Denke darüber nach, mich umzubringen, weil niemand was mit mir zu tun haben will?

15 Antworten

Hallo cookiegirl16,

könnte es vielleicht sein, dass es Dir einfach an einem gesunden Maß an Selbstvertrauen fehlt? Wenn es so ist, dann hat das ganz sicher auch Auswirkungen darauf, ob und wie Du bei anderen ankommst. Wie aber kann man denn fehlendes Selbstbewusstsein aufbauen und stärken?

Es ist wichtig, dass Du gewisse Zusammenhänge erkennst, durchschaust und dann die richtigen Schritte tust.Versuche z.B. Dich möglichst nicht mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genauso wie Du. Jeder hat gewisse Persönlichkeitsmerkmale vererbt bekommen und ist in einer anderen Umgebung aufgewachsen. Aufgrund Deiner Einzigartigkeit ist es daher wenig sinnvoll, wenn Du Dich mit anderen vergleichst.

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt von denen, die Dich erzogen oder auch anderweitig beeinflusst haben. Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren? Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst. Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag Dich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen. Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du nicht perfekt bist.

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dich mit anderen zu vergleichen, dann fügst Du Deinem Selbstvertrauen Schaden zu. Vergiss nicht, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Dein eigentlicher Wert hängt nicht davon ab, dass Du genauso viel kannst und leistest wie andere. Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in Gottes Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, welchen Wert sie in Gottes Augen hatten. Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen.  Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7). Die Redewendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeuten, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er gleichsam die komplette Anzahl unserer Haare wüsste.

Es gibt auch eine ganze Reihe von Texten in der Bibel, die eindeutig belegen, dass Gott sich besonders der Benachteiligten und Niedergedrückten annimmt. Hier ist ein Text, der mir besonders gut gefällt: "Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat. Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.   Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, Und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen." (Psalm Kapitel 91, Vers 14 bis 16). Ich denke, dass es sehr lohnenswert sein kann, einmal einen genaueren Blick in die Bibel zu werfen. Dort lernt man den Gott kennen, der sogar der "Gott allen Trostes" genannt wird (2. Korinther, Kapitel 1, Verse 3 u. 4).

Je mehr man über ihn erfährt, desto größer wird der Wunsch, eine enge persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen. Ja es ist sogar Gottes ausdrücklicher Wunsch, seine Nähe zu suchen. Eine Freundschaft zu ihm zu erlangen, ist das Beste und Wertvollste, was man besitzen kann. Wer Gott zum Freund hat, der hat auch einen Helfer an seiner Seite, der mehr zu tun imstande ist, als jeder Arzt oder Therapeut. Das kann ich aus vielen Erfahrungen in meinem Leben bestätigen.

Ich hoffe, Du fühlst Dich mit all diesen Ratschlägen nicht überfordert. Du kannst sicher nicht von Heute auf Morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, umso mehr wirst Du Dich verändern und ausgeglichener über Dich selbst denken. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

Du darfst nicht krampfhaft versuchen etwas an dir zu ändern um bei anderen besser anzukommen. Das ist aufgesetztes Verhalten und, auch wenn nur unterbewusst, wird man das in deiner Wesensart auch merken.

Wenn du darüber nachdenkst dich umzubringen weil niemand was mit dir zu tun haben will, dann frag dich warum selbst du so wenig mit dir zu tun haben willst das du darüber nachdenkst dich umzubringen. Du solltest lernen dich zu mögen wie du bist und dir selbst ein guter Freund sein. Wenn du dich auf dich allein gestellt in deiner Persönlichkeit gefestigt fühlst, dann wirst du auch auf die richtigen Leute treffen mit denen du was anfangen kannst und die dich mögen wie du bist.

Freunde sollen das Leben bereichern, aber man soll nicht abhängig von ihnen sein.

Ich wünsch dir viel Erfolg und alles Gute - deine Gedanken kann ich allerdings gut nachvollziehen da es mir früher nicht anders ging und ich um Anerkennung anderer gerungen habe.

Also erstmal: solche Gedanken sind nicht unnormal. Man kann Selbstmord sozusagen als letzte Lösung in Betracht ziehen, ohne ernsthaft suizidgefährdet zu sein. 

Dennoch ist es nicht gut, wenn Du Dich isoliert und ungeliebt fühlst.

