Denkt ihr unsere Idee von Politik ist Rational?

5 Antworten

Ich persönlich halte die Einteilung in Links und Rechts zumindest für nicht falsch, auch wenn sie einer Neudefinitionen bedarf.

Das Wort "Rechts" hat in Deutschland aus historisch guten Gründen einen schweren Stand und wird schnell mit "rechtsextrem" gleichgesetzt. Wir sprechen oft vom "Kampf gegen Rechts", dabei halte ich "Rechts-sein" für kein bisschen schlimmer als "Links-sein" und vom "Kampf gegen Links" höre ich wenig.

Um das Wort "Rechts" zu umgehen, wird es in Deutschland gerne mit "konservativ" gleichgesetzt, sodass sich, an die eigentliche Bedeutung von Konservatismus orientierend, die Gleichung rechts=konservativ gegen links=progressiv durchgesetzt hat. Das kann man natürlich so definieren, nur halte ich es für nicht zutreffend und wer sich mal mit dem sogenannten "politischen Kompass" auseinandergesetzt hat, der Links und Rechts ganz anders definiert, weiß vielleicht, was ich meine.

Dort, und diese Einteilung teile ich, werden links und rechts auf das Staatsverständnis in wirtschaftspolitischen Fragen heruntergebrochen.

Links bedeutet demnach ein in die Wirtschaft stark eingreifender, umverteilender und steuernder Staat, sozusagen eine mehr oder weniger starke Tendenz Richtung Sozialismus.

Rechts dagegen wird als wirtschafts- oder marktliberales Staatsverständnis definiert mit möglichst viel freiem Markt und restriktiver Finanzpolitik. Letztlich also eine mehr oder weniger starke Tendenz richtung Kapitalismus.

Demnach macht weder rechts=konservativ noch links=progressiv Sinn, konservative Politik in Deutschland (also eher marktliberal) und konservative Politik in Italien (=eher sozialistisch angehaucht) würden komplett unterschiedliche Sachverhalte beschreiben und beide Konzepte sind uralt, was davon ist konservativ und was progressiv?

Um die gesellschaftspolitische Dimension zu berücksichtigen, benutzt der politische Kompass neben der Horizontalen (links und rechts) auch die vertikale Achse des Koordinatensystems, auf der sich "liberal" und "autoritär" gegenüberstehen.

Ich persönlich habe mir diese Einordnung angeeignet und finde sie auf jeden Fall aussagekräftiger als das einfache links-rechts-Schema. Laut diesem Schema würde ich mich als leicht rechtsliberal einstufen, also wirtschaftspolitisch ein Zentrist mit Tendenz zum freien Markt und gesellschaftspolitisch liberal.

Auf eine Aussage aus deiner Frage möchte ich aber Bezug nehmen, weil sie mir, und das kannst Du vielleicht nach dem Lesen meiner Antwort nachvollziehen, etwas aufstößt:

"Dabei habe ich gemerkt das es viel darum geht das konservative die eher Autoritär eingestellt sind und Sozialisten die eher Libertär eigestellt sind über die zukunft diskutiren und hoffentlich zu einigungen kommen die in unser aller geiste ist."

Bei der Aussage, dass Konservative oft eher Autoritär eingestellt sind, möchte ich Dir nicht widersprechen. Dass Sozialisten aber libertär eingestellt wären, ist m.E. hochgradig falsch, denn Libertarismus besagt möglichst wenig staatliche Einmischung in allen Bereichen und der Sozialismus predigt ja genau das Gegenteil davon. Ich könnte mir vorstellen, dass Du Liberalismus gemeint hast, was zwar ähnlich ist, aber nicht das Gleiche wie Libertarismus und auch Sozialismus bedeutet gewiss nicht zwingend Liberalismus, siehe Sowjetunion, DDR usw.. Natürlich, und das habe ich oben ja auch ausgeführt, kann man aber linksliberal sein, allerdings auch linksautoritär.

Wunderschöne Antwort
Ich Applaudiere ihnen Schlaumayrl
von dieser ausdrucksweise kann sich minimax11 noch eine scheibe abschneiden.

Ich habe die Verbindung zwischen Sozialisten und LIBERALISMUS (oops)
tatsächlich wegen der nähe zur freiheitlichem Ideologie.

-"zugunsten einer an Gleichheit, Solidarität und Emanzipation orientierten Gesellschaftsordnung"

-"die eine freiheitliche politische, ökonomische und soziale Ordnung anstrebt"

Habe beide aussagen irgendwie sehr ins Individualistische projeziert.

Vielen dank, das war sehr lehrreich.

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Sobald eine "Politische Meinung" die Unterdrückung anderer erlaubt oder fordert, und diese Ziele mit Gewalt durchgesetzt werden. ist es ein Verbrechen. Und keine Meinungsfreiheit. Allein die Existenz einer radikalen Meinung rechtfertigt also nicht Präsens in Medien u.a.

