Denke seit dem Tod meiner Mutter immer wieder dass ich mich auflöse?

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9 Antworten

Hallo Jainsagerin,

erstmal mein aufrichtiges Mitgefühl. Trinke bitte ein Glas möglichst kaltes Wasser - das wird Dir gegen diese schlimmen Gefühle helfen.

Und: Du wirst Dich weder auflösen, noch sterben, bitte glaube mir. Das alles ist eine vollkommen normale Reaktion auf den Verlust, den Du erlitten hast. Da sind viele Gefühle: Trauer, Wut, Enttäuschung und das alles ist verwirrend und verunsichernd zugleich. Aber alles wird gut, bitte glaube mir.

Lasse uns in Ruhe darüber reden, okay? Bitte melde Dich gleich, nachdem Du das Wasser ausgetrunken hast - ich bin hier :) und warte auf Dich...

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Hallo jainsagerin,

es tut mir sehr leid, dass Du in Deinen jungen Jahren bereits so etwas Schreckliches durchmachen musst! Mein herzliches Beileid! Es gibt sicher kaum etwas Schlimmeres, als seinen Vater oder seine Mutter durch den Tod zu verlieren. So hat der Verlust Deiner Mutter ganz sicher ein riesiges Loch in Deinem Leben entstehen lassen und Du weißt nicht, wie Du mit dem daraus entstehenden Gefühlschaos umgehen kannst. Da es Dir immer wieder sehr schlecht geht, rate ich Dir, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Offenbar schaffst Du es nicht, aus eigener Kraft mit Deiner schweren Trauer umzugehen. Anderen in einer ähnlichen Situation geht es oft genauso und so ist oftmals professionelle Hilfe unvermeidbar. Darüber hinaus kannst Du auch selbst einiges tun, um mit dem Gefühl der Trauer besser leben zu können.

Man hat festgestellt, dass man sich durch Weinen Erleichterung verschaffen kann. Wenn Du daher das Gefühl hast, weinen zu müssen, dann lasse Deinen Tränen feien Lauf. Andererseits kann es jedoch auch sein, dass Du gar nicht weinen kannst. Das ist nicht unnormal und Du solltest nicht denken, dass Du Dich zum Weinen zwingen musst.

Um die Trauer besser zu verarbeiten, wäre auch das Führen eines Tagebuches von Vorteil. Darin könntest Du z. B. einige schöne Erinnerungen an Deine Mutter festhalten oder notieren, was Du Deine Mutter noch gern gesagt hättest. Oder schreib zwei oder drei Fragen auf, die Du Deiner Mutter noch gern gestellt hättest.

Manchen jungen Leuten ergeht es so, dass sie von Schuldgefühlen geplagt werden. Da sie möglicherweise glauben, etwas zu tun versäumt zu haben, fühlen sie sich mitschuldig am Tod Ihres lieben Angehörigen. Solche Gefühle können durchaus auftreten. Dennoch sind sie eigentlich fehl am Platz. Wenn der Betreffende gewusst hätte, was passieren wird, hätte er wahrscheinlich das eine oder andere anders gemacht.

Ein guter Rat ist auch, mit jemanden, dem Du vertraust, über Deine Gefühle zu sprechen. Allein schon mit jemandem über seine inneren Empfindungen sprechen zu können, kann zu großer Erleichterung führen. Falls Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass Du Dich jederzeit an ihn im Gebet wenden kannst. In der Bibel findest Du die Aufforderung: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht." (Psalm 62:8) Der größte Trost für einen Trauenden ist jedoch das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zu erwecken. Jesus Christus erklärte seinen Jüngern einmal: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung ...." (Johannes 5:28, 29) Kannst Du Dir die Freude vorstellen, Deine Mama dann wieder in die Arme schließen zu können?

So schmerzlich der Tod eines lieben Angehörigen doch ist, er wird durch dieses Versprechen ganz sicher abgemildert. Ich wünsche Dir für die Zeit der Trauer viel Kraft und Menschen an Deiner Seite, die Dir reichlich Kraft und Trost spenden!

Übrigens: Das, was Du geschildert hast, können durchaus Panikattacken sein, die zwar das Gefühl entstehen lassen, Du müsstest sterben, doch sind diese keineswegs lebensbedrohlich. Denke vor allem daran: Panikattacken kommen und gehen wie eine Welle und außer diesem sehr unangenehmen Gefühl passiert weiter nichts mit Dir. Dennoch zeigen die Panikattacken, wie dringend Du Hilfe benötigst. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Guten Morgen!

Ich kann den schmerzlichen Verlust, deine Trauer und die damit verbundene tiefe Traurigkeit sehr gut nachvollziehen!

Dein Empfinden der Hilflosigkeit und dem damit verbundenen seelischen Schmerz, ist absolut verständlich. Kein Wort des Trost kann einem in dieser Situation helfen und das Gefühl der Ohnmacht scheint dich zu erdrücken.

