Depression - kein Ausweg(?)

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13 Antworten

Hey, weißt du was?

Ich hab echt superviel respekt vor dir! Du hast dein Abi, eine glückliche Beziehung, einen Ausbildungsplatz - das ist echt klasse, Hut ab! Viele bekommen all das nicht einmal hin, wenn sie aus einer "perfekten Familie" kommen, aber du hast es sogar unter erschwerten Bedingungen gepackt, das ist einfach nur super! :)

Du hast vermutlich ein paar Vorbehalte dagegen, aber geh doch bitte mal zu deinem Arzt, schildere deine psychischen Probleme und lass dich an einen Psychologen überweisen. Du scheinst ein intelligenter, sensibler junger Mensch zu sein, es wäre sehr sehr schade, wenn du jetzt das Handtuch werfen würdest. Dein Leben fängt ja gerade erst an!

Ich habe in meiner Jugend auch so einiges mitgemacht, was mich heute mit Mitte 20 auch noch prägt und teilweise einschränkt. Mit 19 war es bei mir besonders schlimm, ich hatte fest vor, mein Leben zu beenden, habe es dann aber doch nicht getan (das klingt super kitschig, aber die Musik hat mich gerettet). Wenn ich heute an damals zurückdenke, dann will ich meinem damaligen Ich am Liebsten ohrfeigen, weil es üerhaupt erst auf die Idee gekommen ist, denn inzwischen sind so viele tolle Sachen passiert, die ich NIEMALS für möglich gehalten hätte und mir geht es heute sehr viel besser. perfekt wird es niemals, ein Blatt Papier, das einmal zerknüllt wurde wird nie wieder komplett glatt sein, aber das muss es auch gar nicht.

Ach ja, ich hab letztens noch von einem Journalisten (oder so) gehört, der Menschen interviewt hat, die sich von der Golden Gate Bridge gestürzt haben, weil sie sich umgebracht haben, die aber überlebt haben. AUSNAHMSLOS ALLE haben gesagt, dass ihnen auf dem Weg nach unten klarwurde, dass alle ihre Probleme und Sorgen eigentlich gar nicht so schlimm sind und dass es für alles eine Lösung gibt. Also, gib nicht auf! :)

Hallo,

ich kann dich glaub ich ziemlich gut verstehen. Ich wollte mir im Alter von 11 Jahren das erste mal das Leben nehmen. Der Grund war mein Onkel. Er war Alkoholiker und hat mich immer geschlagen oder angeschrien, wenn sonst niemand da war. Mein Vater hat mir nicht wirklich geglaubt, was dazu führte, dass ich mich von allen abgrenzte und mit dem Ritzen anfing. Mit dem ritzen habe ich schnell aufgehört. Allerdings starb  letztes Jahr mein Opa und eine sehr gute Freundin nahm sich das Leben. Außerdem werde ich in der Schule täglich gemobbt. Da mir alles zu viel wurde, bin ich wieder in die Sucht Ritzen reingerutscht und hatte wieder Selbstmordgedanken. Jetzt bin ich froh, mir nicht das Leben genommen zu haben und ich schaue nach vorne. Ich werde zwar in der Schule noch gemobbt, aber ich gehe zu einer Psychologin um so meine Probleme in den Griff zu bekommen.

=> es gibt viele Menschen mit ähnlichen oder anderen Problemen

Suizid ist nie eine Lösung:

-  Man lebt nur ein einziges mal. Wenn du dir das Leben nimmst, ist das Leben vorbei. Man kann es nicht rückgängig machen. Denke vorher daran, was du noch alles erleben könnt. Jeder macht ihm Leben mal eine schwere Zeit durch, aber mit Sicherheit auch eine ganz lange schöne Zeit. Manchmal hat man das Gefühl, dass Leben kann nicht mehr besser werden, aber das stimmt nicht.

- Man wird vermisst. Denk an deine Familie, Freunde etc. Die leben weiter. Ich hab schon mal eine Freundin verloren, die sich das Leben genommen hat und ich vermisse sie..

- Tagebuch schreiben. Mir hilft es auch Tagebuch zu schreiben.

- Therapie. Und natürlich ist immer eine Therapie zu empfehlen. Aber dafür muss man selber bereit sein. Wenn man keine Therapie machen möchte, hat es auch keinen Sinn.

- Telefonseelsorge: Gespräche mit der Telefonseelsorge können auch helfen um sich einfach jemand anvertrauen können. Das ist anonym und jederzeit möglich.

