Denkt ihr man kann eine Persönlichkeitsstörung selber behandeln als Betroffener?

10 Antworten

Borderline ist nicht heilbar. Nur Therapierbar. Hier ein Hinweis zu Borderline:

Persönlichkeitsstörung

Balance
auf der Grenzlinie

Hier
gibt es einen kleinen Einblick in die schwarz/weiße Welt eines
Betroffenen. Für Betroffene ist es eine reale Krankheit. Sie darf nicht länger versteckt, verdrängt oder verschwiegen werden.

Diese
Krankheit kann nicht überwunden werden. Wir können nur lernen mit ihr umzugehen. Betroffene sind immer auf der Suche nach Wärme, Zuneigung, Bestätigung und Liebe. 

Für den Betroffenen bedeutet sein Leben ein Kampf mit den Extremen, ein Kampf zwischen Realität und Phantasie.

Leben bedeutet für einen Betroffenen sich in der Gesellschaft einsam zu
fühlen weil ein „wir“ für den Betroffenen unerreichbar scheint.  

Betroffene sehen schwarz oder weiß. Bunt gibt es nicht.

Zu viele Gedanken und Fragen im Kopf. „Weshalb, warum, darf ich das,
ist das richtig, warum ich, schwarz, weiß, was soll ich machen“?

Für alle scheint die Sonne, für einen Betroffenen regnet es.

Ein einziger Gesichtsausdruck für alle Stimmungen damit alle meinen es
geht dem Betroffenen gut: Trauer, Angst, Panik, Müdigkeit, Freude.

Was diese Erkrankung noch bedeutet:

Gefühle
spielen zu müssen, niemanden zu trauen – schon gar nicht sich
selbst, auf Hilfe zu warten aber nie darum bitten, sich rechtfertigen
zu müssen, Wunden zu verdecken, Schreien zu wollen und es sich
selbst zu verbieten, Ein ständiger Kampf zwischen müssen und
wollen, eine nie enden wollende Dunkelheit, dass ich die, die ich
liebe, verletzen muss, schwarz-weiß sehen, Segen und Fluch, Ausreden
zu finden, Selbstzweifel die kaum auszuhalten sind, Himmel und
Höllen, entweder oder.

Betroffene sind keine „Anormale Menschen“. Sie sind einfach anders.

Betroffene sind sehr impulsiv und haben große Schwierigkeiten das zu
beherrschen. 

Betroffene nehmen innere und äußere Reize sehr viel früher und intensiver wahr.

Sie reagieren deshalb viel „stärker“ als gesunde Menschen auf alle
Erfahrungen und Eindrücke.

Gefühle wie Liebe, Hass, Wut, Schuld und Trauer empfinden Betroffene extrem stark.

Den daraus entstehenden Stimmungsschwankungen sind Betroffene voll
ausgeliefert.

Damit niemand merkt wie schlecht es einem Betroffenen wirklich geht, haben sie sich eine Maske erarbeitet. Die Maske zeigt nach außen den
starken, fröhlichen Menschen. Der sie eigentlich nicht sind…..

Egal wie schlimm es ist….

Egal wie sehr sie weinen müssen…..

Egal wie verletzlich sie sind…. 

Die Maske sitzt und der Betroffene spielt den Clown.

Diese unterdrückten Gefühle stauen sich innerlich an. Sie bringen das
Gefühlsfass zum überlaufen.

Entweder sie explodieren dann, oder sie fühlen eine kalte innere Leere…..

Man muss sich vorstellen wie es ist, sich selber nicht mehr zu spüren….? 

Um sich zu spüren fügen sich manche Betroffene unglaubliche Schmerzen zu: ritzen, verbrennen, sich selber schlagen usw..

Oder sie fallen in einen dissoziativen Zustand. Sie flüchten dann in eine
bessere Welt um den emotionalen Schmerz nicht länger ertragen zu
müssen.

Ein Leben wie auf der Autobahn…..

Ein Leben auf der Überholspur….. 

Immer im Hochrisikobereich…..

Immer im Extrem….

Ohne Rücksicht auf sich selbst oder andere…..

Wissen nicht wer sie sind oder sein wollen…

Andere können immer alles besser….

