Depression, was jetzt machen?

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6 Antworten

Um es  vorneweg zu nehmen: Online-Tests sind sehr unzuverlässig. Sie geben dir höchstens einen Anhaltspunkt dich an eine Fachperson zu wenden.

Eine wirkliche Diagnose stellen kann nur eine solche. Auch wenn du es sicher nicht gerne hörst, du wirst nicht darum herum kommen eine Fachperson (Psychiater/Psychologe) zu kontaktieren um dich abklären zu lassen. Du kannst auch zum Hausarzt gehen, welcher dich anschliessend an einen Psychiater oder Psychologen überweist. Am besten kontaktierst du die Fachperson, welche bei dir einst die Soziophobie festgestellt hast.

Rede mit deinen Eltern im Vertrauen oder suche dir einen Freund, der dich zu einer Fachperson fährt. Nehme öffentliche Verkehrsmittel oder Frage deine Geschwister. Menschen die bereits an Depressionen leider/gelitten haben haben meist verständnis dafür, dass es anfangs vertraulich laufen muss.

Hier noch etwas mehr Hinweise welche dir einen Anhaltspunkt geben können. Diese Hinweise basieren auf wissenschaftlichen Standpunkten und nicht auf Online-Tests.

Die objektiven Kriteren (welche auch die meisten Ärzte verwenden) zu einer Depression sind im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 aufgeführt. Sie sind in 3 Haupt- und 7 Nebensymptome aufgeteilt. Für leichte Depressionen müssen min. 2 Hauptsymptome und 1-2 Nebensymptome während min. 2 Wochen in ausreichender Stärke dauerhaft vorhanden sein. Für mittelschwere Depressionen min. 2 Haupt- und 3-4 Nebensymptome und für schwere Depressionen min. 2 Haupt- und 5 oder mehr Nebensymtome.

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit
- Simmungseinengung und/oder das "Gefühl" der Gefühlslosigkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10 sind:
- verminderte Konzentrationsfähigkeit
- verminderstes Selbstwertgefühl
- Suizidgedanken
- Hoffnungslosigkeit (negative Zukunftsperspektiven)
- Schuldgefühle
- Schlafstörungen
- verminderter Appetit

So kannst du nach wissenschaftlichen Erkenntnissen selbst einschätzen, ob du dich zwingend an eine Fachperson wenden musst oder nicht.

Depressionen können im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen relativ gut behandelt werden. Die Behandlung erfolgt meist mittels Psychotherapie, in schwereren Fällen auch mittel Medikamenten (allen voran Antidepressiva).

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Kommentar von Shadowxx98
30.07.2016, 22:59

Danke für die Meinung.
Ps: Die Onlinetests basieren auf dem gleichen Prinzip wie deine beschriebenen Symptome :) Daher kommt trotzdem (bei ehrlichen Antworten) etwas relativ genaues dabei raus

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Oh, ich war mal in genau der gleichen Situation.
Jedoch war ich minderjährig, da du volljährig bist sollte das eigentlich möglich sein, dass deine Eltern davon nichts erfahren?
Also kommt natürlich drauf an, ob du privatversichert bist, oder nicht.
Und wegen der Sozialphobie: Falls du dich nicht traust, einen Termin telefonisch zu vereinbaren könntest du ja vielleicht eine E-Mail schicken? Das ist meistens nicht so schlimm wie z.B. Telefonate. :)
Ich wünsch dir ganz, ganz viel Glück und gute Besserung!!

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Kommentar von Shadowxx98
20.07.2016, 03:51

18 ohne Fahrzeug und mit blöder Busverbindung... ^^"
Alles etwas blöd.
Und meine soziale Phobie ist soweit das ich sogar Angst habe die E-Mail abzuschicken, wenn ich den Empfänger per Copy&Paste eingefügt habe, ingesamt alles was ich ohne Internetanonym mache ist bei mir extrem schwer...