Schau nach Vorne und auf das, was du erreicht hast

=> du hast dein Abitur

=> du hast ne Freundin

=> du fängst eine Ausbildung an

Es bringt nichts in die Vergangenheit zu schauen und auf das was alles passiert ist. Daran geht man nur kaputt. Deine Kindheit war nicht gut, aber du lebst jetzt und kannst jetzt das beste aus deinem Leben machen. Mach dir klar, dass du in deinem Leben schon viel erreicht hast und schau nach vorne

Du wirst das erlebte nie vergessen, aber du kannst versuchen damit umzugehen und es verarbeiten. Dabei kann durchaus ein Psychologe sinnvoll sein. Wenn du das nicht möchtest, wende dich an Menschen in deinem Umfeld, die du vertraust und rede über alles. Reden hilft meistens am besten.

Dein Leben wird bestimmt wieder beser werden. Du darfst dich nur nicht unterkriegen lassen

viele könnten diese Ansicht hier als falsch ansehen. hass. schaff dir etwas wogegen du ankommen musst. etwas unerreichbares. etwas was du niemals besiegen kannst, aber du musst es versuchen. ich habe mich selbst zurückgelassen und bin ein haufen aus schmerz und wut. aber es fühlt sich gut an. wie gesagt, es ist vllt nicht für jeden die beste lösung, aber mir hat es geholfen. manchmal reicht es auch so zu tun als wärst du nicht depressiv. und irgendwann überzeugst du dich selbst. in den kamp oder ich reiss dich auseinander

(keine Drohung, sollte eher Motivation zu meinem weg sein, pls no hate)

Ich bin an einem Punkt erlangt, wo ich nur noch Schmerzen erleide. Trauer und Hoffnungslosigkeit gehört zum Alltag. Hab jegliche Motivation verloren und weiß kein entkommen mehr.

Hi FalkeRetaw, du bist hoffentlich kein Pilot - siehe aktueller Fall mit Flugzeugabsturz! Ich hab' nur die ersten 2 Sätze gelesen, das genügt mir als selbst Betroffene - du benötigst fachärztliche Hilfe (Psychiater) und zwar sofort! Solltest du niemanden haben, der dir hier beisteht (damit meine ich nicht bei dir zu Hause eine Hilfe, sonder Verwandte, Bekannte oder FreundIn, welche dich persönlich zur Sprechstunde bringen, denn du allein schaffst diesen wichtigen Schritt zur Behandlung nicht alleine!

Gruß einer jetzt wieder lebenslustigen mit ehem. bipolarer Störung!

Das Problem scheint der Vater zu sein, bzw. das Zusammenleben mit diesem Mann in einer Wohnung. Vielleicht solltest du dich wirklich jemandem anvertrauen, vielleicht einer Lehrperson oder so. Vielleicht auch einem Seelsorger, Pfarrer z.B. Ich finde, du solltest dort raus und eine eigene Bude haben, vielleicht fürs Erste ein Zimmer irgendwo. Kannst du denn nicht mit deiner Freundin zusammenziehen, oder wohnt sie noch bei den Eltern (vielleicht ginge auch das fürs Erste...?).

Und noch was - geh nicht zum Psychiater! Der verschreibt Dir noch irgendwas und schon bist du auf der Psychofarmakaschiene. Du hast genug Lebenskräfte, die Situation allein durchzukämpfen. Also: such dir jemandem zum Reden (hier kriegst du alles Möglich um die Ohren gehauen) und dann entwickle eine Strategie - lass dir dein Leben nicht ruinieren, bevor es angefangen hat! Deine Voraussetzungen scheinen nicht die Schlechtesten zu sein. Aber ein Trinkervater, der nachts Terror macht....schlimm und eine Belastung, die nicht sein muss (Interessant, dass es deine Mutter bis jetzt mit ihm ausgehalten hat). Stimmt das auch alles?


Du hast so einiges in deinem Leben durchgemacht und es tut mir auch leid was du so alles so in deinem Leben durchmachen musstest. Suizid ist aber keine Lösung dafür. Wenn du dich umbringen würdest, würdest du nur Leute verletzen, die dich lieben. Dein Leben wird sich irgendwann zum guten wenden. Denk mal an deine Freunde und Familie. Du hast eine Freundin die dich liebt, hast dein Abitur erreicht und fängst eine Ausbildung an. Fang sozusagen ein "Neues Leben" an, vergesse das, was mal war und lebe jetzt in der Gegenwart. Lass dich nicht unterkriegen und gebe nienals auf! Ich hoffe ich konnte dich davon abbringen Suizid zu begehen und ich wünsche dir weiterhin viel Glück im Leben! :-)

FalkeRetaw 29.03.2015, 03:47

Ich war mal am Suizid nah dran und weiß heute, dass ich es niemals machen werde. Es würde meine Schwäche zeigen. Dennoch sitzt der Schmerz so Tief und tut einfach nur höllisch weh.. Ich fühle mich einfach gebrochen. Die Zeit wird diesen Schmerz, diese Bilder nicht erlöschen können. Trotzdem danke für die Antwort, nett von dir.

