Depression, Gefährdet, selbst einweisen lassen als minderjährige?

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9 Antworten

Alles was IWillFollowHim schon gesagt hat stimmt soweit, auch wenn es den Kern nicht ganz trifft... Dir muss klar sein, daß du mit der Äußerung von Selbstgefährdung eine Prozedur in Gang setzt, die dich quasi entmachtet. Du wirst in eine geschlossene Abteilung gebracht, medikamentös behandelt und erst dann in eine offene Abteilung gelassen, wenn du die Ärzte davon überzeugen konntest keine Gefahr mehr für dich selbst zu sein.

Mit diesem Wissen musst du weise umgehen, wenn du mit einem Psychiater sprichst. Evtl. ist es tatsächlich besser, wenn du erstmal eine Weile vor dir selbst geschützt wirst, aber mit einer "Kur" hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.

Du musst also entscheiden, ob du in eine offene Abteilung willst - dann ist das tatsächlich wie eine Art Kur, oder von Selbstmord sprichst und in eine geschlossene kommst.

Die geschlossene Abteilung ist eine Art Notversorgung. Meist findet dort lediglich Medikamentöse Behandlung und Erstgespräche statt. Nach einer Weile und nach medikamentöser Einstellung kommst du je nach Schweregrad nach ein paar Tagen oder erst nach 1-2 Wochen auf eine offene Abteilung und erst dort beginnt die eigentliche Therapie.

Der Alltag in einer offenen Abteilung besteht aus Sport, Essen, Pschotherapie, Ergotherapie, Gruppensitzungen. Einiges davon ist Pflicht und findet zu festen Zeiten statt, allerdings stellt jeder auch seinen eigenen Plan zusammen, wann er was tut. Je nach schwere deiner Beschwerden dauert der Aufenthalt dort unterschiedlich lang, aber mindestens 6 Wochen.

Eine weitere Variante wäre die Tagesklinik. Dort läuft quasi alles wie bei der offenen Abteilung, mit dem einzigen Unterschied, daß du zuhause schläfst und meist auch zu abend isst. Vielfach wird die Tagesklinik an einen längeren AUfenthalt in der offenen Abteilung angehängt um den Patienten wieder an seine gewohnte Umgebung zuhause zu gewöhnen, aber es gibt auch Patienten die sofort ohne Umweg in die Tagesklinik gehen.

Du musst für dich nun selbst klären, welche dieser 3 Formen die richtige für dich ist und immer im Hinterkopf behalten, daß in der geschlossenen nicht wirklich therapiert sondern in erster Linie stabilisiert wird.

TeddyLou 31.08.2014, 11:30

Möchte mich hier einfach anschließen und nur noch eine Frage stellen: Hast du einmal über eine ambulante Therapie nachgedacht?

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Wohlergehen 31.08.2014, 22:14

Klinik ist der falsche Ausdruck

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Wenn du einem Arzt/Psychologen sagst, dass du permanent an Selbstmord denkst wird er dich vielleicht sogar zwangseinweisen lassen, wenn deine Mutter stress macht, Allerdings darfst du das mit 16 Jahren eh selbst. Beispielsweise kannst du ohne wissen deiner Eltern allein zum psychologen gehen und die versicherung würde auch alles zahlen!

Mit 16 kannst Du ohne Wissen Deiner Eltern zu jedem Psychiater, Psychotherapeuten und Psychologen gehen. Du kannst auch in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit Jugendpsychiatrie gehen und dort Deine Probleme schildern. Die möglichen varianten einer unterbringung haben Dir schon andere richtig erklärt.

Ich hatte mal eine freundin die war in einer ähnlichen situation. sie ist einfach zu ihrem hausarzt gegangen und hat ihm alles erzählt. Wenn ein arzt sowas zuhören bekommt bleibt ihm garnichts anderes übrig als irgendwie einzugreifen selbst wenn deine mutter das nicht will. die klink an sich war aus ihren erzählungen eher wie eine kur. du hast halt einen zeitplan was wann ist (essen, psychologen-gespräche, irgendwelche aktivitäten...) wenn es angebracht ist bekommst du sicherlich auch medikamente aber nicht zwangsweise. nach hause darfst du wieder schätze ich wenn die ärzte sich einig sind, dass du keine gefahr mehr für dich selbst bist und ob du in die stadt darfst weiß ich nicht, aber bestimmt mit der zeit und besuch darfst du bestimmt auch bekommen.

Geh zu eurem Hausarzt und sprich mit ihm. Ärtze sind in der Lage zu helfen auch wenn du keine Unterstützung von deiner Mutter bekommst. Aus eigener Erfahrung möchte ich noch anfügen: du hast sicherlich besondere Talente. Vielleicht kannst du malen oder ein Musikinstrument spielen oder Gedichte schreiben? Versuch deinem Talent zu folgen. Das bringt dich weiter.