Ich kenne Deine konkrete Situation nicht, aber hatte ähnliches zu Schulzeiten. Bei mir fing es in der 7. Klasse an, als plötzlich alle auf den Trichter kamen, dass man nach der Jeans-Marke beurteilt wird. Da meine Eltern weder Geld noch Lust hatten, für eine Hose 150 Mark auszugeben, trug ich halt no-name-Hosen. Für mich nie ein Problem, aber alleine dadurch wurde ich so "uncool", dass ich auch immer isolierter wurde. Bis zum Abitur war ich in der Schule eher ein Außenseiter, wurde zwar nicht "aktiv" gemobbt, aber auch kaum beachtet oder irgendwo miteinbezogen.

Es wurde etwas besser, als sich in der Oberstufe die Klassen auflösten und in den einzelnen Kursen immer andere Zusammensetzungen an Leuten saßen. Aber richtig Freude hatte ich wenig. 

Als ich nach dem Abi weggezogen bin und anfing zu studieren, hat sich das komplett gedreht. Ich bin in ein Studentenwohnheim gezogen und wurde von Anfang an in der Gruppe aufgenommen und akzeptiert. Dadurch habe ich es auch geschafft, etwas Selbstbewusstsein aufzubauen und nicht mehr so extrem schüchtern zu sein. Und habe seither auch einen festen Freundeskreis. 

Was ich sagen will: keine Situation ist so schlimm, dass es nicht auch Änderung zum Guten geben kann. Lass den Kopf nicht hängen, schau, ob Du außerhalb der Schule Leute treffen kannst. 

Ist es nicht normal, dass einem in den Sinn kommt, sich umzubringen, wenn einem im Leben sehr viele schlimme Dinge passieren?

Alsooo..ist es nicht logisch? Und okay das man das macht? Ist jz keine ankündigung nur ich denk halt oft darüber nach..

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Die letzten beiden Monate verliefen mehr als katastrophal. Angefangen hat es mit den Behauptungen von ihm, dass ich ihm geistig unterlegen sei,da ich dies und jenes nicht könne und zudem meine Ausbildung nie schaffen werde. Zudem meinte er mehrfach zu mir sowie zu seinen Freunden auch, dass wir nicht miteinander lachen oder Spaß haben können. Davon abgesehen hätten wir keine gemeinsamen Interessen und uns somit auch nix zu sagen. Danach hatten wir wochenlang gar keinen Kontakt, wonach es sich herausstellte,er habe Suizid begangen und sei schon auch vor unserer Beziehung stark depressiv gewesen

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Dazu kommt, dass ich das zumindest das Gefühl habe, als würden alle Leute die ich kennen sich von mir distanzieren. Gestern habe ich bspw. einen guten Bekannten von mir auf WhatsApp mit einem "hallo" angeschrieben, woraus zunächst ein ganz 2-min langes Gespräch entstanden ist. Jedenfalls meinte er kurz danach, dass wir uns lange nicht mehr gesehen hätten, worauf ihm ein treffen vorgeschlagen hatte. Als Nächstes haben wir dann besprochen,was wir dann machen könnten. Nachdem dies getan wurde meinte ich: " Welcher Tag würde dir denn am besten passen?" Er: "keine Ahnung" .. Dann ich wieder:" mir würde der Freitag am besten passen.", worauf keine Antwort von ihm kam. Also fragte ich ihn nochmal folgendes: "und bei dir?" Doch auch darauf kam keine Antwort

Dann gibt es noch eine weitere Person, welche ich auf einer Ausstellung kennengelernt habe. Jedenfalls haben wir uns kurz danach innerhalb von einer kurzen Zeit 5-6 mal getroffen, aber uns auch danach öfters geschrieben.. bis sie mich fast mit einem Moslem verkuppelt hatte, welcher mich zuerst verarscht bzw.ausgenutzt und anschließend den Kontakt ohne Grund und Erklärung (lautlos) abgebrochen hat. Als ich sie einige Monate danach anschrieb, kam keine Reaktion,wonach sie mich blockiert hat. Natürlich sprach ich sie drauf an. Naja, drauf meinte sie dann dass ich ihr zu anstrengend sei und wir nix gemeinsam hätten, weshalb sie denn Kontakt erstmal einschlafen lassen wollte. Gleich danach brach ich in Tränen aus und meinte zudem, dass ich solch verhalten extrem kindisch finde,sie dann doch gehen solle und ich nix mehr mit ihr zutun habe wolle 😡😡

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