Denkt ihr wir stoppen den Klimawandel rechtzeitig?

Das Ergebnis basiert auf 23 Abstimmungen

Nein, ich bin nicht zuversichtlich. 48%
Andere Antwort.. 30%
Ich glaube garnicht an den Klimawandel. 9%
Ich hoffe schon. 9%
Ich weiß es nicht, eher nicht. 4%
Ja, wir schaffen dass noch. 0%

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein, ich bin nicht zuversichtlich.

So ein ganz wenig Hoffnung habe ich noch. Aber die Wende müsste dann schnell gehen und sehr radikal sein. Das wird schwierig. Ich fürchte, dass nichts geschieht, und dass die Menschen, die schon Millionen Arten ausgerottet haben, nicht absichtlich, aber eben wegen ihrer Umwelt- und Klimasünden, nun sehr akribisch dabei sind, ihre eigene Art auszurotten.

Andere Antwort..

Wenn es weiter wärmer werden sollte, könnte die Menschheit das notfalls durch die Emission von kühlenden Aerosolen kompensieren. Schwierig wird es, wenn es kälter wird.

Ein Hinweis dass es auch schnell kälter werden könnte ist tatsächlich die aktuell schnelle globale Erwärmung. Ich weiß, dass es paradox klingt, aber im erdgeschichtlichen Rahmen war es bisher immer so, dass auf eine solch schnelle Erwärmung ein Glacial folgte - vermutlich wegen geänderter Meeresströmungen.

Dansgaard–Oeschger event - Wikipedia

https://en.wikipedia.org/wiki/Dansgaard–Oeschger_event

 For example, about 11,500 years ago, averaged annual temperatures on the Greenland ice sheet increased by around 8 °C over 40 years, in three steps of five years (see, [3]  Stewart, chapter 13), where a 5 °C change over 30–40 years is more common.

Der Mainstream der Klimaforscher sagt zwar, dass es (etwas) wärmer werden wird, ABER die Sonnenforscher sagen, dass es die nächsten Jahrzehnte empfindlich kalt werden wird. In den mittleren Breiten wird es Fröste geben vom Herbst bis in das späte Frühjahr, in Übereinstimmung mit der historisch niedrigen Sonnenaktivität. Sowohl NOAA als auch NASA scheinen sich einig zu sein. NOAA sagt, dass wir Ende der 2020er Jahre ein ausgewachsenes Grand Solar Minimum erreichen. Und die NASA sieht diesen bevorstehenden Sonnenzyklus (25) als den schwächsten der letzten 200 Jahre. Wobei die NASA frühere Perioden mit geringer solarer Aktivität mit globaler Abkühlung in Beziehung setzt.

Darüber hinaus können wir die Vielzahl neuer wissenschaftlicher Arbeiten nicht ignorieren, in denen die immensen Auswirkungen des Beaufort Gyre auf den Golfstrom und damit auf das Klima insgesamt dargelegt werden.

Hier ein typischer wissenschaftlicher Artikel zum modernen Solarminimum:

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/23328940.2020.1796243

In this editorial I will demonstrate with newly discovered solar activity proxy-magnetic field that the Sun has entered into the modern Grand Solar Minimum (2020–2053) that will lead to a significant reduction of solar magnetic field and activity like during Maunder minimum leading to noticeable reduction of terrestrial temperature. [...]
The reduction of a terrestrial temperature during the next 30 years can have important implications for different parts of the planet on growing vegetation, agriculture, food supplies, and heating needs in both Northern and Southern hemispheres. This global cooling during the upcoming grand solar minimum 1 (2020–2053) can offset for three decades any signs of global warming and would require inter-government efforts to tackle problems with heat and food supplies for the whole population of the Earth.

Verlautbarung der NASA

Solar Activity Forecast for Next Decade Favorable for Exploration | NASA

https://www.nasa.gov/feature/ames/solar-activity-forecast-for-next-decade-favorable-for-exploration

Research now underway may have found a reliable new method to predict this solar activity. The Sun's activity rises and falls in an 11-year cycle. The forecast for the next solar cycle says it will be the weakest of the last 200 years.

nochmal NASA

What Will Solar Cycle 25 Look Like? | NASA

https://www.nasa.gov/feature/goddard/2020/what-will-solar-cycle-25-look-like-sun-prediction-model