Wäre so, als wenn man Mördern, Bankräubern, Vergewaltigern u.a. eine Partei gründen lässt, damit diese dann die Rechtsprechung im Parlament zu Ihren Gunsten verändern können. Und das hatten wir schon mal.

ich stimme voll zu, das unterdrückung und Gewalt im rahmen einer Gesinnung zu fordern falsch und unrecht ist !
Mein problem ist einfach das die entscheidung ideen keine plattform zu geben die reguliert und aufklärt, dazu fürt das "Mörder, bankräuber und Vergewaltiger" diese plattformen selbst schaffen und ein schlechtes Licht auf den Teil des spektums wirft der friedliebend nach reprästation und legitiemirung sucht und warscheinlich noch radikalisiert oder als Radikal aufgefasst wird.
Vielen dank schonal im vorraus, aufjedenfall TopAntwort

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@NiliusK

Diese Idee, weil ja kriminelle sich eine eigene Plattform erstellen, eben sofort eine andere Plattform anzubieten.. ist ziemlich quer. Kriminalität, auch politisch motiviert, muss man konsequent bekämpfen.egal, ob von rechts oder links.

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@minimax11

Aber Politische Krimialität entsteht ja in den wenigsten fällen durch Ideologien selbst sondern aus frustration über das ausbleiben einer Aktion die dann erzwungen wird, oder ?
Ich muss dir da recht geben, es gibt besimmt solche plattformen, die allerdings für die die es bräuchen nicht attraktiv sind.
Wäre wohl zu einfach gewesen xD

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Der Politsche Spektrum ist folgend am Sinnvollesten:

Links = Totalitarismus und Egalitär

Rechts = Liberalismus und Individualismus

Ich Persönlich bin ein Anarcho Kapitalist oder schöner gesagt Paleo Libertär.

Auch copy & paste möchte gelernt sein. :-)

Ich habs irgendwie verkackt, hab nur 1 Wort kopiert weil wegen zu faul zu schreiben, und alles wurde so, dachte ich hätte es gefixt, aber scheinbar nicht

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@NiliusK

Nachdem man deinen Sermon nun lesen kann: Wie wäre es mit einer anderen, kurzweiligeren Beschäftigung? Es muss doch nicht immer Politik sein! Bogenschießen, Handarbeiten, Angeln... es gibt doch noch so viele andere Dinge!

Ich meine, du hast 2 Jahre gebraucht, um auf die Idee eines Salto Mortale rückwärts in die Ständegesellschaft anstatt der Demokratie hinsichtlich des Grundprinzips politischer Repräsentation zu kommen, nur um Neonazis, einer Promille-Gruppe der Gesellschaft, zu einem Anspruch auf irgendein politisches "Mitspracherecht" zu verhelfen...

Beim Imkern würdest du nach 2 Jahren sogar schon Honig ernten!

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@Atzej

Predigt xD
Ich hoffe mal das wurde nicht falsch verstanden
Ich bin sehr dafür das man voallem rechtesextreme kein einfluss haben sollten
Ich bin ja nicht komplett kaputt im kopf
Auserdem war das jetzt keine 2 jahre der eigehenden studie, mehr die zeit wo ich politik tatsächlich verfolgt und aufgenommen habe, es war also keine intensive recherche.
Aber gut zu wissen das es noch gute christen gibt die andere lieber dumm sterben lassen, anstatt jemand anderes dabei zu helfen selbst eine informierte meinung zu erlangen.
Evolution ist ja schließlich ein Mytos, nicht das man am ende noch glaubt man könnte sich verbessern und dazu lernen.
Dann lieber einfache hobbys suchen, die einen vom leid entfernen, damit nicht so viel über die entscheidungen die jeden tag getroffen werden kritisch nachdenken muss.
Am ende macht man noch fehler und kriegt von den Interlkutellen noch ein predigt über sein unwissen.
Ich entschuldige mich für meine uninformierte these, das nächte mal werde ich meine proletarischen gedanken einfach für mich behalten.
Dann muss du mir nicht vorhalten was falsch daran ist.
Wieder zeit gespart.

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Furchtbar.

Pseudoliberale Unterstützung von Rückgratlosigkeit und politischer Beliebigkeit zur Rechtfertigung rechtsradikaler Positionen.

Ginge das auch spezifischer ?
Dachte liberale unterstützen das freie denken, und die entscheidungsfreiheit sich für ein gesinnung zu entscheiden oder eine neue zu erdenken.
Auserdem würde ich es begrüßen wenn sie die debatte nicht nur auf rechtsradikalismus beschrenken würden.
Danke

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@NiliusK

Due Frage und der Text beziehen sich aber speziell darauf.

Liberalität muss nicht Richtungslosigkeit bedeuten. Das aber ist die Essenz des Textes.

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