Ist unsere Politik wirklich demokratisch oder bloß noch eine Diktatur der Finanzmärkte?

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6 Antworten

Ja, natürlich ist unsere Politik noch demokratisch. Allerdings verdrängen die allermeisten Menschen ganz deutlich was "demokratisch" bedeutet.

Demokratie heißt die Herrschaft geht vom Volk aus. Das tut sie auch, wenn eine gewisse Herrschaft von Unternehmen und Konzernen ausgeht, denn diese sichern in Deutschland Arbeitsplätze, was wiederum die soziale Ruhe und den Wohlstand sichert.

Die Politik ist dafür da dieser Herrschaft der Wirtschaft vernünftige Grenzen zu setzen.

Dies wird sicherlich dadurch gehemmt dass einige Politiker sich saftige Vorstandsposten nach ihrer Karriere versprechen, aber der eigentliche Löwenanteil der aktuell desaströsen Situation ist der Talentmangel in der Politik.

Was glaubst du warum die Deutsche Bank zum Teil Gesetzesvorlagen für den Bundestag schreibt, mh? Weil kein Mensch der sich mit Investmentbenking so gut auskennt, dass er dazu Gesetze schreiben kann in die Politik geht. Denn 14.000 Euro pro Monat für zwei Wohnsitze und ein Abgeordneten Büro zu Hause + Unterhalt für die Familie ist längst nicht so attraktiv wie 300.000 Euro Jahresgehalt + Prämie + Provision + privater Börsenhandel.

Die Politik ist zu einem großen Teil auch hilflos, weil ihr einfach die neutralen Experten fehlen.


voayager 27.02.2017, 00:14

aha, ein Weißwäscher des Kapitalismus meldet sich da zu Wort !

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MaxNoir 27.02.2017, 09:48
@voayager

Aha, eine dogmatische Linke meldet sich zu Wort.

Anstatt hier mit solchen rhetorischen Nebelkerzen um dich zu werfen, solltest du lieber einmal Gegenargumente liefern.

Aber das können die Extremisten nie. Sie können nur Emotionen wecken.

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pasixundy 27.02.2017, 10:27

Demokratie heißt die Herrschaft geht vom Volk aus. Das tut sie auch, wenn eine gewisse Herrschaft von Unternehmen und Konzernen ausgeht, denn diese sichern in Deutschland Arbeitsplätze, was wiederum die soziale Ruhe und den Wohlstand sichert.

Damit behauptest du, für eine gute Politik reicht es schon, den allermeisten grade soviel zu geben, das sie etwas zum leben haben. Also ihnen geht es nicht so schlecht, dass sie Anfangen zu rebellieren.

Die eigentlichen Bedürfnisse der Menschen werden nicht berücksichtigt...

Die Politik ist dafür da dieser Herrschaft der Wirtschaft vernünftige Grenzen zu setzen.

Das tut sie schon lange nicht mehr...

Was glaubst du warum die Deutsche Bank zum Teil Gesetzesvorlagen für den Bundestag schreibt, mh? Weil kein Mensch der sich mit Investmentbenking so gut auskennt, dass er dazu Gesetze schreiben kann in die Politik geht.

Die Finanzmärkte haben doch selbst keine Ahnung, sie sind nur auf eins aus, nämlich auf schnellen Profit. Dafür gibt es mehre bsp zb. Liberalisierung der Bankgeschäfte in Amerika(Clinton), oder auch in Deutschland. Die Finanzkriese war ja eine Kriese der Banken...

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MaxNoir 27.02.2017, 10:38
@pasixundy

Ich bin mir sicher DU hast keine Ahnung davon was MEINE Bedürfnisse sind. Die Politik ist nicht dafür da meine Bedürfnisse zu befriedigen, sondern sie ist dafür da mir zu ermöglichen mir meine Bedürfnisse SELBST zu befriedigen.

Klassisch autokratisches Linksgetue, der Staat und die Politik muss für alles sorgen und wenn es mir nur etwas schlecht geht oder mir nur etwas fehlt, dann ist der Staat daran schuld.

Ein einfaches "das tut sie schon lange nicht mehr" reicht nicht.

Es heißt 1. Krise und 2. natürlich gibt es in der Finanzwelt Menschen die von den Geschäften Ahnung haben. Sonst könnten sie diese Geschäfte ja nicht erfolgreich durchführen.

Völlig sinnloser Kommentar. Linker Dogmatismus ist einfach so widerlich. Da fällt es mir echt immer wieder schwer auf dem Wahlzettel Links anzukreuzen, wenn ich befürchten muss mit solchen Leuten in einen Sack gesteckt zu werden.

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Die Politik ist wirtschaftshörig.
Die Finanzmärkte haben keine demokratische Legitimation.
Es wäre Aufgabe der Politik die Finanzmärkte zu regulieren, wie allgemein die Wirtschaft ebenso.

Da man aber neoliberalisiert liefert man sich willfährig dem Treiben aus.
Den Vogel abgeschossen hat die SPD mit der Agenda 2010, gleich gefolgt von der Austeritätspolitik der CDU.
Die Geister die man rief wieder loszuwerden, ist etwas worüber die Politik gar keine Ideen hat.

Formal haben wir zwar eine Demokratie, tatsächlich gibt es eine Diktatur der Konzerne allgemein, die des Finanzkapitals insbesondere.

Wie sieht es denn aktuell mit TTIP aus?

Sieht das vielleicht danach aus, dass die Leute mit dem meisten Geld die Entscheidungen treffen?

Was für Abkommen mit Afrika meinst du?

pasixundy 26.02.2017, 21:32

Wie sieht es denn aktuell mit TTIP aus?

TTIP kam über CETA, das ist genau das gleiche, bloß dass die amerikanischen Firmen über Briefkastenfirmen et. agieren müssen.

Sieht das vielleicht danach aus, dass die Leute mit dem meisten Geld die Entscheidungen treffen

Eben da Entscheidungen getroffen werden, welche nicht dem wohl der Menschen dienen, sondern den der Konzerne, sodass die ihren Gewinn maximieren können.

zB. CETA Genmais, freier Waffenhandel, Schlechtreden/Systematische Zerstörung des Sozialstaates

Was für Abkommen mit Afrika meinst du?

http://www.zeit.de/kultur/2016-07/westafrika-freihandelsabkommen-eu-fluechtlinge-hafsat-abiola

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teafferman 26.02.2017, 22:07
@pasixundy

Trump meinte ja mal, TTIP wolle er nicht und hat es erst mal auf Eis gelegt. 

So sieht es So sieht es aktuell zum Thema aus. 

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vitus64 26.02.2017, 22:18
@teafferman

Eben. Genau das meinte ich auch. Und das passt dann wohl nicht zu deiner Behauptung, dass das Kapital regiert.

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Die Frage ist gar nicht mal so verkehrt.

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