If Solar Cycle 25 meets the panel’s predictions, it should be weaker than average. Cycle 25 is also expected to end a longer trend over the past four decades, in which the magnetic field at the Sun’s poles were gradually weakening. As a result, the solar cycles have been steadily weaker too. If Solar Cycle 25 sees an end to this waning, it would quell speculations that the Sun might enter a grand solar minimum, a decades-to-centuries long stretch of little solar activity. The last such minimum — known as the Maunder minimum — occurred in the middle of what’s known as the Little Ice Age from the 13th to 19th centuries, causing erroneous beliefs that another grand minimum could lead to global cooling.

deutsche Infostelle

Sonnenaktivität | Wetter-Observer.de (wetter-observer.de)

http://wetter-observer.de/sonnenaktivitat/

So gibt es aktive und weniger aktive Phasen der Sonne. Bekannte Zyklen sind der 210-jährige  De Vries-Zyklus  oder der typische etwa 11-jährige  Schwabezyklus . Kommt es zu mehreren schwachen Schwabezyklen in Folge, so spricht man von einem  Grand Solar Minimum . Dies wird für dieses Jahrhundert mit einem Tiefpunkt um 2050 erwartet. In Phasen inaktiver Sonnenaktivität fehlen Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche. Wie bereits u.a. von 1645-1830 geschehen, waren die schwache Sonnenaktivität zusammen mit einer gestiegenen vulkanischen Aktivität Auslöser einer global kühleren Phase, die insbesondere in Nordamerika und Eurasien mit sehr kalten Wintern und kühlen, nassen Sommern zu großen Problemen führte. Sinkende Erträge in der Nahrungsproduktion, verkürzte Vegetationszeiten, kühl-nasse Sommer und eisige Winter führten zu schweren Epidemien  (Kleine Eiszeit) . Wärmere Phasen wurden daher zurecht “Klimaoptimum” bezeichnet. Das mittelalterliche Klimaoptimum, als es noch 2 Grad wärmer war als heute, dient hierfür als Beispiel aus der klimatischen Geschichte. Durch die auffällige Ruhephase der Sonne seit 2006/8 befürchten Sonnenforscher nach dem modernen Sonnenmaximum von 1950 bis etwa 2000 in den nächsten Jahrzehnten eine erneute Kältephase in der Größenordnung eines  Dalton- oder sogar Maunder-Minimums .

Zum Beaufort Gyre

https://electroverse.net/the-arctics-ticking-climate-bomb-little-ice-age-imminent/

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – prom. Naturwissenschaftler, Dipl.-Chem. Dipl.-Phys.

Der übliche "Es wird kälter!11!1!" Standard-Unsinn der Klimawandelleugnerei.

Dabei kursiert der Unfug mit der abnehmenden Sonnenintensität schon seit ein paar Jahren, und wird halt immer wieder aufgekocht.

https://www.gutefrage.net/frage/droht-uns-2030-eine-kleine-eiszeit#answer-308725911

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@realfacepalm

Wie von mir oben belegt, gehen viele Klimaforscher mittlerweile davon aus, dass die leichte Sonnenschwäche doch sehr viel ausmacht, sonst käme nicht dauernd der Vergleich mit der Kleinen Eiszeit. Dazu kommt der zunehmende Vulkanismus auf der Erde. Ein Unglück kommt selten allein. Dieselben schwachen gravitativen und magnetischen Kräfte des Sonnensystems und der Planeten, die zur Zeit die Sonnenaktivität schwächen, bewirken auf der Erde einen verstärkten Vulkanismus.

Ob es wirklich richtig kalt wird, kann ich natürlich auch nicht sagen. Spätestens zum Jahreswechsel 2023/24 sind wir alle schlauer. Warten wir es mal ab.

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Wenn es im Mittelalter nochmals 2 Grad wärmer wäre als heute, hätte jemand in diesen Dürren doch kaum leben können.

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@Fluffynator660

Es war zu einigen Zeiten deutlich wärmer als aktuell. Wir sind uns doch wohl einig, dass höhere Temperaturen NORMALERWEISE auch mehr Regen bringen!

Als die Dinosaurier ausstarben war die Globaltemperatur ca. 10° bis 14° höher als heute und trotzdem gab es üppige Wälder und eine üppige Fauna.

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte

und siehe

https://www.spektrum.de/magazin/aufstieg-der-dinosaurier-dank-einer-million-jahre-regen/1714782

Immer mehr Spuren deuten darauf hin, dass die Erde vor rund 232 Millionen Jahren nach einer trockenen Zeit in eine warme, regenreiche Phase überging.

https://dinodata.de/mesozoikum/d_kreide.php

Die Kreidezeit war eine regelrechte Wasserwelt und große Teile der Kontinente überflutet.