Wenn du wirklich immer wiederkehrende Selbstmordgedanken hast, dann stellst du somit eine Gefahr für dich selbst dar, und solltest wirklich, wie du es ja bereits auch schon in deiner Frage angedeutet hast, in Erwägung ziehen, dir professionelle Hilfe zu suchen. Das ist keine leichte Situation und es ist schwer, aus so einem tiefen Loch von selbst wieder rauszukommen. Sprich' am besten noch einmal mit deiner Mutter, denn ich denke, eine Psychiatrie ist doch ein sehr großer Schritt, klar, verstehe ich es, dass du sowas wie einen Tapetenwechsel brauchst, aber du scheinst dir nicht ganz im klaren darüber zu sein, wie es in einer stationären Behandlung so vor sich geht. Und ich bezweifel mal ganz stark, dass du dir selbst aussuchen kannst, wann du wieder entlassen wirst, und ich glaube, es wird schwierig, sich als Minderjährige selbst einweisen zu lassen so ganz ohne Einverständniserklärung der Eltern, aber ich will dir da auch wirklich nichts falsches sagen. Warst du schon mal bei einem Psychologen? Vielleicht solltest du dort erstmal hingehen, vielleicht tut es dir erst einmal gut, mit jemandem über deine Probleme zu reden, der dir zuhört und ganz objektiv darüber urteilt. Das wäre zu mindestens schonmal ein Anfang. (:

SonsOfLiberty 31.08.2014, 02:53

ja das war so das ich noch vor den sommerferien (ca. vor 5 Wochen) da war ... aber meine psychologin war schwanger und hat in den ferien ihr kind bekommen und ist halt im Mutterschutz gewesen. Sie kommt erst nach den Sommerferien in 10 Tagen wieder aber dann bin ich auf Klassenfahrt ... dementsprechend waren die sommerferien nicht gerade einfach ohne hilfe. :/

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MissPunk 31.08.2014, 03:03
@SonsOfLiberty

Hm, du bist also sogar schon beim Psychologen? Hilft dir das denn irgendwie oder bringt dir das nichts?

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Hi n SonsOfLiberty,

es ist gut, dass du dir Helfen lassen willst und trotz aller Probleme darauf setzten willst, nich viel aus deinem Leben zu machen. Doie Frage mit der Psychatrie ist aber so aus der ferne nicht sinnvoll zu beantworten, denn was dir helfen können, kann eigentlich am besten nur ein/e Fachmann/frau im Gespräch mit dir klären.

Ein solches könnte hlefen zu klären, wo die Ursachen deiner Probleme liegen, welche Diagnose vielleicht in deinem Fall die naheliegendte wäre und was am besten als Therapieform für dich geeignet sein könnte. Da können wir dir hier beim besten Willen nicht sinnvoll Auskunft geben bzw. dir zu irgemndwas raten.

Was mich etwas wundert: Du schreibt an keiner Stelle in deiner Frage etwas davon, ob du schon in psychologischer Betreeung bist. Frage- wie soieht es da aus?

Erst mal liebe Grüße, Thomas

SonsOfLiberty 10.09.2014, 00:05

Hey Kleinlok...

ich war einmal bei einer psychologin, vor ca.6 wochen... da sie ihr kind in den ferien geboren hat, kann ich erst wieder nach den ferien zu ihr.

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Kleinlok 12.09.2014, 15:51
@SonsOfLiberty

Hi SonsOfLiberty,

dieser Besuch ist immerhin schon mal si etwas wie ein Anfang, aber ein einziger Termin kann da noch nicht wirklich weiterhelfen. Hast du schien einen neuen Termin bei ihr?

Eine Einweisung ist denke ich schon ein gewaltiger Schritt. Der kann notwendig und sinnvoll sein, wenn eine akute Gefahr für dich besteht, z.B. bei akuten Selbstmordgedanken oder wiederholter Selbstverletzung.

Sicher ist es auch sinnvoll nicht zu lange zu warten, bis sich do akute Beschwerden einstellen.

Wenn du noch keinen Nachfolgetermin bei der Psychologin hast, kümmer dich bitte darum, die Einweisung solltest du eher als Notfallaktion sehen.

Liebe Grüße, Thomas

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Es kann sein, dass es für Dich vom Regen in die Traufe kommen ist.

Ja es werden normalerweise in der Psychiatrie Medikamente gegeben, diese sind sehr gefährlich, haben schon viele Schäden, Krankheiten verursacht, sogar vorzeitigen Tod.

Dann ist es doch Wahnsinn ein Leben in Freiheit mit Unfreiheit einzutauschen. Menschen kann dort das Leben noch mehr verleiden.

Es könnte gut sein, dass Du später sehr bereust, dass Du nicht auf Deine Mutter gehört hast. Sie spürt wohl richtig, dass da etwas nicht stimmt.

Es gibt garantiert andere Wege, zu einem guten Leben zu kommen. Zudem ist auch noch die Stigmatisierung ein großes Problem durch die Psychiatrie. Das kann Deine weitere Laufbahn sehr beeinträchtigen.

Wenn Du willst, kannst Du Dein Leben in die besten Hände von Gott und Jesus geben. Allen Kummer, allen Schmerz, alles Unrecht, was immer, kannst Du dem Vater im Namen Jesus und Jesus sagen, um den rechten Weg bitten. Dein Leben vor Gott und wo nötig vor Menschen bereinigen.

Ich wünsche Dir Kontakt mit aufrichtigen Menschen. Es wäre niemals eine Lösung mit Lügen in eine andere Abteilung der Psychiatrie zu kommen, überhaupt hat diese über den Nationalsozialismus bis heut abgrundtiefes Leid hervor gebracht und gehört dringend aufgelöst.

Es ist leider bis in die jüngste Gegenwart so, ich habe es bei einem Besuch Ende des letzten Jahres erlebt, dass Menschen in den Fixierraum kommen übel geben ihren Willen "behandelt" werden.

Eine milde Psychiatrie ist noch gefährlicher, da die Medikamente die gleichen sind und die Menschen es nicht durchschauen.

Also du kannst selber entscheiden ob du gehst oder nicht wenn du freiwillig gehst und wenn deine Mutter dagegen ist versuche dich doch mahl mit der Psychiatrie in Verbindung zu setzen und frag ob sie mahl mit dir und deiner Mutter reden können

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