Denkt ihr die muslimischen und nicht muslimischen Anwohner in Deutschland verstehen sich viel besser miteinander, als das der Fall um 1990 in Belgrad war?

7 Antworten

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Das kannst du nicht vergleichen mit Deutschland. In Jugoslawien gibt es verschiedene historisch gewachsene Volksgruppen, die teilweise auch eine unterschiedliche Religion haben. Jede Gruppe beansprucht einen Teil des Landes für sich. Und alle fühlten sich von den Serben unterdrückt.

Wenn du das auf Deutschland übertragen willst, hättest du z.B. Bayern gegen Brandenburger. Oder so. Nicht aber Christen gegen Muslime. Die Muslime in Deutschland erheben keinen Anspruch auf bestimmte Gebiete, sie leben überall gemeinsam mit den Christen.

Was die Zivilisation angeht, so scheint die in Extremsituationen schnell verloren zu gehen. Wenn du dir Menschenrechtsverletzungen in Kriegsgebieten ansiehst, hast du das ebenso bei Amerikanern, wie Serben, Russen, Araber, Chinesen, usw. In der Regel kommt das davon, dass die Leute gehirngewaschen sind und den jeweils anderen als Feind, als Untermensch, als Tier definieren.

Weil man das aber weiß, reagieren viele allergisch darauf,, wenn andere im Internet schreiben über "Tiere", "Zecken", "menschlichen Müll" usw. Denn dieses Denken führt letztendlich zu Unmenschlichkeiten.

Jugoslawien war ein zusammengestückeltes Land. Von Tito zusammen unter dem Sozialismus gehalten. Nach seinem Tod wollten die Länder wieder ihre Unabhängikeit und es kam zu diesen Streitereien und zum Krieg. Wäre wohl so bei uns nicht möglich. Ich glaub nicht dass unsere diversen Bundesländer wieder Einzelstaaten sein wollen, zumal die ja nicht in einer Diktatur leben und es im zusammen geschloßenem DE unter Bismarck keine muslimischen deutschen Staaten gab. Der hatte aber auch einen Kulturkampf gegen die Katholiken angezettelt, war ja ein preußischer Protestant und die Bayern reden auch heute noch immer liebevoll von den "Saupreußen".

Das kannst Du alles gar nicht miteinander vergleichen.

Wie kamen Muslime auf den Balkan?

Als die Osmanen versuchten Europa zu erobern marschierten sie durch den Balkan Richtung Wien. In den eroberten Gebieten erfolgte die Zwangsislamisierung. Dies wurde dadurch erreicht, indem man die Menschen in den eroberten Gebieten in ihren Rechten beschnitten hatte, sowie durch Zwangssteuern.

Diejenigen die dabei dem osmanischen Druck nachgaben, waren die Menschen aus Bosnien und Herzegowina.

Daraus resultierend wurden diese Menschen auf dem Balkan mit Mißachtung betrachtet.

1941 marschierte die deutsche Wehrmacht in das Königreich Jugoslawien ein, und zerschlug das Königreich. Muslime gründeten das sogenannte Ustascha Reich unter dem neuen Führer Ante Pavelic. Unter der Schirmherschaft von Adolf Hitler bekämpften diese orthodoxe Christen und Juden. Diese wurden dann durch Titos Partisanen und den orthodoxen Tschetniks bekämpft, worauf die Muslime 1943 Hitler ihre Liebe und Loyalität aussprachen. Dies führte 1943 dann zur Rundreise des Muftis von Jerusalem, der die Hoffnung auf einen islamischen Staat bestärkte.

Die Folge.....250.000 Tote.

Zitat von Heinrich Himmler:

Ich persönlich habe gegen den Islam gar nichts. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion

Muslime kämpften für Hitler an allen Fronten.

Wir wissen alle wie das ausging.

Tito mit seinen Partisanen gründete das kommunistische Jugoslawien. Tito hielt den Deckel auf dem Topf. Tito wollte ein Volk.

Als dann der Kommunismus in den Ostblockstaaten zerbrach, kam es zur Quittung.

Diese Situation haben wir nicht in Deutschland.

Jugoslawien war alles andere als zivilisiert 80% meiner Verwandtschaft hat noch nie eine Schule betreten. Und dann kamen noch Verrückte an die Macht das den Fass zum überlaufen gebracht hat. Erst als man sich hier in der Schweiz ein Leben aufgebaut hat ging es wieder bergauf.

Das war ein Kampf orthodoxer Christen gegen Muslime und umgekehrt, und die Christen haben sich da nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenn man an Srebrenica denkt.

Allerdings war das auch durch politische und religiöse Führer angetrieben worden, viele Bürger dachten nicht so. Zu meinen Nachbarn gehörte mal ein serbisch-bosnisches Ehepaar, die sich erst in diesen Tagen kennengelernt hatten.

Es braucht meistens Einen, der erst ein kleines politisches Feuer legt, damit sowas in dieser Form eskaliert. Und da kommt wohl die größte Gefahr bei uns nicht aus ner Moschee oder Kirche, sondern von Rechts.

Es ging um Boden. Es war kein religiöser Konflikt.

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@Nutzer04040

Die Täter waren aber christlich Orthodoxe. Bürgerkriege werden nie um Boden geführt.

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@FresherKnilch

Ja waren sie aber haben sie im Namen Gottes getötet oder wollten sie eine Zerteilung verhindern? Das letztere trifft tu..

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@Nutzer04040

Man richtet man also 8000 wehrlose Männer, die alle samt einer anderen Religion angehören, hin, um eine Spaltung des Landes zu verhindern? Wie soll das zusammen gehen?

Da sollte maximal verhindert werden, dass Muslime auch was vom Kuchen abbekommen. Dann ist der Antrieb zwar statt Religion reiner Egoismus, aber er umfasste nur eine spezielle Glaubensrichtung. Das ändert an den Vorfällen nichts.

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Es gab auch Massaker an Christen, die indes niemanden interessieren.

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Es ging viel mehr um Serben gegen Bosnier als um Christen gegen Muslime, es war ein ethnischer, kein religiöser Konflikt.

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