Und so viel anders als heute, war die Landfläche damals auch nicht verteilt. Warum also sollte künftig, abhängig vom Breitengrad der Landfläche, die Erde bei Erwärmung um 4°C so viel anders aussehen als damals?!

Diesmal ist es wohl anders, weil die globale Erwärmung durch die Höhenwolken des Flugverkehrs erzeugt werden. Diese anthropogenen Höhenwolken bringen auch Trockenheit, weil sie die kosmischen Kondensationskeime für Regenwolken adsorbieren.

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@Carolin390

Mehr Regen bedeutet ja nicht automatisch mehr Feuchtigkeit im Boden. Ausgetrocknete Erde nimmt kaum was auf und der Wasserdampf wird meistens irgendwo anders hingetragen.

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@Fluffynator660
Mehr Regen bedeutet ja nicht automatisch mehr Feuchtigkeit im Boden.

Übers Jahr doch, sofern genug Kondensationskeime vorhanden sind.

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Andere Antwort..

Doch das globale Ölfödermaximum (aktuelle Prognosen liegen bei Anfang der 2020er Jahre) wird uns ironischerweise vor schlimmeren bewahren: Das klimatische Horror-Szenario, welches Harald Lesch in seinen Vorträgen immer beschreibt, geht von einer Business-As-Usual-Annahme aus, die so nicht eintreten wird, da zuvor im Zuge des globalen Ölfördermaximum die Weltwirtschaft zusammen brechen wird.

Und damit auch der CO2-Ausstoß!!! Dafür ereilt uns wahrscheinlich ein anderes Horror-Szenario, welches ich aber als das bedeutend kleinerer Übel erachte. Zumal besonders linke Ökonomen alternative Modelle entwickelt haben um mit viel weniger BIP den gleichen Wohlstand halten zu können.

Ein Auszug eines Artikels aus einer tiefgründigen Online-Zeitschrift für Ökonomie, welche eine Bundeswehr-Studie zitiert:

Kurzfristig senken steigende Ölpreise Konsum und Output, wodurch es zu Rezessionen kommt. Der steigende Anteil der Transportkosten verteuert alle gehandelten Waren, die Handelsvolumina gehen zurück. Staatshaushalte geraten unter extremen Druck, die Ausgaben für die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung sowie Sozialausgaben konkurrieren mit den notwendigen Investitionen in Erdölsubstitute. Die Einnahmen des Staates sind durch die Rezession dabei erheblich gemindert. Das Bankensystem, die Börsen und die Finanzmärkte brechen zusammen. Es kommt erst zur Hyperinflation und zu Schwarzmärkten, dann zu einer tauschwirtschaftlichen Organisation auf lokalem Level. Marktwirtschaftliche Systeme konkurrieren wieder mit Planwirtschaften, es droht der Kollaps internationaler Wertschöpfungsketten. Unternehmen sind auf unbestimmte Zeit nicht mehr in der Lage, Gewinne zu erzielen und ihre Fremdkapitalkosten zu zahlen. Die Anpassung der Wirtschaftsstrukturen wird mit Friktionen am Arbeitsmarkt einhergehen und zu hoher Transformationsarbeitslosigkeit führen. Im Besonderen kann sich eine Entwertung des Humankapitals der Arbeitnehmer vollziehen, da aufgrund des Strukturwandels Qualifikationen, die bis zu diesem Zeitpunkt durchaus adäquat waren, durch andere Qualifikationsanforderungen abgelöst werden.

Das sind die kurzfristigen Folgen. Nun folgt ein Satz in der Studie, der den Leser aufgrund seiner Deutlichkeit in lang anhaltendes Staunen versetzen kann:

„Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen.“ (Bundeswehr-Studie, S. 49)

https://www.bundeswehr.de/resource/blob/140546/650f85c4df8085f948bdca8c9bac04c7/peakoil-data.pdf

Um es zu paraphrasieren: Wenn wir uns nicht auf Strukturbrüche und Pfadwechsel, die ein Abnehmen der globalen Erdölfördermenge erzwingt, vorbereiten, fliegt uns der ganze (globale) Laden mit einem lauten Knall um die Ohren.

Das heißt nicht, dass der Zusammenbruch des Systems unausweichlich ist. Vielmehr geht es um die Frage, ob die Transformation geplant und dadurch halbwegs geordnet, sozial verträglich und human verläuft. Oder ob aufgrund fehlender Vorbereitungsmaßnahmen und fehlender struktureller Anpassungen das plötzliche Chaos droht. Wir haben die Wahl: Transformation by design or by disaster.