Mein Rat an dich, wende dich an einen vertrauensvollen psychologischen Arzt. Gesprächstherapie und Verstanden werden, unter fachlicher kompetenter Leitung kann dir auf deinem schweren Weg der Trauerbewältigung helfen. Deine Hausärztin kann dir für den Anfang Unterstützung geben und das notwendige Attest ausstellen.

Ich selber war durch ein Schicksalsereignis fast komplett aus dem seelischen Gleichgewicht geraten. Mein Leben war mit einer tiefen Schwere belastet und ich konnte vor lauter Schmerz keine Freude mehr fühlen.

Dank meiner sehr guten psychologischen Fachhilfe habe ich einen Weg gefunden, zu verstehen und zu verarbeiten und die lange verschwundene Freude am Leben, habe ich wieder gefunden. 

Ich möchte dir, in dieser schweren Zeit, Mut und Zuversicht geben.

Ja; die Zeit heilt wirklich gut die Wunden. Doch der Weg bis dahin, ist anstrengend und kostet viel Kraft. 

Nun schicke ich dir ganz liebe Grüße!

Sei umarmt, unbekannter Weise und denke immer daran: "Du bist nicht alleine!!!"

Johanna ( Mutter 1961, 55Jahre )

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Kommentar von karin69
21.02.2017, 08:46

Mutter61... Johanna... 

Danke für Deine tollen Gedanken und lieben Worte‼️👍

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Du fühlst Dich mit der momentanen Situation überfordert. Reden würde Dir sicher gut tun und Dich erleichtern. Hast Du niemanden, mit dem Du Dich ausprechen kannst?

Vielleicht würde es Dir auch helfen, wenn Du Dir ein einsames Fleckchen suchen würdest, wo Du Deinen ganzen Frust, Deine Ängste, Deine Wut, Deine Hilflosigkeit einfach einmal mit einem Urschrei hinausschreien könntest?

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Mein herzliches Beileid ebenfalls. 
Ich kann mich wohl ganz gut in dich hineinversetzen, auch meine Mutter ist vor ein paar Monaten verstorben. danach geht es mir unterschiedlich, aber das Gefühl, dass mein Geist mit dem Verstand und der Erinnerung im Schlepptau dauernd abdriftet (heute würde man das wohl 'Konzentrationsschwäche' nennen, habe ich dauernd. Ich weiß noch nicht, wie ich dagegen angehen kann und hoffe, dass ich hier eine Art und Weise finde, damit umzugehen. 

Da ich mich gern naturheilkundlich informiere und auch Außenseitermethoden zulasse (wie man das heute so nennt - früher war das alles ganz normal), informiere ich mich jetzt über früher gebräuchliche Ablösungsrituale.

Denn es ist ja so, dass ein ganzes Menschenleben nicht automatisch zuende ist, nur weil der physische Körper nicht mehr lebt. Ein Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Früher betete man immer für die Seele der Verstorbenen, damit sie ihre Ruhe finden.  

Ich wünsche dir, dass du etwas findest, das dir hilft.

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Das tut mir sehr leid das du deine mutter verloren hast das ist ein schmerzlicher Verlust und du bist noch nicht darüber hinweg . Geh zum Hausarzt und schildere deine Gefühle und dein befinden er kann dir sicherlich Adressen oder Telefonnummern geben die dir weiterhelfen werden . Du bist nicht alleine damit lass dir helfen ....... 

alles gute 

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Ich kann dich verstehen. Ich habe mit 23 meinen Vater verloren. 

Allerdings war nach 8 Monaten bei mir wieder alles..... naja gut kann man vielleicht nicht sagen.... sowas wird nie wieder gut (Die Zeit heilt keine Wunden). Aber ich habe mich halt aufgerafft. 

Du solltest vielleicht einen Psychologen aufsuchen. Der kann dich sicher unterstützen.

Ich persönlich habe den Fokus der Verarbeitung darauf gerichtet Dass ich als sein direkter Nachfolger ebenfalls Nachfolger/innen in die Welt setze und für sie das mache was mein Vater für mich getan hat. Nämlich Alles. Das wäre, denke ich, auch sein Wille gewesen. Und meine erste Tochter ist derzeit auf dem Weg ins Leben.

Ich wünsche dir alles Gute

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Hay herzliches Beileid , was du beschreibst  ist normal du vermisst deine Mama durch den Verlust is eine leere entstanden ein Loch . Du solltest dir wenn es so unerträglich ist was ich völlig nachvolziehen kann Psychologische hilfe suchen damit du besser damit umgehen kannst und damit du dich von dem Schmerz befreien kannst.

Ich wünsche das es dir bald besser geht.

Alles gute und Frieden

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ich lese die vielen antworten jetzt gar nicht, sondern möchte einfach meine anteilnahme ausdrücken

und

hoffe sehr und wünsche dir, dass du professionelle und mitmenschliche hilfe bekommst, vielleicht auch von GOTT.

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