Depression beweisen für Uni

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5 Antworten

Ich seh's so. Du hast etwas Unfertiges abgegeben, das, wie du annimmst, durchfallen wird und jetzt ziehst du in Erwägung, deinen Zustand im Nachhinein zu erklären, um "mildernde Umstände" zu erreichen, damit sie dich schlüpfen lassen. Oh Boy! Lass bloss die Finger vor einer solchen Intervention! Im Moment musst du einfach abwarten, wie das bewertet wird. Auch das Nachweisen einer Depression würde deine schwache Arbeit nicht besser machen. Sollten die "extremen Konsequenzen" eintreten, tja, dann hast du halt Zeit verloren und musst du dich wieder nach vorne arbeiten. Shakespeare sagt in dem Stück "Cymbaline": "Manchmal ermöglicht erst ein Fall den freien Aufstieg". Ich glaube, es wird so unendlich viel Mist oder Unfertiges abgegeben, ohne dass ein Hahn danach kräht, das analysieren zu wollen (bist bestimmt nicht der einzige mit solchen Gründen) - es fällt halt einfach durch. Nimms als Lehrstück, dass man sich im Leben manchmal extrem zusammenreissen muss! Wenn du glaubst, du kommst aus deinem Loch alleine nicht mehr heraus, melde dich halt bei einem Psychologen an. Ich würde an Deiner Stelle UNBEDINGT davon absehen, mit Psychokram an die Uni heranzutreten. Ist doch klar, dass du dann einen Stempel weg hast. Und der kann dir schaden, vielleicht sogar über die Uni hinaus. Ich weiss nicht so recht, mit der Depression...vielleicht hast du zur Zeit einfach wenig Bock auf dein ganzes Fach. Könnte das sein? Vielleicht eine Pause machen? Kann ich nicht beurteilen von hier aus. Solltest du ein Jahr verlieren oder so - das weiss nachher niemand mehr. Viel Glück - und tu das Richtige!

genau davor habe ich angst, dass es jemand so betrachtet wie du und mir nicht glaubt und denkt ich wuerde mir im nachhinein alles ausdenken. das ist genau meine sorge. danke fuer deine meinung, es wird vll so aufgefasst werden wenn ich damit zur Uni gehe. Allerdings hat es nichts mit kein Bock zu tun oder was auch immer. Ich studiere ein Fach dass ich absolut liebe, und habe sonst nie schwierigkeiten gehabt an Essays zu arbeiten. ich weiss nur nicht was ich jetzt tun soll. ich kann es angeben und bescheid sagen, oder ich kann es nicht angeben und dann nicht den psychostempel bekommen. davor hab ich naemlich auch angst. was ich mich aber auch noch frage ist wieso das nachweisen einer depression meine schwache arbeit nicht besser machen sollte? ich habe einen entwurf abgegeben, den ich nicht haette abgeben sollen.

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@michibrand

Erkundige dich doch, ob es möglich sei, die Arbeit zurückzuziehen und welche Konsequenzen das hätte. Dann kannst du das evtl. tun - oder die Sache laufen lassen. Aber jetzt eingreifen: Hey Leute - ich habe was nicht so Tolles abgegeben, aber ich hatte eine Depression, also bitte findet es trotzdem gut, damit ich den Kurs nicht wiederholen muss. Das ist - so leid es mir tut - unter Erwachsenen einfach nicht akzeptabel. Wenn du selbst von deiner Arbeit nicht überzeugt bist, kannst du doch nicht ernsthaft glauben, dass der Nachweis einer Depression den Ausgleich schaffen und deine Arbeit annehmbar machen soll? Ich könnte mir vorstellen, du machst etwas mit Literatur, Journalismus, Theaterwissenschaft...? Das sind kreative Gebiete - da musst du eben versuchen, deine inneren Verwerfungen umzusetzen - das kann im Ergebnis interessant werden, muss aber auf kontrollierte, positive Art geschehen. Eine Arbeit ist so gut oder so schlecht, wie sie ist - die Begleitumstände, warum sie so geworden ist, spielen bei ihrer Bewertung keine Rolle.

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@Hahalului

Hier scheint ein Missverstaendnis vorzuliegen. Ich will nicht dass die Arbeit einfach durchgewunken wird, sondern das Ganze gerne wiederholen. Ich will nicht dass meine 'schwache Arbeit' dann auf einmal besser bewertet wird. Kann aber verstehen dass du das so da rausgelesen hast. Aber nein.

Und zweitens, wenn du schreibst "deine innere Verwerfung umzusetzen" scheinst du nicht wirklich zu verstehen was eine starke Depression wirklich ist, das ist naemlich dann einfach nicht moeglich, man macht absolut GAR NICHTS - und kann auch nicht!

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@michibrand

Du machst ja nicht nichts - du schreibst hier und suchst irgendwie Aufbau. Mit dem Wort "Depression" wird heutzutage viel zu inflationär rumhantiert. Wer eine starke hat, kann wirklich GAR NICHTS mehr, auch nicht aufstehen, anziehen, waschen - kurz, er kann seinen Alltag nicht mehr bewältigen und fällt in die Hände anderer. Sei froh, dass du das nicht hast - und streng dich an der Uni mehr an, dann brauchst du hier auch nicht rumzunölen.

