Depression oder doch eher Pubertät?

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5 Antworten

Also so wie du das Beschreibst hört sich das definitiv nach Depression an, an deiner Stelle würde ich mich mit deinen Eltern zusammen setzen und sagen das es um etwas wichtiges ist...du kannst das z.B. so anfangen "Seid einem halben Jahr Leide ich nun an Depressionen und würde gerne einen Therapeuten aufsuchen...etc..."

Sage auch UNBEDINGT das du dich selbst verletzt hast, Essen gemieden hast usw.

Sie müssen verstehen wie ernst die Lage ist und es nicht einfach auf die Pubertät abschieben, mach ihnen das unbedingt klar.

Es schadet ja auch nicht wenn du einmal mit deinen Eltern zum Therapeuten gehst und der deinen Eltern (für den Fall das er sagt das es wirklich Depression ist) klar macht wie ernst es ist.

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Die ganzen Selbstests im Internet oder in Zeitschriften taugen alle nichts.

Bis etwa 10 Jahre hat man noch keine Sorgen. Erst mit zunehmendem Alter wird man sich dann immer häufiger seiner eigen Verantwortung für den Gang der Dinge bewusst. Das führt zu ersten Selbstzweifeln, man merkt, dass man nicht alles wuppen kann, und deshalb fühlt man sich immer öfter auch einmal nicht glücklich.

Es ist völlig normal, sich mehrmals in der Woche über etwas nicht so glücklich zu fühlen. Über etwas bestimmtes deprimiert zu sein, ist aber noch längst keine Depression. Gerade in der Pubertät schwanken die Emotionen schon mal stark hin und her.

Morgens himmelhoch jauchzend, mittags total geknickt, abends voll gestresst. Dann kann man die selbe Sache für sich sogar zu verschiedenen Tageszeiten ganz unterschieldich einordnen. Das liegt daran, dass der Hormonhaushalt noch nicht erwachsen ist.

Warum die Angst, mit deinen Eltern darüber zu reden? Die sind doch dazu da, dir mit so etwas zu helfen. Du bist 13, und musst noch längst nicht alles alleine wuppen. Und glaube bloß nicht, dass deine Eltern so etwas nicht aus eigener Erfahrung kennen würden. Also quatch dich darüber mal mit deinen Eltern aus.

Falls du nicht wissen solltest, wie du das anfängst, dann mach nicht den Fehler, dir einsam auf der Bettkante "etwas gutes" ausdenken zu wollen. Das klappt nicht, weil du so niemals den richtigen Moment dafür erwischen wirst. Du musst schon da sein, wo dein Geprächspartner sich aufhält.

Deine Mutter macht bestimmt so Sachen wie Kochen, Wäsche aufhängen, Büglen... Das macht sie ja alles nicht mit den Ohren. Deshalb stellst du dich dazu, machst vielleicht noch mit, und dann fangt ihr schon von ganz alleine an, miteinander zu quatschen.

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Selbstverletzung und Essstörungen haben eher weniger mit der Pubertät zu tun. Es sind eher Anzeichen auf Depressionen. Sag deinen Eltern einfach wie du dich fühlst, bevor es schlimmer wird. Viel Glück.

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Du hast keine Depression, Du bist in der Pubertät. Da sind Gefühlsschwankungen und selbst Selbstmordgedanken ziemlich normal. Heute ist ja schon Ritzen und Hungern normal. Ich hatte das auch, aber glücklicherweise kannte ich das Wort "Depression" noch nicht einmal und so hat sich alles wieder normalisiert. Eine echte Depression ist eine psychiatrische Erkrankung und ruiniert Dein ganzes Leben. Das wirst Du ja wohl nicht wollen. Konzentriere Dich auf andere Dinge, auf die Schule, auf Deine erste Liebe, versuche, Dir selbst Gutes zu tun und nichts schlechtes. 

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Kommentar von DancingToMusic
02.06.2016, 22:33

Ich weiß ja, dass das eine psychische Erkrankung ist und deswegen will ich nicht mit meinen Eltern darüber reden. Aber man muss sich das bei mir so vorstellen. Ich hab das ja jetzt schon über ein Jahr. Du willst etwas erreichen und steigst z.B. einen Berg hinauf. Du bist auf dem Weg zur Besserung und siehst schon die Spitze (also das Ziel). Doch dann kommt etwas - in diesem Fall der Wind - und reißt dich wieder in die tiefe. Und dann fällst du in dieses Loch, aus dem du nicht mehr rauskommst für eine Weile und du schreist und schreist. Dennoch hört dich keiner. Trotzdem versuchst du es wieder und steigst den Berg hinauf. Aber dann kommt wieder der Wind und dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder. Nach einer Weile wird man es auch leid immer wieder aufzustehen und zu wissen, dass man wieder fallen wird.

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Ob du Depressionen hast, kann nur ein Psychologe dir sagen. Aber deine Symptome deuten schon ziemlich darauf hin. Regelmäßige Selbstverletzung und ernste Suizidgedanken haben nichts mit Pubertät zu tun. 

Rede bitte mit deinen Eltern und lass dich untersuchen. Wenn dich die Symptome daran hindern, dein Leben normal weiterzuführen, ist eine Behandlung DRINGEND notwendig.

Gute Besserung!

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