Denkt ihr persönlich, dass Donald Trump bei der US Wahl 2020 noch gute Chancen hat?

10 Antworten

Umfragen in dieser Richtung haben keinen Wert, da gerade für die Demokraten viele Wähler nicht zur Wahl zugelassen werden und eine Mehrheit an Stimmen sowieso nicht wahlentscheidend ist.

Alles von der Einschränkung der Briefwahl bis zur Unterstützung aus Russland spricht für Trump.

Bevor D. Trump gewählt wurde, haben die meisten "normal" denkenden Menschen ihn nicht wirklich ernst genommen. Wie er sich verhielt, wie seine Frisur aussah, all das wurde eher müde belächelt, auch außerhalb der USA.

Trump fand dann seine Wähler in Bevölkerungsschichten, die es gut und richtig fanden, dass er auf den Tisch schlug, dass er immer wieder "lospolterte", wie wohl nicht ein Präsident vor ihm.

Es scheint fast, als habe D. Trump auf diese Weise bewusst seine Kritiker abgelenkt. Da diese ohnehin nicht wirklich an seine Wahl glaubten, haben sie sich nicht bemüht, ihn rechtzeitig zu bremsen. Gerade das hat er genutzt, um sich in Ruhe die Stimmen der meist ausgesprochen bildungsfernen Bevölkerungsschichten zu sichern, was ihm dann das Amt des Präsidenten einbrachte.

Momentan muss er allerdings um seine Gesundheit bangen. - Sicher wünscht man normalerweise keinem Menschen das Covid19- Virus. Bei D. Trump könnte das anders sein...!

Da die Dummheit auf der ganzen Welt auf dem Vormarsch ist, wird sie wohl auch in den USA siegen. Und mit ihr Donald Trump.

Ich bin sicher, dass Trump erneut gewählt wird. Die Demokraten haben die Nominierung verkackt. Sie haben nicht mit Corona gerechnet und haben sich keine Chance ausgerechnet, deshalb haben sie guten Kandidaten für die Wahl 2024 zurückgehalten und mit Biden Kanonenfutter nominiert. Biden ist zu alt, charismatisch wie ein Glas Milch, und sorry, geistig nicht mehr auf der Höhe. Es war bei den Demokraten nie geplant, diese Wahl zu gewinnen.

Trump hat Unmengen Geld und eine riesige zum Teil verborgene Propagandamaschine auf seiner Seite, Sender wie Fox sind nur der sichtbare Teil. Es gibt unzählige extrem konservative bis rechtsextreme Netzwerke, die alle bei den noch unentschlossenen Amerikanern für Trump werben. Trumps Strategie ist es, Biden "fertigzumachen", ihm alles zu unterstellen, was ein als "normal" geltender US-Bürger ablehnt: Biden wolle ihnen die Waffen wegnehmen. Biden sei von linksextremen Netzwerken und Kommunisten gesteuert. Biden könne nix. Schaut euch das unsägliche Schauspiel des sog. "TV-Duells" an: Hier wenden sich (mit Recht) unsere intellektuell geprägten Journalisten angewidert ab - aaaber: ich denke, in den USA ist es für viele Bürger genau der Ton, den sie von Trump hören wollen: So spricht der starke Gunman im Saloon über einen Schwächling. In breiten bürgerlich-konservativen Kreisen ist "liberal" ein Schimpfwort. Trump nimmt einfach nur ein Position der verbalen Stärke ein, das reicht völlig aus. Wer glaubt, in den USA würden Wahlen nach ausführlichen Debatten über unterschiedliche politische Konzepte zum Umgang mit den anstehenden Problemen des Landes entschieden, hat nicht begriffen, dass diese Zeiten (sollten es sie je wirklich so gegeben haben) vorbei sind.

Ein weiterer Grund ist das undemokratische und antiquierte Wahlsystem der USA. Gewählt ist nicht, wer die Mehrheit der von den Wahlberechtigten abgegebenen Stimmen erhält. Sondern: 48 der 50 US-Staaten entsenden eine bestimmte Anzahl von Wahlmännen (electors) in das sog. Wahlmänner-Gremium, das "electoral college"; und es wird derjenige neuer Präsident, der die Mehrheit in DIESEM electoral college bekommt. Die Hauptsache ist dabei: In jedem Einzelstaat wird die Stimmenmehrheit (für Trump oder für Biden) ausgezählt - sollte der republikanische Kandidat im Staat New Dumb die Mehrheit gewinnen, würden aus diesem Staat auch die Republikaner alle Elektoren (Wahlmänner) ins electoral college entsenden können - die Demokraten gingen leer aus. - Das erleichtert es Trump, sich auf die swing states zu konzentrieren, also die Staaten, in denen es auf ein paar tausend Stimmen für ihn oder Biden ankommt; hat vor vier Jahren schon mal sehr gut geklappt, dank des Einsatzes individuell gezielter Wahlwerbung.

Das Verfahren hat bisweilen zu der Absurdität geführt, dass nicht derjenige US-Präsident wird, den eine Mehrheit des amerikanischen Volkes gewählt hat. Hillary Clinton hatte die Mehrheit auf ihrer Seite, aber Trump wurde Präsident. Al Gore hatte die Mehrheit der Stimmen im Volk, George W Bush wurde Präsident. 1888 ähnlich, als es um Benjamin Harrison und Grover Cleveland ging.

Guter Beitrag dem ich nur zustimmen kann, allerdings stört mich eine Sache. Du sagst, dass "liberal" in gewissen US Amerikanischen Kreisen als Schimpfwort angesehen wird. Sollte da nicht "sozial" stehen? Die USA sind doch immerhin ein in gewissen Aspekten sehr liberales Land (siehe Gesundheitswesen etc.). Steh ich hier auf dem Schlauch?

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