Du genügend Schlaf bekommst? Für einen jungen Menschen in der Schulzeit sind 8-10 Stunden Schlaf angemessen.

Falls Du an Gott glaubst, könnte auch der folgende Gedanke Dich ermutigen. In der Bibel werden Christen aufgefordert: "Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:7, Hoffnung für alle).

Viele glauben zwar heutzutage nicht mehr daran, dass sich Gott für uns Menschen interessiert, doch der eben zitierte Text zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist! Vielen Jugendlichen hat ein enges Verhältnis zu Gott geholfen, mit den heutigen Problemen und dem Stress besser fertig zu werden.

Ich wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht und Du mit dem Schulstress zurecht kommst! Und zögere niemals, Dir rechtzeitig Hilfe zu holen!

LG Philipp

Erstmal meine Liebe: fühl dich gedrückt! Ätzende Situation, ich versteh dich vollkommen..

Hab auch nach 7 Jahren, nach meiner sehr erfolgreichen abgeschlossenen Therapie, vor einem Monat einen harten Rückfall gehabt. Damals wurde ich mit sehr ähnlichen Diagnosen wie du sie hast, behandelt. Schweren Depressionen, Essstörung.. Selbstverletzung zwar nicht, hab mir aber zum Teil durch Haare ziehen, und kratzen an den Oberschenkel Schmerzen hinzugefügt. Mein jetziger Skill: Kälte. Hilft mir unheimlich! Ein Kühl Akku auf den Bauch gelegt, und meine ganze Konzentration springt auf die Kälte über.

Vielleicht ergeht es dir so wie mir. Damals hab ich ohne Hilfe gar nicht mehr aus diesem Loch heraus gefunden. Ist jetzt über einen Monat her und mir geht's auf jeden Fall besser wie am Anfang! Wahrscheinlich auch durch die Therapie die ich schon mal hatte. Mein Essverhalten hat sich wieder stabilisiert, das einzige die Depressionen die ab und zu durch kommen. Das schwerste sind wahrscheinlich die Panikattacken.

Ich würde dir raten viel darüber zu reden mit jemanden den du vertraust. Vielleicht auch mit einem vertrauenswürdigem Lehrer? Deinen Eltern?

Wichtig ist: setz dich selbst nicht unter Druck! Das verschlimmert die Symptome umso mehr. Wende viel deiner Skills an die du in der Klinik gelernt haben müsstest.

Sag immer wieder zu dir selbst: ich bin STÄRKER! Diese blöden Gedanken können dir nichts, es sind nur Gedanken.

Auch was deine Mitschüler sagen, ich weiß ist hart. Rede da bitte auch mit einem Lehrer drüber! Die meisten Idioten wissen gar nicht was sie mit Dingen oder Beleidigungen anrichten können..

Alles Liebe wünsch ich dir! :)

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Ciao :-)

Rückschläge wirst du immer wieder haben, aber wie du damit umgehst ist wichtig. Die alten Muster in deinem Kopf sind fest verankert.

Ich kenne das von mir selbst, auch wenn ich es nicht will tauchen sie in gewissen Situation auf. Aber sie werden mit der Zeit immer schwächer.

Hast du gelernt wie du damit umgehen sollst? Bist du noch in Therapie? Wenn nicht, dann solltest du auf alle Fälle diese noch bis zum Schulende machen.

Hast du eine Entspannungsstrategie? Musik, Sport, Singen, Tanzen, Malen usw. helfen in Augenblicken in denen man in alte Muster fällt, alles was du gern machst hilft und positiv denken.

Viel Glück, aber du schaffst das, glaub an dich und zeige es den ganzen Mobbern und deiner Angst, dass du die Stärkere bist :-)

LG

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Schulverweigerung wegen Sozialphobie?

Hallo Leute, Ich habe seit fünf Jahren Depressionen. Meine Symptome wurden von meiner Mutter weitestgehend ignoriert und demnach nicht behandelt. Nach einigen missglückten, giftigen Freundschaften begann ich Angst vor Sozialen Interaktionen zu bekommen und vermied die Schule, generell vermied ich die Welt außerhalb meines Zimmers. Nach einem Jahr wurde eine Autoimmunerkrankung inklusive Hashimoto bei mir festgestellt.

Ich ging wegen Selbstmord versuchen in Therapie, die wurde von meiner Mutter aber viel zu früh abgebrochen. Danach fing ich an als Bestrafung meinen Kopf gegen Wände zuschlagen um die Schule in einem vernebelten Zustand zu überstehen.

