Depression wieso behandeln?

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12 Antworten

eine depression sollte man behandeln, weil man dadurch die krankheitszeit um etliche monate verkürzen kann- das ist gewonnene lebensqualität. in der therapie lernt man auch dinge, die helfen können, einen rückfall zu vermeiden (risiko wird geringer).

jedoch nimmt man den begriff "depression" oft in den mund, wo er nicht angemessen ist. wenn du keine anhaltend schlechte laune hast, wie du das beschreibst, dann hast du auch keine depression im klinischen sinn (mit krankheitswert).

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Du denkst, Du hast nur eine leichte Depression, aber ich denke, Du hast gar keine, weder leicht, noch mittel oder schwer, denn Depression ist weit mehr als nur schlechte Laune.

Eine Depression geht eben nicht von allein wieder vorbei und man sollte sie behandeln, damit wan wieder glücklich und aktiv sein Leben genießen kann.

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Wenn du nicht die Diagnose hast, dann behaupte bitte nicht, dass du unter Depressionen leidest.

Wenn jemand wirklich Depressionen hat, dann muss man diese behandeln lassen, da sie sich sonst immer mehr zuspitzen und die Person ohne Hilfe nicht mehr zurecht kommt.

Es gibt da einen ganz passenden Satz: "Eine Depression ist ganz schön gefährlich, wenn du da nicht aufpasst, bringst du dich um."

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Ich bin nicht unbedingt dafür. Oft wird eine Depression festgestellt, weil man ja immer zufrieden sein sollte. Dahinter steckt manchmal so einen Optimierungswahn.

Wenn du mit Freunden nie schlechte Laune hast, hört sich das doch gut an! Vielleicht brauchst du ein neues Ziel, eine Herausforderung oder einfach was Neues.

Es ist doch ganz gut, wenn man ab ud zu seine Lebensgestaltung in Frage stellt! Ich mache es öfter =>>

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Man behandelt eine Depression, weil die Betroffenen sich damit schlecht und in ihrem Leben beeinträchtigt fühlen.
Abgesehen davon geht eine manifestierte Depression nicht "einfach vorbei", sondern verschlimmert sich eher.

Du würdest ja wohl auch nicht fragen, warum man eine Lungenentzündung oder Krebs behandelt.

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Offensichtlich hast Du keinerlei Leidensdruck und fühlst Dich auch nicht krank.

Du weißtz doch, was ein Knutschfleck ist. Medizinisch kann man ihn so bezeichen: "Als Quetschung wird eine gewaltsamme Zusammenpressung von Körpergewebe bezeichnet. Bei einer Quetschung werden kleine Blutgefäße verletzt, es bildet sich ein Bluterguss (Hämatom)."

Gemäß dem ICD (das dicke Buch, in dem Dein Doc die Codes für seine Diagnose findet) handelt es sich um T14.0.

Es gibt also eine klinische Diagnose. Genauso, wie bei leichten Depressionen. Rennt man deshalb bei jedem Knutschfleck oder anderem blauen Fleck sofort zum Doc? Ich jedenfalls nicht.

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Eine richtige Depression geht im Normalfall nicht "einfach so vorbei". Die bleibt.

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wenn du dir das Bein brichst, gehst du zum Arzt

also macht es Sinn auch zum Arzt zu gehen, wenn deine Seele kaputt ist

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Du wirst lachen: bis vor wenigen Jahrzehnten gab es die heutige Depression noch gar nicht. Die Psychiatrie kannte die krankhafte "Schwermut" mit verschiedenen Fremdwort-Bezeichnungen.

Wer davon befallen ist, hat mit Freunden allerdings keinen Umgang mehr. Dazu ist der dann nicht mehr in der Lage.

Dass man aber traurig, niedergeschlagen, hoffnungslos sein kann, galt einfach als normal. Niemand kam auf die Idee, dass Zufriedenheit der einzige normale und "gesunde" Zustand sein könnte.

Jedoch leben wir in einer kapitalistischen, resp. marktwirtschaftlichen, Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Diese muss stets Bedürfnisse wecken, um zu ihrer Befriedigung Produkte verkaufen zu können. Davon profitieren die, die sie herstellen und die, die sie in Umlauf bringen, mit Einkommen, Umsatz, Gewinn und Dividenden.

Das wären in diesem Falle z.B. die Pharma-Industrie, Ärzte, Psychotherapeuten usw. etc.

Die sorgen dafür, dass die Sammlungen (psychischer und anderer) Krankheiten, das DSM und der ICD, immer dicker werden.

Dabei haben sie noch nicht mal alle schlechte oder nur schlechte Absichten. Gerade die Einzelpersonen, die damit befasst sind, haben oft eine ehrliche Absicht, zu helfen. Sie sind einfach nur selbst in diesem System gross geworden, das ihnen diese Werbung angedreht hat.

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Kommentar von NetzBeratung
10.07.2017, 18:52

Ich wollte noch etwas mehr schreiben. Aber es kam eine wichtige Nachricht, die Vorrang hatte. Vielleicht reicht es Dir aber trotzdem schon.

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Kommentar von koten
10.07.2017, 19:31

Woher stammt Deine Definition von Schwermut? Ich habe nur Hionweise gefunden, daß dies ein veralteter Begriff für Depressionen sein. Und wie kommst Du zu dem Satz "traurig, niedergeschlagen, hoffnungslos sein kann, galt einfach als normal." Und wiese meinst Du, damit Depressionen zu beschreiben?

ICD kann man wirklich kritisieren: Knutschfleck und jedes andere Hämatom und Mückenstiche (um nur extrem wenig Beispiele zu nennen), lassen sich auch nach dem ICD kodieren. Heißt das nun, bei jedem Mückenstich, jedem Knutschfleck sei man krank?

Und was, wenn die Depressionen so stark sind, daß man deshalb erwerbsunfähig ist?

Ich bin gespannt, ob Du auf alle drei Absätze antworten wirst.

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Lies meine Beiträge zu diesem Thema,ich habe mich schon öfter dazu im Forum geäußert.

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Damit man nicht in eine schwere rutscht mit Suizide am Ende!

Damit man nicht SVV macht!

Damit man nicht viele Lebensjahre verliert!

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Dann bist du einfach stabiler als andere, denn viele gehen schon mit dem Gedanken ran, dass es nie vorbei gehen wird. Mach dir also keinen Kopf, jeder hat mal ne schlechte Phase, das is normal. Erst kommt die Ebbe, dann kommt die Flut. ;)

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