Norbert Rost, Leiter des Büros für postfossile Regionalentwicklung in Dresden, schreibt hierzu in der von Bündnis 90 / Die Grünen in Auftrag gegebenen Studie Peak Oil – Herausforderungen für Thüringen (S. 15):

„Die Transformation kann freiwillig durch vorausschauende Entscheidungen geschehen oder erzwungen werden, wenn steigende Energie- und Rohstoffpreise bestimmte Abläufe unwirtschaftlich machen. In jedem Fall lässt die Transformation des fossilen Industriesystems hin zu einem postfossilen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem eine Transformationskrise erwarten. Je später und unkoordinierter die Transformation angestoßen und umgesetzt wird, umso intensiver wird sich diese Transformationskrise im Leben jedes Bürgers zeigen.“

Quelle: https://makroskop.eu/

https://makroskop.eu/2017/10/die-verdraengten-folgen-des-peak-oil/

Kleines Problem: Wenn wir alles, an Erdöl aufgebraucht haben, wurde der kritische Punkt vermutlich schon überschritten, wenn er's nicht bereits wurde. Das heißt, dass CO2 in einem positiven Feedback-Loop durch Brände und aufgetaute Permafrostböden CO2 freisetzen. Das Worst Case Szenario wird also vermutlich obendrein eintreffen.

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Nein, ich bin nicht zuversichtlich.

Hey,

nein ich glaube nicht, dass wir es noch schaffen.

Denn, es müssten alle mithelfen, und da es immernoch Leute gibt, die nicht an den Klimawandel glauben, wird es wohl eher schwirig.

Auch die anderen Länder wie China müssten mitspielen, denn China ist der Weltweit größte Plastikproduzent.

Es gibt zwar einzelne Leute die schon alles dafür tun, die Umwelt zu retten, aber die einzelnen bringen uns auch nicht wirklich weiter, dennoch sind sie ein gutes Vorbild.

Ich finde auch in den Schulen sollte darauf aufmerksam gemacht werden, damit auch schon die Kinder und Jugendlichen verstehen, was mit unserer Welt passiert.

Ich bin 11 und habe es schon verstanden.

Ich finde es sollte einfach generell aufmerksam auf den Klimawandel und besonders den Klimaschutz gemacht werden.

Es ist so unwarscheinlich.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße Sportlergeist

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich setzte mich für Klimaschutz ein
Ich hoffe schon.

Kapitalismus ist eigentlich das Hauptproblem, es geht nicht um Umweltfreundlichkeit, sondern Profit. wenn wir es nicht schaffen über Kapitalismus rüber zu kommen oder Kapitalismus in dieser weise zu Bändigen (auch wenn Nuklearer Krieg immer noch eine Möglichkeit währe), wird es ein gigantisches Massensterben geben, wie wir es noch nie gesehen haben, seit dem Imperialismus und der Ausrottung der Ur-Einwohner in Amerika und Australien.

Kapitalismus ist eigentlich das Hauptproblem,

Das ist falsch. Auch mit Umweltschutz läßt sich Geld verdienen. Kapitalismus ist kein Problem sondern ein bedeutender Teil der Lösung.

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@lesterb42

Aber nur so weit, wie Leute bereit sind dafür zu zahlen, die Meisten haben jedoch auch nicht so viel Geld um solche Produkte zu Zahlen und die meisten wollen auch das Geld für etwas anderes verwenden, ein Teil der Lösung ist es nicht, so lange solch eine Ungleichheit da ist und keine von den Menschen-Kontrollierte Wirtschafts-Politik, nicht für den Sinn des Profits, sondern für den Sinn des Wohles vom Menschen!

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@Siuto

Du bist ein Idealist. Alle Experimente "zum Wohl des Menschen" endeten in Diktaturen oder sind anderweitig gescheitert. Ich verstehe auch nicht diese Staatsgläubigkeit, als wenn der Staat mit seinen Beamten das besser machen würde.

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@lesterb42

Ich sagte nicht der Staat alleine bestimmt es, sondern die Leute, da ist ein Fundamentaler Unterschied.

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@Siuto
die Leute,

Wer soll das sein? Auf D bezogen: hier leben rd. 85 Mio Menschen. Das Zusammenleben muss in irgend einer Form organiert werden. Ein Teil macht der Staat und einen bedeutender Teil wird den Menschen bzw. Unternehmen selbst überlassen. Über die Grenze mag man streiten. Deine Kapitalismuskretik verstehe ich nicht.

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@lesterb42

Der Kapitalismus wird solange mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen fortfahren, bis aufgeforstete Wälder lukrativer sind als Felder. Und genau das weiß der geschulte Lobbyist zu verhindern.

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