denkt ihr das das bildungssystem in deutschland für jeden die gleichen möglichkeiten anbietet?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Das ist ein sehr komplexes Thema, mit welchem auch die größten Politiker überfordert zu seien scheinen.

Zuerst einmal gibt es ja die Frage, wozu man in einem ach so vereinten Deutschland 16 verschiedene Bildungssysteme braucht.

Danach folgt die Frage, wieso der Staat ärmeren Familien nur den Schulbesuch bis zur 10. Klasse bezahlt, und keinen höheren Abschluss. Danach könnte man denken, dass der Staat eines der höchsten Güter Deutschlands (die Bildung) den ärmeren Kinder vorenthält.

Nun die Frage, warum gibt es keine Bundeseinheitliche Hochschulreife/Fachhochschulreife (Abitur/Fachoberschule).

Viele weitere Fragen bleiben noch...

Ergebnis wird sein, dass die derzeitige Politische Führung von Banken- und Rüstungslobbyisten geleitet wird und somit nur wirtschaftliche Interessen verfolgt werden.
Das kann keine Gleichheit des Bildungssystems ermöglichen!

nein, definitiv nicht.

unser elementarer nachteil besteht in dieser bescheuerten auswahl durch die lehrer nach der 4. klasse. etliche punkte führen da zu extrem negativen effekten, die sich letztlich in pisa widerspiegeln:

  • dritte und 4. werden vorwiegend von frauen, welche es sich möglichst bequem machen wollen, unterrichtet. dass diese lehrerinnen wenig motiviert sind, für was auch immer, ist leicht vorstellbar.

  • durch diese subjektive auswahl fällt für die lehrer jegliche leistungsanforderung weg. sie empfehlen relativ, nicht nach einem allgemeinen festgelegten standard. früher, zu meiner zeit, war es so, dass lehrer ganz entscheidend nach dem anteil bewertet wurden, den sie auf das gymnasium brachten (bei zentralen aufnahmeprüfungen, welche bundesland einheitlich durch geführt wurden). diese bewertung durch die eltern war ein extremer ansporn für die damaligen lehrer, der leider komplett verschwunden ist.

  • die lehrer entscheiden nach inoffiziellen vorgaben wie viele kinder auf welche schule geschickt werden (das kultusministerium lässt durchsickern welche prozentanteile insgesamt am "günstigsten" wären. rein zufällig trifft das dann auf die klasse zu).

  • lehrer schicken zuerst alle lehrerkinder auf das gymnasium, dann kinder von promovierten akademikern, anschliessend nicht promovierte akademiker, zum schluss noch was vom rest. da sie diesen inoffiziellen schlüssel des kultusministeriums anwenden, ist es durchaus möglich, dass bereits kinder von akademikern nicht aufs gymnasium empfohlen werden. andere haben kaum eine chance.

unsere bildungsmisere würde deutlich verringert, vielleicht sogar verschwinden, wenn wir wieder zentrale aufnahme prüfungen für die weiterführenden schulen zur pflicht machen würden, da bin ich mir ganz sicher. auf alle fälle ist dieses empfehlungssystem vollkommen untauglich wenn es um chancengleichheit geht.

annokrat

Nein. Komplette Gleichberechtigung ist wahrscheinlich sogar unmöglich, aber grundsätzlich könnte man da schon noch einiges ändern in D.

Definitiv nein. In keinem anderen Industrieland ist die "Siebung" bzw. die Selektion nach sozialen Klassen so krass wie in Deutschland. Die "Schichtdurchlässigkeite" ist hier auch sehr gering, die Falltür geht nur nach unten - nach oben kommt kaum einer, der nicht schon immer da war.

Reiche Menschen und Politiker schicken ihre Kinder nicht auf staatliche Schulen.

Von daher ist es schon zweigleisig.

Arme haben nicht das Geld für Nachhilfe oder spezielle Förderungen, die man immer selbst zahlen muss.

geh in die Bildungseinrichtungen,Universitäten und sag was du gesehen hast.

Was möchtest Du wissen?