Zwei Jahre lang habe ich mich gezwungen in die Schule zu gehen und bin an einen Punkt angekommen an dem ich das nicht mehr konnte. Ich ließ mich morgens von meiner Mutter wecken und anschreien, aber die Angst vor der Schule wurde immer schlimmer aus einem Tag in der Woche fehlen wurden zwei Wochen am Stück. Nach einer Weile fing meine Mutter an, mir Entschuldigungen zu schreiben, doch auch das hörte auf, also blieb ich unentschuldigt zu Hause.

Nachdem die Schule drohte mich von der Polizei abholen und in den Unterricht bringen zu lassen hatte ich einen nächtlichen Emotionalen-Breakdown.

Meine Mutter machte einen Termin bei einer bekannten Psychaterin und diese wies mich in eine Kinder- und Jugend Psychiatrie ein.

Die ersten Monate vergingen relativ gut. Ich hatte meinen jetzigen festen Freund gefunden und Kontakte geknüpft, doch je länger ich blieb desto schlimmer wurde es. Ich fing an mich selbstzuverletzen, ich fing an mich zu schneiden, sehr selten aber es passierte.

Die Pädagogen redet von einer "Verschlimm-Besserung" in meinem Fall, Erklärung: jetzt mag es schlimm sein, später wird es besser. Nach einer Weile wollte ich abbrechen, vermied sogar wieder aus dem Wochenende zuhause zurück in die Klinik zu fahren. Doch meine Mutter schlug das ab mit der Begründung das sie den ganzen Aufenthalt selbst zahlen müsse, wenn ich abbreche, was nicht richtig ist.

Ich kam aus der Klinik mit schlimmeren Symptomen. Ich habe eine Wahrnehmungsstörung (Ich höre Stimmen.) und es steht die Frage im Raum ob ich Schizophren bin/werde. Ich habe öfter Panikattacken, traue mich noch weniger raus (In die Schule erst recht nicht.) und meine Selbstverletzung variiert stark, ob nun zwangs Kotzen, Kratzen, Schneiden oder Kopf gegen die Wand schlagen und fühle mich sehr ungeliebt/ungewollt von meiner Mutter was mich aufs tiefste belastet.

Ich arbeite jetzt mit Psychiater, Therapeuten und dem BSD (Besonderer Sozialer Dienst) zusammen, komme aber nicht weiter und habe immer mehr das Gefühl an den Anschlag zu kommen.

Meine Fragen: Hat jemand ähnliche Erfahrungen, vielleicht ignorante Eltern oder zum Thema Selbstverletzung?

Falls jemand unter Schizophrenie leidet oder die ähnlich Symptome hat, wie geht ihr damit um? Was könnte mir helfen?

Ideen wie es weitergehen soll oder wie ich mit Ablehnung umgehen soll?

-Me

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Nebenjob: Bleiben lassen oder weiter machen?

Hallo, ich arbeite seit ca. einem Monat am Wochenende als Bedienung in einem großen, etwas gehobeneren Restaurant.

Ich hab dort als geringfügig Beschäftigte auf 450€ Basis angefangen, nach einem vierteljähigen Psychiatrieaufenthalt aufgrund von einer starken Sozialphobie, Angst- und Panikstörung, Agoraphobie, Depressionen, ...

Dafür habe ich aus mehreren Gründen entschieden, zum Einen, weil ich das Geld dringend brauche um Auszuziehen (ich gehe noch zur Schule), zum Anderen, um der Depression (Beschäftigung am WE) und der Sozialphobie (Aussenkontakt, ...) entgegenzuwirken.

Allerdings frage ich mich nun, nach so kurzer Zeit schon, ob ich das Ganze überhaupt so beibehalten kann und soll.

Ich habe so furchtbare Angst. Es fühlt sich an als würde ich viel zu langsam lernen und immer alles (z.B. Tischnummern, ...) nachfragen müssen, als würde ich allen immer nur im Weg stehen und viel zu viel falsch machen, als würde mich dort niemand mögen. Klar, es ist sicherlich normal rumgescheucht und auch mal angefahren zu werden, bis zu einem gewissen Grad.

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Und gerufen werde ich immer nur "Ey beliebiger Name oder wie au immer du heisst, jetzt hör mal auf immer nur beliebige Beschäftigung zu machen und mach gefälligts andere Sache."

Ich weiss nicht ob ich einfach nur zu empfindlich bin, oder ob die mich einfach nicht leiden können.

Wie sind eure Erfahrungen so?

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