Depression: Wann sollte ich aufhören zu arbeiten?

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Mir erging es ähnlich wie Dir aber ich habe meine Ausbildung durchgezogen. Als mein Chef dann mit "Übernahme" kam, habe ich ihm den "Finger" gezeigt. Im Gegensatz zu Dir habe ich jedoch immer funktioniert und mir lange Jahre keine Hilfe gesucht. Ich habe nicht erkannt, dass ich wirklich krank war, mir immer gesagt "stell Dich nicht so an, Du schaffst das und anderen geht es viel schlechter". Bis dann irgendwann nichts mehr ging. Ich war dann 11 Monate krank geschrieben und musste mir jede Hilfe erst erkämpfen. Die Reha-Maßnahme wurde erst nach Widerspruch bei Einreichung der Klage bewilligt. Danach kam dann innerhalb weniger Monate problemlos eine 2. Reha. Auch der Antrag auf Erwerbsminderungsrente wurde zuerst abgelehnt und ich wurde im Widerspruchsverfahren zu mehreren Gutachtern geschickt. Erst dann kam die Bewilligung. 

Das alles hat extrem viel Kraft und Energie gekostet und ohne meinen Mann hätte ich finanziell große Probleme bekommen. Rückwirkend betrachtet hätte ich sicher früher Hilfe suchen können. Aber das ich die Ausbildung durchgezogen habe, war kein Fehler. Denn das (und noch andere Dinge) hat mir gezeigt, dass ich auch kämpfen kann und trotz allem nicht klein zu kriegen bin. Hätte ich aufgegeben, hätte ich vermutlich meinem damaligen Chef die Verantwortung für meine Probleme übertragen. Und das wäre wenig hilfreich gewesen. Gib die Verantwortung für Deine psychischen Probleme nicht ab. Nicht an Deine Kollegen und nicht an Deine Familie. Nur Du kannst etwas ändern. 

Rede mit Deinem Therapeuten und versuche, die Ausbildung abzuschließen. 

Wenn Du magst, kannst Du mir eine Freundschaftsanfragen stellen, dann können wir per Mail weiter darüber schreiben.

Was sagt deine Therapeutin dazu? 

Mir fällt spontan folgendes ein: Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, den Betrieb zu wechseln, z.B. mit Hilfe der IHK bzw. die für deine Ausbildung zuständige Kammer. Dort kann man angeben, dass man im Betrieb ausgenutzt und schikaniert wird und es wird einem dann geholfen, einen anderen Betrieb zu finden. So wären die zwei Jahre nicht verschenkt, die ginge es vermutlich etwas besser, du könntest innerhalb des nächsten Jahres die Ausbildung beenden. Das musst aber letztendlich du entscheiden, ob du dem gewachsen bist. Mir ginge es besser, wenn ich wüsste, ich habe eine abgeschlossene Ausbildung in der Tasche. Dann wären dahingehend die Zukunftsängste schonmal nicht mehr so groß und man kann sich mehr den anderen Problemen widmen.

Danke für deinen Tipp. Ja, ich denke eben auch so, dass es für meine Zukunft derzeit wichtiger ist, die Ausbildung durchzuziehen, denn eine gute, abgeschlossene Berufsausbildung ist für meine Zukunft das A und O. Andererseits - was nützt mir eine abgeschlossene Berufsausbildung, wenn von mir nichts überbleibt? Ein Betrieb braucht keinen Ausbildungsabbrecher, aber auch keinen, der sich psychisch in die völlige Selbstzerstörung gearbeitet hat. Jedenfalls danke nochmal

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@DiamondWolf94

Ja, das kannst du nur selbst bzw. mit Hilfe deiner Therapeutin abwägen, was wichtiger ist und was du schaffen kannst. Mich würde das glaube ich noch verrückter machen, wenn ich eben keine abgeschlossene Ausbildung hätte. Und vielleicht tur es dir ja gut, in einem anderen  Betrieb zu arbeiten. Einen Versuch wäre es Wert, oder? Vielleicht wäre es in einem anderen Betrieb auch einfacher, eine Auszeit zu nehmen, falls es dir dann nicht besser geht. Aber am besten bespricht du die Einzelheiten mit jemandem, der dich und deine Geschichte kennt.

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Wenn du denkst, dass sich der Stress und die daraus hervortretenden Schlafstörungen etc. schon zu einer Art Depression entwickelt haben, dann geht auf jeden Fall zum Arzt! Dieser kann dich auch krank schreiben, falls er es als nötig erachtet, dass du mal etwas zur Ruhe kommen solltest. Selbst hast du da wenig in der Hand, außer du wechselst deinen Betrieb oder kündigst und schreibst die Abschlussprüfung ohne Betrieb, was auch möglich ist!

Du musst in jedem Fall an deiner Situation etwas ändern, weil dich vor allem deine Arbeit kaputt macht und deine anderen Probleme nur noch weiter verstärkt. 

Versuche mal Johanniskraut und Baldrian, wie es zB in Sedariston zu finden ist. Das ist pflanzlich und damit solltest du deine stressgeschuldeten Probleme wieder besser in den Griff bekommen und wenn du wieder besser schlafen kannst und selbst mit dir wieder besser klar kommst, dann kannst du dich auch besser der anderen Probleme annehmen!

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Ich wende mich hier an euch, auf der Hoffnung das sowas einer schon durch hat. Ich bin männlich 27 Jahre, verheiratet und ein Kind ( 2 Jahre alt). Meine Frau hat MS und ich habe sie so kennen gelernt. Beruf und Familie ist nicht immer einfach in Einklang zu bringen. Ich arbeite im Rettungsdienst seit 2012, war bis 2016 Rettungssanitäter, seit dem als Rettungsassistent tätig. Ich hatte schon sehr viele Einsätze und auch schon mehrere Tote gesehen. Jetzt (Stand heute) ist es so das ich das alles nicht mehr kann. Im April hatte ich zwei Einsätze die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. War daraufhin schon 8 Wochen krank. Bin seitdem in Therapeutischen Behandlung. Habe jetzt wieder angefangen zu arbeiten ( 3 Wochen, da ich noch 2 Wochen Urlaub hatte) jetzt falle ich wieder raus und bin wieder krank geschrieben. Ich leide unter Schlafstörungen und Panikattacken. Diagnostiziert wurde eine Mittelgradige Depression. Der Rettungsdienst war meine Bestimmung, doch ich schaffe, kann und will es irgendwie nicht mehr. Ab September starte ich nun eine Weiterbildung zum Fachwirt, jedoch berufsbegleitend. Mein Hausarzt ist nun soweit das er meint das wir über eine Berufsunfähigkeit für meinen Beruf als Rettungsassistent nachdenken sollten. Ich merke zwar das es nicht mehr geht, aber ich habe auch Angst, da ich der Hauptverdiener bin, da meine Frau nicht Vollzeit arbeiten kann aufgrund ihrer Krankheit.

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Freue mich über jede hilfreiche Antwort

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