Denkt ihr ich soll mein Studium abbrechen - ja oder nein?

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3 Antworten

Da halte ich wenig von. "Unreif" sind im Studium viele, das hat nicht zwingend etwas mit dem Alter zu tun. Natürlich ist das für dich eine neue Situation - für die anderen aber auch. Und ein Jahr zu arbeiten bereitet dich auch nicht auf das Studium vor. Dazu kommt, dass du als nichtstudierender Arbeitnehmer versicherungsrechtlich (Krankenversicherung) einiges zu klären hast. Bafög kriegst du nächstens Jahr nicht unbeschränkt, sondern regelmäßig nur im Rahmen der Höchstförderdauer. Und wenn du nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit die Zwischenprüfung schaffst (drei bis vier Semester) wirds dir auch gestrichen. Außerdem droht dir im Extremfall sogar eine Rückforderung des Bafögs, wenn du gar nicht studierst, sondern eigentlich nur jobben willst. Wenn du zudem nur auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (aktuell 450 Euro) arbeiten willst, ist das aus meiner Sicht wegen der Krankenversicherungskosten wirtschafltich Quatsch.

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Im Normalfall bewegt man sich im Leben vorwärts und nicht zurück. Wenn du jetzt eine Ausbildung machst, fängst du regulär im nächsten Jahr an und bist je nach Ausbildung mit 22/23 fertig. Mit einem Ausbildungsgehalt und wenn Mami und Papi nicht mitfinanzieren, kann man nicht reisen, das setzt ein Gehalt voraus. Solltest du nach der Ausbildung sofort eine tolle Arbeitsstelle bekommen kannst du zwar reisen aber ich nehme an, dass du auch irgendwann mal von zuhause ausziehen möchtest, auch das kostet nicht gerade wenig Geld. Dann bist du meinetwegen 25/26 und dann? Gibst du alles auf und fängst an zu studieren?

Das Leben ist keine Reise Zugreise von Hamburg nach München die sich planen lässt. Vielleicht lernst du zwischenzeitlich einen Mann kennen und gründest eine Familie... Man kann keine Jahre vorausplanen, nicht in dem Alter, nicht wenn man sich gerade einen existentiellen Grundstein legt. Mir entgeht auch der Sinn zu exmatrikulieren um sich im nächsten Semester wieder für den gleichen Studiengang einzuschreiben. Das ist rein vergeudete Zeit. Es ist nunmal im Leben nicht alles einfach, man kann sich nicht überall nur die Rosinen rauspicken und weglaufen wenn es anstrengend wird.

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Dir ist aber schon klar, dass du für die Sachen, die du da aufzählst, durchaus eine gewisse Reife und starke Nerven HABEN solltest, oder?

Während des Studiums kann man (sollte man!) genauso reifen, nur hat man da nur aus einer Richtung Druck.

Von einem Mini-Job wirst du nicht groß reifen, schon gar nicht, wenn du nebenher das Bafög-System ausnutzt, um eine ruhigere Kugel schieben zu können und weiter daheim wohnst. Mit dem Plan lügst du dir selbst in die Tasche.

Wenn du das Semester weiterlaufen lässt, wird es dir sowohl bei der Semesterzahl im Fach als auch bei der Bafög-Höchstförderungsdauer angerechnet.

Wenn du reifen willst, fang jetzt damit an. Den Führerschein kann man problemfrei neben dem Studium machen. Wenn du schneller reifen willst, zieh daheim aus und steh auf eigenen Füßen. Lerne, mit den Anforderungen im Studium klarzukommen. Nicht anders funktioniert das mit dem Reifen. Im Moment willst du es dir nur leichter machen.

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Kommentar von Jerne79
02.11.2016, 14:56

Ach, und wenn du im Ausland reifen möchtest: Mach ein Auslandssemester. Das ist allemal sinnvoller als "ein wenig reisen".

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Kommentar von ichbinmelli
02.11.2016, 14:58

Das stimmt schon, aber ich komm damit halt gerade wirklich nicht klar.. Ich bin zur Zeit auch einfach nicht so selbstbewusst, weil ich die Pille abgesetzt habe und meine Haut jetzt sehr schlecht geworden ist und das zieht mich auch extrem runter.. Und ich war mit einem Kommilitone mal zusammen und das ist auch nicht so toll.. Und alles zusammen verdirbt mir total die Lust in die Uni zu gehen

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