Depression wirklich eine Volkskrankheit der Deutschen?

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7 Antworten

Also wenn ich meine Meinung vorsichtig äußern darf, ich stimme mit dir überein.

Ich glaube, dass manche nicht an eine Ernsthafte psychischen Krankheit leiden (wie z.b. Depressionen).

Das Problem ist, dass die meisten Menschen im Alltag einfach zu wenig informiert werden oder informiert sind, was solche Krankheiten betrifft. 

Sie hören z.B, dass man sich bei Depressionen Antriebslos fühlt, also haben sie sofort den verdacht an Depressionen erkrankt zu sein, weil sie seit einer Woche "schlapper" sind als sonst. (Ich sage dies, weil man das oft genug hier sehen kann). Dazu kommt, dass sie dann eigen Diagnose betreiben. Sprich sie recherchieren im Internet, lesen dann all die Symptome und haben alle diese ganzen Symptome plötzlich auch. Innerhalb einer Woche, ganz stark. 

Ich will dazu betonen: wenn man das Gefühl hat,an einer psychischen Krankheit zu leiden, sollte man auf jedenfall einen Psychologen aufsuchen! Ganz klar! Aber dort ist dann auch wichtig, dass wirklich genügen Gespräche und Tests durchgeführt werden, um eine Krankheit wirklich zu erkennen. 

Desweiteren kenne ich einfach so viele Leute mit Depressionen und auch meine Mutter arbeitet als Helferin bei einer Art Wohnheim, wo Leute drin sind mit verschiedensten psychischen Krankheiten. Klar, nicht jede Krankheit ist sich ähnlich beim Menschen, aber doch habe ich sehr oft beobachten können, dass es bei jedem Depressiven parallelen gibt und sehr viele Sachen von Erklärungen her übereinstimmen. Und bei den Leuten die alles sehr voreilig sehen, überstimmt nur sehr sehr sehr wenig mit so einer Krankheit überein.

Kurz gesagt ich vermute, dass manche Menschen zu voreilig sind, was solche Krankheiten angeht und sich vielleicht manchmal in etwas hineinsteigern. Aber wie gesagt: bei Vermutung: Hilfe/Beratung bei einem professionellen und "bekannten" Arzt suchen

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Eine ausgewachsene Depression unterscheidet sich massiv von Zuständen vorübergehender Traurigkeit oder Antriebslosigkeit.

Es mag sicher Ärzte geben, die mit ihren Diagnosen schnell dabei sind. Aber die beschränken sich nicht nur auf Depressionen, sondern auf alle möglichen Krankheiten.

Wer seinen Beruf als Arzt ernstnimmt und auch genug Ahnung hat, wird erst körperliche Ursachen ausschließen, ehe er sich rein auf die Psyche stürzt.

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Ja, ich denke, das trifft leider teilweise zu...

Jedem, der mal ein Down hat, wird eine Depression diagnostiziert, sowie alle lauten Kinder direkt mit "ADHS" entschuldigt werden.
Leider gehen auch Ärtze, vor allem Hausärzte, diesen Trend mit...

Von daher werden ernsthaft psychisch kranke oft nicht ernst genug behandelt und es werden zu oft einfach nur irgendwelche antidepressiva verschrieben.. Egal an wen...

Ist nicht immer so, aber leider zu oft...

Und: oft wird schon von Depressionen geredet, wenn noch nich einmal ein Arzt das bestätigt hat.. Viele entscheiden einfach selbst, dass sie darunter leiden...

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Kann ich mir vorstellen, dass das so ist. Das ist ja mit ADHS so ähnlich: Die Eltern haben keinen Bock, mit ihrem Kleinkind zu spielen bzw. sich ausgiebig mit dem Kind zu beschäftigen, das Kind wird hibbelig, die Eltern gehen mit dem Kind zum Arzt, der hat keinen Bock mehr auf die ganzen "ADHS - Patienten" & verschreibt dem Kind Medikamente, die es ruhigstellen. Und dann wundern sich alle, wenn das Kind später psychisch einen Knacks weg hat.

Ich meine, bei den ganzen Leuten, die "depressiv" sind, hätte ich als Psychologe/Psychiater/... auch keinen Bock & würde denen einfach irgendwas empfehlen/verschreiben.

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Ich denke schon dass die Depression unabhägig von der Qualität der Diagnose immer mehr zu einer Volkskrankheit wird.

