Denke oft an vergangene zeit und habe Angst vor der zukunft?

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6 Antworten

Ich muss dich enttäuschen, aber du brauchst noch keinen Psycho-Onkel, denn ich selbst habe das auch mal durchlebt und sei dir bewusst, dass du nicht der Einzige bist auf der Welt, der vor diesem Schritt steht/stehen wird =)

Das Denken an die Vergangenheit weist daraufhin, dass du etwas getan hast, was du entweder bereut hast oder etwas, was dich geistig aufhält und nicht loslassen lässt. Es ist auch ein Zeichen der Vorsicht, weil du nach Fehlern suchst, um die Zukunft anders zu gestalten.

Dein Kopf spielt Szenarien der Vergangenheit durch und versucht dadurch einen "Butterfly"-Effekt auszulösen, der besagt, dass jede unterschiedliche Handlung in Vergangenheit, eine Auswirkung auf die Zukunft oder Gegenwart haben kann/wird/muss.

Nun solltest du aber an einen Punkt ankommen, an dem du dir im Klaren sein muss, dass du die Vergangenheit nicht ändern kannst. Niemand kann sie ändern und das ständige Denken an die Vergangenheit wird dich krank machen.

Mache dir klar, dass das Einzige, was du aber verändern kannst, ist die Gegenwart und damit auch die Zukunft. Auf gut Deutsch heißt es folgendermaßen:

-Dadurch, dass du ausziehst, wirst du deine Eltern nicht aus deinem Leben drängen. Du kannst sie jederzeit besuchen, du kannst ständig Kontakt halten (was normal ist) und es hat sich letztendlich nichts geändert, als dass du woanders schläfst.
-Du brauchst vielleicht Personen in deinem Leben, einen Lebenspartner, Haustiere, mehr Ablenkung und Aktivitäten
-Die Beziehung zu deinen Eltern kannst du jederzeit verbessern, indem du ihnen eine Freude machst ab und an. Du kannst sie öfter auch zu dir einladen, Abendessen auch mal auswärts zusammen.

Die Angst sie zu verlieren ist normal. Sie werden aber zu 100% gehen, entweder durch das natürliche Ableben oder durch die Entfernung. Doch nicht nur sie, sondern auch du irgendwann und deine Kinder werden sich dasselbe denken.

In solchen Zeiten rätst du Ihnen, dass sie sich keine Sorgen machen müssen und du freust dich auf jeden Kontakt. Daher mache dir keine Gedanken über Vergangenheit, sondern plane lieber deine Zukunft und lebe und genieße deine Gegenwart mit Familie und Freunden =)

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Kommentar von elcapitain
15.01.2016, 10:16

Das mit dem bereuen könnte schon stimmen, denn ich bin ein Mensch dem es eher schwer fällt seine Gefühle zu zeigen und ich habe meinen Eltern nie richtig gezeigt wie sehr ich sie liebe. Habe sie sogar eine Zeit lang mit ihrem Vornamen angeredet wenn ich daran denke kommen mir echt die Tränen. Aber viele Dank für die Antworten ihr habt mir echt geholfen! 

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Hallo!

Weißt du, der 1. Schritt in die "Freiheit" ist garnich so einfach wie man denkt.
Als ich auszog, war ich froh auf eigenen Beinen zu stehen, aber nach 2 Wochen ist mir total die Decke auf den Kopf gefallen und ich bin zu meinen Eltern gefahren übers WE (Sind 600km mit dem Zug also nicht grad billig).

Ich denke, du hast vielleicht Angst, weil du noch nicht weißt, was dich erwartet...bist behütet zuhause und ich denke du weißt auch, dass alleine Leben garnicht so einfach ist...

Sieh es so: Deine Eltern bleiben immer deine Eltern und du kannst bestimmt jederzeit zu Besuch kommen und sie werden sich freuen!

Wenn du aber wirklich starke Ängste hast (zBsp. Angst dass deine Eltern sterben könnten bei einem Autounfall oder so) und du deswegen Angst hast auszuziehen, ist vielleicht ein Termin beim Psychotherapeuten garkeine so schlechte Idee.

Der kann dann mit dir schauen woher diese unbestimmte Angst überhaupt kommt und was du tun kannst.´

Vielleicht bekommst du gerade aber auch einfach ein bisschen Muffensausen vorm "auf den eigenen Beinen stehen" :)
Das ist in Ordnung und geht vorbei sobald du eine Weile allein wohnst.

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Wenn Du Dich zu sehr mit der Vergangenheit und Zukunft beschäftigst, entgeht Dir das Gegenwärtige; also das, was aktuell ist; was weitaus mehr Priorität hat. Was wäre wenn...ist nicht das Leben, was ansteht. Schau, dass Du es Dir gutgehen lässt, egal in welcher Situation Du Dich befindest. Viel Glück für alles Weitere♡

Du kannst Dich jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar. Du hast dort die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Für den Fall, dass Du das mal für Dich in Anspruch nehmen möchtest...die Telefonseelsorge.

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Wenn du über die Vergangenheit nachdenkst, hast du das Gefühl bestimmte Dinge verpasst zu haben die du vielleicht mit deinen Eltern noch machen wolltest?

Dann nimm sie dir doch einfach für die Zukunft vor. Man besucht seine Eltern ja hin und wieder oder hat Urlaub.

Oder versuche einfach generell Rituale oder Dinge für die Zukunft zu planen die du mit deinen Eltern noch gemeinsam erleben willst.

Ich habe auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter und seitdem ich ausgezogen bin. Fahren wir ein- zweimal im Jahr zusammen in den Urlaub. Zwischendurch sehe ich sie nicht so oft. Aber das ist dann immer eine besondere Zeit.

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Meint ihr Ich sollte mit meinen Eltern darüber reden? Das wäre ein grosser Schritt für mich da es mir gerade was solche Themen angeht sehr schwer fällt mit jemanden darüber zu reden. Aber ich würde meinen Eltern echt gerne zeigen dass sie die wichtigsten Menschen in meinem leben sind damit wenigstens diese 'schuldgefühle' schonmal aufhören...

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Solche Stimmungsschwankungen macht jeder ab und an im Leben mal mit.Das heißt nicht,dass du dir gleich einen Termin beim Psychologen nehmen mußt.In der Regel sind das Phasen die auch wieder vergehen.Sollte es in einigen Wochen immer noch so sein,oder sollte sich das Ganze noch verstärken,kannst du immer noch über Hilfe von Aussen nachdenken.Es ist auch viel die Jahreszeit die einen so ein wenig "depressiv"werden lässt.Aber das Frühjahr kommt und dann gehts auch wieder aufwärts.


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Kommentar von elcapitain
15.01.2016, 10:06

Danke, ja daran habe ich auch schon gedacht, da ich fast jedes Jahr solche kleineren Tiefs hatte. Aber was mich echt wundert ist dass dieses negative Gefühl fast von einem auf den anderen Tag kam. Vor 1-2 Monaten war ich noch völlig unbeschwert, habe mir keine Gedanken über das alles gemacht und momentan denke ich fast an nichts anderes mehr. Ständig rechne ich aus wie alt ich sein werde wenn die selbe zeit die zwischen einem Ereignis an das ich denke und heute liegt nochmal vergeht. Es ist sogar mein erster Gedanke wenn ich morgens aufstehe und es macht mich echt fertig, da ich mich auf fast nichts mehr freuen kann und am liebsten den ganzen Tag bei meinen Eltern wäre wie ein kleines Kind :(

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