Denkblockade: Wieso enthalten biogene Drogen psychoaktive Substanzen?

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5 Antworten

Semi-poetisch formuliert: Alle Dinge, die die Natur kreieren kann, kreiert die Natur. Sollten sich diese als nichtstörend herausstellen, werden sie von der Evolution auch nicht abgeschafft. Bloß, weil dieses und jenes psychoaktive Wirkungen auf uns ausübt, nimmt das keinen Einfluss auf das Selbstverständnis einer Pflanze, in der diese Stoffe vorkommen. Was interessiert es die Kaffeebohne, dass wir sie klasse finden? Da steckt kein menschliches Warum drin. Sie hat Evolution überlebt. Tada!

Gegenfrage: Warum denn nicht?

Es ist ja nicht so, als wenn irgendwas dafür oder dagegen spräche. Es ist schlichtweg der Fall. Frag doch gleich, warum Gravitation auch heute noch funktioniert, obwohl sie doch gestern schon alles erledigt hat.

Woher kam Dein roter Faden denn?

PeterPan20 27.10.2012, 20:31

Das scheint mir doch recht einleuchtend. Wenn man zu tief in der Marterie feststeckt, dann fehlt einem häufig ein nüchterner Blick von außen. Danke dafür ^^

Hab das Chaos vergessen mit einzubeziehen. Bin über das Cannabis in die Gedankenkette hineingeraten. Das THC hält Fressfeinde nämlich nicht davon ab - bei allen anderen mag das mit dem Schutz vor Fressfeinden aber wohl eher zutreffen.

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willi55 29.10.2012, 20:03

sehr schwache Antwort.

Die Natur - was ist das?

Es wird nur produziert, was eine Funktion hat. Die psychoaktiven Stoffe wirken nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tiere. Dazu gehört nicht nur der Hund vom Nachbarn, sondern auch Schadinsekten. Diese werden durch derartige Stoffe am Fressen gehindert oder sogar getötet. Damit hat die Pflanze eine erhöhte Überlebensrate und kann sich somit erfolgreicher fortpflanzen, als eine Pflanze, die dies nicht hat. Wenn der Stoff keine Wirkung hat, dann hat die Pflanze sinnlos Energie verbraucht, was ihre Fortpflanzungschancen erheblich mindert.

Das ist Sinn. Mit Menschen hat das nichts zu tun.

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Unter den biogenen Drogen gibt es solche (wenige), die die Arbeitsweise des Gehirns leicht verändern. Andere unterbinden nervöse Impulse, zerstören die Leber oder lösen Erbrechen aus. Psychoaktivität ist purer Zufall. In den seltensten Fällen ist der Mensch oder gar dessen Gehirn das Zielorgan solcher Stoffe. Die meisten gibt es schon viel länger als Menschen.

Ich vermute.damit es weniger Fressfinde gibt, da diese Substanzen nicht alle Tiere vertragen können. Brennesseln schützen sich auch,allerdings anders.Es Kommt auch oft auf den Standort an, welche Möglichkeiten der Nährstoffaufnahm es gibt und ob sich die dadurch möglichen Abwehrmechanismen herstellen lassen.

Die Pflanzen auf dieser Erde produzieren millionen von verschieden Stoffen, da wäre es doch unwerscheinlich das nicht ein Paar davon Einfluss auf die menschliche Wahrnehmung haben.

Als Schutz vor Fressfeinden

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