Denkt ihr, dass Selbstmord ein selbstbestimmtes Recht oder eine egoistische Tat ist?

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9 Antworten

Kommt auf den Blickwinkel an. Ich tendiere zu einem Recht, denn die Tat hat keine negativen Auswirkungen auf die Rechte von anderen. Zwar könnten andere dadurch traurig gemacht werden, aber jemand anderes traurig zu machen ist nicht verboten.

Es wären sogar beide Vermutungen vereinbar. Man könnte sich widerspruchsfrei auf den Standpunkt stellen, es sei ein Recht und es sei egoistisch.

Da viele Selbstmordgefährdeten aber nur nach genau so eine Legitimation warten, weil sie sie sich selbst nicht geben wollen, nach dem Motto "Ihr habt gesagt, ich darf das", (was kranke Menschen in "Ihr wünscht das, sonst dürfte ich es nicht." umdichten würden) würde ich das Recht künstlich beschneiden. Das ist der andere Blickwinkel.
Dass die Suizidgefährdeten nur auf eine Legitimation warten zeigt, dass sie diese einfordern, denn es ist zunächst davon auszugehen, dass egal ob man das Recht dazu hat oder nicht, nach dem Tod man nicht dafür bestraft werden kann. (Okey, ich will jetzt aber auch keine religiöse Debatte anstoßen).

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Sehr philosophisch und sicher nicht leicht zu beantworten. ich denke, hier muss man insbesondere die Motivation einbeziehen btw. ich hoffe ich mach hier jetzt nicht deine Ethik Hausaufgaben ;)

Natürlich kann man sagen, dass jeder ein Recht auf Selbstbestimmung hat und ich kann auch Argumente wie leid, schmerz etc. in diese Richtung tatsächlich nachvollziehen und verstehen. Das heißt ja, als Individuum hast du (in meinen Augen) ein Recht darauf zu sagen: Ich möchte nicht mehr.

Deiner Familie und Freunden gegenüber ist es natürlich unfair, sich so aus der Situation zu stehlen und es verursacht auf jeden fall Leid auf dieser Seite.

Da muss das Individuum eben abwiegen

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Ich würde es eher als Selbstbestimmung bezeichnen.

Die Gründe für den einzelnen sind verschieden.
Ich sehe es als letzten Schritt einer völlig ausweglosen Situation.

Deswegen würde ich Egoismus nicht mit einbringen. Ein Egoist handelt auf Eigenvorteil bedacht. Der Suizid hat nach meiner Auffassung kaum einen echten "Vorteil", abgesehen von den vermutlich übelsten Konsequenzen, die man damit umgeht.

Ist aber viel zu umfassend, um einfach so darüber zu urteilen und die Beweggründe des einzelnen zu globalisieren. Die Perspektive eines Menschen ist in jedem einzelnen Fall entscheidend.

Grüße, ------>

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Für mich überwiegt klar der Egoismus. Jeder Mensch kann etwas Gutes mit seinem Leben anfangen (arbeite ehrenamtlich z.B. in einer Obdachloseneinrichtung). Wenn das Leben unerträglich scheint: Änder es! Wenn du noch nicht 18 bist: Warte! Der Tod kommt auf jeden Fall, den muss man nicht beschleunigen.

Die Familien/Freunde/Lehrer von Selbstmördern leiden noch Jahrzehnte unter der Tat. Das finde ich unverantwortlich und extrem ich-bezogen von den Selbstmördern.

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Kommentar von Piratin2000
18.11.2016, 15:20

Und es ist nicht ich bezogen von der Person zu verlangen, dass sie weiter lebt damit man sich besser fühlt?

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Eine ganz persönliche Begründung, warum es unbedingt sein muss, wird jeder finden, der sich ernsthaft damit beschäftigt.

Für mich als "Außenstehender" ist es jedoch ein "Davonlaufen" vor Problemen.


 

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Jeder ist für sich und seine Taten selbst verantwortlich.  Wenn sich jemand dazu entscheidet sich umbringen zu wollen, ist es seine eigene Endscheidung.

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Es ist beides. Und es kommt auf die Situation und das Umfeld an.

Da könnte man jetzt ewig drüber philosophieren. Ich lehne es ab.

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Schon egoistisch, wegen Familie und freunde.
Die menschen die dich lieben werden leben lang darunter leiden.
Kommt aber auch darauf an, wie man sich umbringt
Ich finde das so respektlos und egoistisch, wenn sich Leute vor dem Zug schmeißen
1. die menschen im zug könnten einen sehr wichtigen Termin deswegen verpassen
2. die menschen, die das mitbekommen können ebenfalls traumatisiert werden.

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Oft ist es eine Verzweiflungstat. 99% der Menschen die einen Suizid Versuch überleben bereuen den Versuch. 

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