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LanceFawkes 29.03.2015, 03:57

Lass den Schmerz raus, rede mit einer Person darüber. Ich respektiere dich dafür, dass du so stark bist und heute noch hier stehst. Du hast schon so einiges in deinem Leben erreicht. Gebe es nicht auf! Irgendwann ist dieser Schmerz vorbei. Ja, diese Bilder werden nie aus deinem Gedanken erlöschen werden können, aber du kannst daraus ich sage jetzt mal "lernen" und wirst nie die selben Fehler begehen, wenn du mal eine Familie gründest. Alles wird schon wieder gut keine sorge, zieh dein ding durch und lass dich nicht unterkriegen! :-)

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LanceFawkes 29.03.2015, 03:58

und kein problem ich helfe gerne :-) ich bin jetzt aber mal schlafen gute nacht :D

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Hallo du hast viel durchgemacht und ich kann es gut mitfühlen,das es dir so schlecht geht,weil die Vergangenheit manchmal hoch kommt. Dann sieht man sich vor Situationen, die belastend sind. Sicher bist du bald volljährig und kannst zuhause ausziehen. Das würde ich als erstes mal ins Auge fassen. Warum hat deine Mutter den Vater nicht verlassen? Leider machen diesen Fehler viele Frauen,weil sie Angst davor haben,das der Mann sie doch nicht in Ruhe lässt.

Wenn du dir Hilfe holen möchtest um das alles zu verarbeiten,dann suche dir einen guten Psychologen. Anders wird es nicht funktionieren,um diesen Druck einmal von der Seele zu reden.

Wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, selbst meine Freundin weiß das alles nicht.. Obwohl in meinem Leben alles scheinbar zur Zeit gut aussieht, fühle ich mich gebrochen. Mich kann man nicht mehr retten, dafür ist schon zuviel passiert. Meine Freundin ist das einzige, was ich noch Liebe. Wenn sie weg ist, dann bin ich seelisch für immer Tot. Der Streit aktuell macht es aber nicht besser...


Also das einzigste was ich dazu sagen kann ist versuch es mal mit Johanniskraut das hilft aber erst nach mindetstens einen Tag

 

schreib ihr ein Text.. Und mein grösstes Respekt verdienst du!

FalkeRetaw 29.03.2015, 03:42

Daran dachte ich häufig, dennoch traue ich mich es nicht. Sie könnte es niemals verstehen, da sie behütet aufgewachsen ist. 

Ich will nicht vor ihr wie ein Psychopath wirken und Mitleid von ihr will ich auch nicht. Ich habe Angst, nachdem sie das von mir weiß, dass sie mich ebenso wie der Rest mich komisch anguckt.. und danke :)

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Also ich rate dir besuche einen Psychologen. Die kennen sich mit seelischen Problemen aus

FalkeRetaw 29.03.2015, 03:44

Ich will mich selbst nicht verarschen und weiß, dass ich niemals einen Psychologen besuchen könnte. Frag mich nicht warum, aber irgendwie könnte ich es nicht.

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siola55 30.03.2015, 13:40
@FalkeRetaw

Genau darum benötigst du unbedingt eine Hilfe von FreundIn, Verwandte oder Bekannte, welche mit dir zum Psychiater gehen (nicht zum Psychologen - da gibt es für dich nur Gespräche, Gespräche und nochmals Gespräche , aber keine Hilfe!) weil alleine schaffst du das nicht! Ich schreib' hier aus eigener Erfahrung mit ehem. bipolarer Störung, und nur so kommst du weiter in der Behandlung deiner Krankheit!

Wünsch dir eine hilfreiche Begleitperson und alles Gute und vor allem einen guten u. erfolgreichen Behandlungsablauf.

Gruß siola55

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Es ist recht einfach in bloßes Selbstmitleid zu verfallen. Man gibt anderen die Schuld und kann bequerm die Hände in den Schoß legen und zu sich und anderen sagen: "tja Kinners ich bin halt depressiv."

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