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Kommentar von lelchen1
20.07.2016, 04:05

Oh, das ist ja jetzt wirklich eine blöde Situation. :(
Dann bleibt dir wohl wirklich nichts anderes übrig, als deinen Eltern davon zu erzählen.
Ich weiß, dass du die nicht weiter stressen möchtest, was auch echt verständlich ist, aber jetzt mal ehrlich: Wenn du in deinem Alltag so stark eingeschränkt bist, solltest du wirklich zum Therapeuten, und ich bin mir sicher, dass deine Eltern lieber davon wüssten, als dass du das in dich hineinfrisst und diesen Ballast alleine mit dir herumschleppen musst.
Du musst ja auch nicht den genauen Grund nennen, falls du das nicht möchtest, ich hab meiner Mama zum Beispiel einfach gesagt, dass ich gerne zum Therapeuten gehen würde, ich ihr den Grund aber ungern sagen würde.
Und falls es darum geht, dass du denen nicht unnötig Stress machen möchtest, weil sie dich dann eventuell hin- und zurückfahren müssten, ich kann mir vorstellen, dass die dafür auch Verständnis haben werden, einfach weil es ja um deine Gesundheit geht. :)

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Also die Probleme kann ich berücksichtigen (verstehen kann ich es wohl nie ganz). Wobei 18 und kein Führerschein kein Problem ist, zum Arzt zu kommen. Wobei deine soziale Phobie dich wohl daran hindert, dich in eine Bahn zu setzen oder sonstiges oder?

Allerdings würde ich dir auch raten, eben an dein Leben zu denken. Du musst irgendwann weiter kommen.. dich weiterentwickeln und da gehört es eben auch dazu, deinen Eltern "weitere Probleme" zu machen. Für sowas müssen Eltern da sein und stark sein! Du kannst nicht für immer dein Wohl hinter den deiner Eltern stellen. Du hast doch ein Leben.

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Kommentar von Shadowxx98
20.07.2016, 03:54

Nicht unbedingt in die Bahn zu setzen, aber meine momentane Wohnungslage macht es während ich arbeite kompliziert zu einem zu kommen und wenn ich frei habe bin ich bei meinen Eltern, deshalb muss erstmal der Schritt bei den Eltern gemacht werden.
Da stellt sich halt die Sperre ein, das meine Eltern sowieso gerade schlechte Zeit haben wegen o.g. Bruder mit "gleichem" Problem...
Aber hast ja recht, bringt ja nichts

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Natürlich würde dir wahrscheinlich jeder raten zum Psychologen zu gehen und zuvor dich deinen Eltern anzuvertrauen (so sicherlich auch ich). Du musst bedenken wie sehr dich nicht nur die Depressionen sondern vor allem die Phobie in deinem weiteren leben eingrenzen wird.... ein ehem. freund von mir hatte das auch und hat erfolgreich eine Therapie angefangen. Zuvor hat er echt krasse Angstzustände gehabt aber man hat wirklich gesehen wie es ihm jeden tag besser gegangen ist... alternativ bzw. zusätzlich kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen und dir empfehlen, dich mit dem glauben auseinanderzusetzen. ich hatte auch eine dunkle Phase in meinem leben und zuvor bin ich halt ab und zu mal zu Feiertagen in die Kirche gegangen und das wars.... aber wenn man sich mit dem Thema genauer auseinandersetzt bekommt man wirklich Perspektive für sein leben und kommt von Gedanken wie z.b. Will ich noch leben oder solche weg... suche dir vl auch irgendwas in das du dich total reinhängen kannst (Musik, Sort,...) genieße dein leben und ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfe... GGGLG und viel Glück auf deinem weiteren Lebensweg 

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Kommentar von Shadowxx98
20.07.2016, 03:11

Gut, Therapie wird sowieso kommen, aber Glauben ist bei mir eher schlechter Punkt :/
Leider hab ich auch schon etwas was mich von all dem ablenkt, wird wohl nichts anderes übrig bleiben als ins kalte Wasser zu springen.
Trotzdem Danke für die Antwort

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Klingt vielleicht etwas kalt von mir, aber ich empfehle dir dazu mal zwei sehr gute Bücher. 

"Feeling Good - Depressionen überwinden - Selbstachtung gewinnen" von David. D. Burns

und "Leben kann auch einfach sein" von Stefanie Stahl. 

Ich habe selbst unter Depressionen gelitten. Mir haben diese Bücher die Augen geöffnet. Ich würde aber trotzdem eine Verhaltenstherapie empfehlen.

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Kommentar von Shadowxx98
20.07.2016, 03:08

Wäre bestimmt etwas, aber ich bin glaub ich über dem Punkt hinaus, bei dem ich nur durch Selbsthilfebücher etc rauskomme.
Trotzdem Danke

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Geh zum Arzt bzw. such einen Psychologen in deiner Nähe (z.b. Übers Internet) und lass dir von ihm helfen☺️
Viel Glück dabei und dann wird das alles schon wieder 😊

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Kommentar von Shadowxx98
20.07.2016, 03:09

Sehr straight forward, aber gut :)
Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, danke

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