Unser ganzen überzogenes Leistungssystem, dass uns immer mehr Bedürfnisse und Pflicht suggeriert, ohne uns mehr Zeit zu geben, verbrennt und demotiviert immer mehr Menschen. Das Ganze schleichend und unbewusst. Wie der Berühmte Frosch im kochenenden Wasser. Das kann auf dauer nur psychische Spuren hinterlassen.

Sicherlich sind derzeit einige Fehldiagnosen darunter, aber die Zahl nimmt dennoch stetig zu. Mit oder ohne diese Unschärfe.

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Denke ich auch. Ist, finde ich, genau so wie bei Adhs. Bei sozial-starken Familien sind die Kinder etwas aufgeweckter, bei sozial-schwachen Familien haben sie Adhs.

Ich glaube aber auch, dass die Grenze zwischen einer schweren "Phase" und Depressionen sehr schwer zu bestimmen ist...

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Kommentar von Nashota
07.04.2016, 15:37

Beschäftige dich mit AD(H)S, dann kannst du dich auch dazu äußern.

Und die Grenze ist sehr deutlich.

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Kommentar von LoLanet23
07.04.2016, 18:49

Eigentlich ists überhaupt nicht schwer zu erkennen ob es nur ne Phase ist oder wirklich Depressionen.

Ich meine, wenn du jetzt seit drei Tagen oder sagen wir mal sogar ne Woche so bisschen lustlos warst (was wirklich total normal ist) würdest du da auch sofort in die Öffentlichkeit gehen und sagen hey ich hab vielleicht Depressionen? Ich denke man würde das ganze erstmal beobachten, so wie es eigentlich professionelle Ärzte auch raten.

Wenn du nach einem Monat noch so bist und teilweise sogar Verstärkung des Gefühls gemerkt hast....dann denke ich würde sich jeder so langsam seine Gedanken machen.

Und da liegt der Unterschied: zwischen einer Woche oder einem Monat. Und solche stressige Phasen sind für gewöhnlich nach paar Tagen oder nach höchstens ein zwei Wochen wieder weg...alles andere sollte man dann wirklich verstärkt beobachten

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Kommentar von BlueBubble99
09.04.2016, 15:58

stimmt wohl... Ich glaube auch das kann man sich erst vorstellen, wenn man wirklich Depressionen hat/ hatte... Für uns ist das so einfach hingesagt...

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Nicht eine Volkskrankheit, es ist eine Modeerscheinung geworden.

Das sieht man auch hier selbst bei GF, mittlerweile jede 5. Frage handelt von diesem Thema. Jeder der ein bisschen down ist, eine schlechte Phase hat oder etwas traurig ist, fragt nach ob er oder sie Depressionen hat. Vor allem Kinder und Jugendliche betrifft das, als ob sie sich das wünschen würden, so kommt es einem vor.

Hier kritisiert man ja auch ein wenig die Ärzte und die zu schnell erstellten Diagnosen, aber im gleichen Atemzug raten die Leute meist genau das, als erstes zum Arzt zu gehen. Widerspricht sich ein wenig.

Aufgeklärt sein schön und gut, aber was zu bekannt wird, wird gleich selbst diagnostiziert weil man denkt gleich Bescheid zu wissen.

Das war früher nicht so, nicht jeder zweite hat sich selbst diagnostiziert oder gleich gedacht es läge an Depressionen, darum hat man auch das recht im Bett zu liegen und nichts mehr zu tun, weil es ja so ein typisches Krankheitsbild ist.
Gut oder schlecht standen die Leute trotzdem morgens auf, weil sonst ihre Existenz in Gefahr war.

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Kommentar von LoLanet23
07.04.2016, 18:43

Ich bin genau deiner Meinung. 

Dadurch verlieren leider solche Krankheiten den ernst und man kann immer ganz genau unterscheiden zwischen: der denkt er hätte und der ist wirklich erkrankt.

Leute suchen teilweise ja nach Symptomen aber bei genaueren beachten, merkt man das etwas hinten und vorne nicht stimmt und wenn ich dass dann mit wirklichen Depressiven vergleiche....sind das Welten...zumal ich sagen muss, dass die meisten Depressiven die ich kenne, erstens nicht mal wussten, dass sie depressiv sind, noch hätten sie sich jemals sofort öffentlich hingestellt und gesagt hey Leute vielleicht bin ich krank....deswegen kommt es mir eben auch sehr oft komisch vor..

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Kommentar von 7vitamine
07.04.2016, 18:58

Danke dir, du hast verstanden was ich damit sagen wollte.

Es ist ja schön und gut aufgeklärt zu sein, aber das Internet hat manchmal so gesehen nicht alles besser gemacht.

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