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Bin in einer ähnlichen Situation...

Hatte die letzten 4 Monate Zeit ein 3Monatiges Praktikum für die Akademie an der ich studiere zu machen. Allerdings war ich durch die Depression zu nichts Stande. Habe dann auch immer mehr nur in den Tag rein gelebt anstatt den allerwärtesten hochzubekommen.

Aufjedenfall geht es mir jetzt auch wieder besser, nur sind die 4 Monate um und ich habe nichts machen können.

Ich bin jetzt in der Situation dass ich mir eine Arbeit für Abends/Nachts suche die mir die Akademie dann als Praktikum anerkennen könnte ist zwar auch nicht optimal, aber dann kann ich endlich das Problem lösen. Heute wäre der erste Tag der Akademie nach der Praktikumsphase aber ich gehe nicht um 1. Fragen vor der gesamten Stufe zu vermeiden wie mein Praktikum war und 2. Ich einen Probearbeitstag ab mittags habe.

Hoffe dass das mit dem Job klappt und dann muss ich halt so wie du auch mit den Lehrern/Direktor über die Situation reden und es erklären. Und das wird nicht einfach.

Wünsche dir auf jedenfall auch viel Glück!!

Nein, das klingt überhaupt nicht dumm. Depression oder Burnout sind derzeit eines der häufigsten Gründe für Krankheit. Das liegt an unserer Gesellschaft usw usf. jedenfalls, wie der Redner vor mir schon angemerkt hat, du musst unbedingt mit jemandem auf der Uni sprechen. Deinem Tutor oder dem Vertrauensdozenten oder wer auf der Uni dafür zuständig ist. Im Privaten. Der wird dir dort helfen. Du darfst es auf keinen Fall einfach so stehen und ungesagt lassen. Sonst kann dir niemand helfen. Denk daran, im Augenblick bist du der einzige Mensch der dir helfen kann, weil nur "du" weißt was mit dir los ist. So schwer es dir fällt sprich unbedingt mit jemanden auf der Uni, der dir helfen kann! Sonst stehst du dir selbst im Weg. Und ich bin mir absolut sicher, du bist auf der Uni - nicht, weil du dort durchfallen oder die Zeit verschwenden wolltest. Ich drücke dir die Daumen und wünsch dir viel Erfolg!

hallo, kann das denn im nachhinein diagnostiziert werden?

zum psychiater werde ich gehen, aber was mich gerade bedrueckt ist halt wirklich die uni. wie du hier lesen kannst wird mir schon in diesem forum nicht geglaubt, und mir wird vorgeworfen ich wolle etwas im nachhinein erklaeren und ich solle dazu stehen dass ich nichts gemacht habe. ich habe wahnsinnige angst dass mir dann auch an der uni nicht geglaubt wird.

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@michibrand

Eine Depression oder ein Burnout entwickelt sich nicht von Heute auf Morgen, das heißt, wenn das dir diagnostiziert wurde ist davon auszugehen, dass das was du sagst wahr ist. Außerdem ist es natürlich nachvollziehbar, das man Schwierigkeiten hat sich so etwas erst einmal selbst zuzugestehen. Was aber zur Bekämpfung einer Depression oder einem Burnout eben essentiell ist. Denn das ist doch so, wenn du selbst nicht wahrnimmst das du depressiv bist, kannst du auch niemanden zur Hilfe hinzuziehen, oder? Und selbst wenn, es dir dann bewusst wird, ist es doch so, das ein Burnout oder eine Depression auch immer irgendwo ein Zeichen der Schwäche darstellt mit den Anforderungen an einem selbst nicht klargekommen zu sein. Und es gibt viele Menschen die es nicht mögen ihre Schwächen zuzeigen bzw. sich selbst oder anderen einzugestehen. Weshalb es schon öfter der Fall war das Menschen mit Depressionen, wenn sie extrem ausgeprägt sind, dann sogar lieber den Selbstmord vorziehen als sich professionelle Hilfe zu besorgen. Ein Rat noch, versuche dich nicht von deinem Umfeld zu distanzieren. Halte unbedingt sozialen Kontakt zu Freunden und Familie bzw zu allen die dir gut tun. Das heißt zu Menschen die dich nicht moralisch runterziehen. Verliere dich aber nicht in Partys oder dem Suff. Dann schaffst du es nach einer relativen Zeit relativ leicht wieder heraus aus der Depression. Ich drücke dir die Daumen!

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Dein Prof. Musst das erzählen damit er bescheid weiss, dass ist nicht immer einfach aber du wirst merken das es dir dann besser geht. Du müsstest dann auch zu deinem Arzt gehen das er das beglaubigt wenn es dir immer noch so geht oder vllt zu einem Psychologen gehen.

Es führt kein Weg vorbei,wenn du das gerägelt Kriegen willst.Muss du es dein Professor erzählen.

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