Ich kann nichts….

Ich hasse mich…. 

Mir darf es nie gut gehen, ich bin so wütend voll Trauer…..


Dies ist ein kleiner Teil, der Welt eines Betroffenen.

Betroffene tragen Masken und lassen uns nur so viel sehen von sich, wie sie wollen.

Sie leben nicht, sie sterben ein Leben lang. 

Warum ritzen sich manche Betroffene:

Es geht darum dass es Ihnen genau in dem Moment etwas bringt. Egal wie sie sich verletzen, sie spüren sich. Damit ist nicht gemeint dass
sie ihren eigenen Puls spüren. Sie spüren ihren eigenen Körper an
sich. Sie bekommen das Gefühl noch da zu sein. Es löst diesen Druck
und/oder dieses heftige Gefühl im Bauch , was für den Betroffenen
unerträglich ist. Sie wollen diesen Druck unbedingt weg bekommen und
weiter zu machen. Der Schmerz durch das Ritzen ist wie ein Ventil.
Ein falsches Ventil. Aber es ist eins und nur darum geht es.


Jetzt kannst Du vielleicht ermessen warum sich ein Betroffener nicht selbst therapieren kann. Die Therapie hilft mit der Krankheit umzugehen. Geheilt werden kann sie nicht.


Persönlichkeitsstörungen wie Borderline sind in aller Regel chronisch, dementsprechend ist eine vollkommene Heilung normalerweise nicht möglich. 

Was allerdings möglich ist, ist bestenfalls eine Remission, also eine Symptomfreiheit - wenn auch unter Medikation oder während einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung.

Selbst behandeln kann man Persönlichkeitsstörungen nicht - sofern denn wirklich eine solche besteht. Gerade im psychiatrischen Bereich gibt es eine unglaublich hohe Rate an Selbstdiagnosen - Hilfe, ich habe Borderline, bin schizophren oder ein Psychopath.

Das liegt schlichtweg daran, dass psychische Störungen ein Extrem normal vorkommender charakteristischer Züge sind, nur weil man also Angst vor Spinnen hat, ist man nicht gleich an einer Angststörung erkrankt. Genauso ist man kein Psychopath, nur weil man sich nicht gut in andere Menschen einfühlen kann.

Die Symptome, die als Merkmale einer psychischen Störung klassifiziert sind, kennen wir alle in gewisser Stärke - wir alle haben mal Angst, bilden uns mal etwas ein oder haben mal einen schlechten Tag. Das ist normal und menschlich und deutet noch in keinster Weise auf eine psychische Störung hin.

Eine psychische Störung wird es erst dann, wenn der Betroffene immer wieder panische Angst vor bestimmten Dingen hat und wegen eigentlich alltäglicher Dinge in einen schlimmen Zustand verfällt, oder immer wieder Stimmen hört, die ihm etwas befehlen, Übernatürliche Dinge sieht oder mehrere Wochen lang von Antriebslosigkeit, Suizidgedanken, Interessens-/Freudverlust, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit überfallen wird und die Freude am Leben verliert.

Alles andere ist natürlich auch schlimm, keine Frage, aber keine psychische Erkrankung. Nicht jeder Pessimist ist depressiv.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Krankheiten bestehen aus Symptome..... Symptome sind Ursprung von Gedankengängen oder Gefühlen, mit denen kaum Umgang gefunden werden kann oder Erlebnisse, die noch immer prägen oder das das eigene Sein das Verhältnis zwischen Individualität und Anpassung völlig verloren hat..... Und was auch immer die Gründe sind, so spiegelt es sich im Verhalten wider.

Der erste Schritt kann also sein, die Symptomatiken kennen- und zu verstehen lernen. Eine große Auseindersetzung mit dem eigenen Sein beginnt.

Manche haben sich nur etwas 'im Leben verlaufen', andere Menschen sind bereits weit abgetrieben und werden kaum 'Land ohne Leuchtturm' finden. Weil Menschen unterschiedlich sind, so braucht auch jeder Mensch andere Wege.

Höre auf Dein Herz....  probiere Dich aus, sammle Erfahrungen. Das ist im Leben sehr wichtig.

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