Depression - Welche Therapie?

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2 Antworten

Hi,

ein Tipp, der mir direkt einfällt. Je nachdem, wo du wohnst, kann es sein, dass die Kassenärztliche Vereinigung deines Bundeslandes eine Übersicht hat, wo es freie Therapiestellen gibt. Vielleicht gibt es auch eine Hotline der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung, bei der du dich informieren kannst.

Für Niedersachsen gibt es beispielsweise das hier: http://www.psychotherapieplatzauskunft-nds.de/therapieplatzauskunft/index.action

Es gibt verschiedene Therapieen, die die Krankenkasse zahlen. Verhaltenstherapie und analytische Psychotherapie werden wohl die beiden Formen sein, die wahrscheinlich für die in Frage kommen. Aber das klärst du dann mit dem jeweiligen Therapeuten.

Noch ein wichtiger Tipp. Wenn die Behandlung drängt, also Gefahr für Leib und Leben gegeben ist, kannst du noch folgendes machen. Festhalten, wo du überall angerufen hast, um einen Therapieplatz zu bekommen und die Wartezeit festhalten.

Wenn du keinen Therapieplatz gefunden hast, kannst du bei der Krankenkasse beantragen, einen "freien Psychotherapeuten / Psychologen" aufzusuchen. Diese Therapeuten müssen natürlich klassisch ausgebildet sein, aber haben keine Kassenzulassung und behandeln privat.

Du würdest also zur Krankenkasse mit der Aufstellung gehen, wo du es überall versucht hast und beantragen, zu einem freien Therapeuten (am besten direkt den Therapeuten nennen) in die Behandlung zu gehen. Das kannst du auch schriftlich machen.

Bei der Suche nach einem Therapeuten können dich gerne andere Unterstützen. Den Therapeuten ist es aber wichtig, dass der Patient selbst den Termin ausmacht.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einem Therapieplatz und zur Therapie.

Danke für deine hilfreiche und ausführliche Antwort.

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Sich eher darüber zu beschweren, dass es nicht sofort einen "Therapieplatz" für dich gibt, wenn du gerade die Überweisung in die Hände bekommen hast, ohne etwas zu unternehmen ist genauso wie sich über "Therapie-Möglichkeiten" Gedanken zu machen, die beste Variante, eine Psychotherapie nicht zu beginnen.

Nein, lieber Pedro, hier bist du erstmal gefragt, dir selbst über deine Therapieziele (was willst du in einer Therapie bearbeiten?), deine Therapiemotiovation und v.a. deine Veränderungsbereitschaft klar zu werden. Nur wenn du wirklich zu 100% den äußerst schmerzhaften und anstrengenden Weg einer Psychotherapie auf dich zu nehmen bereit bist, um ernsthafte Veränderungen in dir, deinem Wesen, deinem Erleben und Denken umzusetzen, dann macht es vielleicht Sinn, solche Fragen zu stellen, doch habe sich diese dann in 99% der Fälle sowieso erledigt. Ansonsten bringt eine Psychotherapie nur Frustration und ggf. Verschlechterung, da ist man dann meist mit Medikamenten besser bedient.

BTW: so viele "Therapiemöglichkeiten" gibt es ja gar nicht. Die Kasse zahlt nur die Verhaltenstherapie und eine psychoanalytisch begründete Psychotherapie.

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