Den ganzen Tag hunger was tun?

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3 Antworten

Wie Heißhunger entsteht

Hungergefühle dienen als Signal des Körpers, für den Nachschub an Nährstoffen zu sorgen. Bei ihrer Entstehung spielt unter anderem der Insulinspiegel eine Rolle. Nach dem Verzehr von Süßigkeiten, die große Mengen Zucker enthalten, steigt der Blutzuckerspiegel sprungartig an, kurz darauf sinkt er schnell wieder ab. Die Folge ist ein starker Drang, etwas essen zu wollen. Menschen mit Diabetes undAdipositas sind besonders anfällig für diese Form vonHeißhunger.

Daneben begünstigen psychische Faktoren starke Essensgelüste. Zu diesen gehören Stress, Frust, aber auch Langeweile. „Heißhunger entsteht oft im Leerlauf, etwa wenn wir abends nach Hause kommen und nichts zu tun haben“, erklärt Dr. Martin Hofmeister, Ernährungswissenschaftler bei der Verbraucherzentrale Bayern. Im schlimmsten Fall werden die Fressattacken zur Gewohnheit. Die Gefahr besteht gerade bei Diäten. Längere Essenspausen wechseln sich dann mit Heißhungeranfällen ab. Treten die Attacken regelmäßig mehrmals die Woche auf, liegt möglicherweise eine ernsthafte Essstörung oder eine andere Krankheit vor. Dann empfiehlt sich ein Termin beim Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsberatung.

Akuten Heißhunger bekämpfen

Die beste Vorgehensweise gegen plötzlichen Hunger hängt von der Ursache ab. Überkommt Sie dieser, weil Sie länger nichts mehr zu sich genommen haben, sollten Sie den Bedürfnissen des Körpers nachkommen und etwas essen. Allerdings besser keine zuckerhaltigen oder fetten Speisen. Greifen Sie lieber zu echten Sattmachern. Essen mit viel Eiweiß und langsam verdaulichen Kohlenhydraten vertreibt den Hunger nachhaltiger.

Außerdem: Konzentrieren Sie sich auf den Essensvorgang. Nehmen Sie die Nahrung bewusst und langsam zu sich. Das fördert das Sättigungsgefühl. Nebenbei vor dem Fernseher zu essen, verleitet dazu, zu viel in sich hineinzuschaufeln. Gibt es gar kein Ankommen gegen die Lust auf Schokolade, hilft ein kleiner Kniff: „Brechen Sie ein Stück von der Tafel ab und verstauen Sie diese erst, bevor Sie das Stück essen“, rät Hofmeister. So geraten Sie gar nicht erst in Gefahr, die ganze Packung zu verputzen.

In der Regel dauern Heißhungerattacken gerade einmal eine gute Viertelstunde. Deshalb besteht eine gute Strategie darin, dem Bedürfnis nicht sofort nachzugeben und sich mit einer anderweitigen Beschäftigung abzulenken. Nach Ablauf dieser kritischen Minuten hat der Hunger nachgelassen und ist leichter zu stillen. Zähne putzen und Kaugummi kauen helfen ebenfalls, die Zeitspanne zu überbrücken und den Hunger zu verringern. „Am besten eignen sich dazu zuckerfreie Sorten mit Pfefferminzgeschmack“, weiß Hofmeister.

Heißhunger: Die richtige Ernährung beugt vor

Heißhunger ist in den meisten Fällen vermeidbar. „Lassen Sie im Tagesablauf keine Mahlzeit aus“, empfiehlt Ernährungsexperte Hofmeister. So bleibt der Insulinspiegel auf einem relativ konstanten Niveau, der gefürchtete Hunger stellt sich gar nicht erst ein. Dabei ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsaftschorlen – sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Das hemmt den Appetit und fördert den Stoffwechsel.

Besonders wichtig ist ein nahrhaftes Frühstück, um Sie für den weiteren Tag mit Ballaststoffen, Vitaminen und Eiweiß auszustatten. Ohne diese Grundlage steigt die Gefahr von Heißhungerattacken mit unnötiger Nascherei im Laufe des Vormittags. Behelfen Sie sich mit kleinen Snacks bei Durchhängern zwischen den Hauptmahlzeiten. Natürlich nicht mit Schokoriegeln, sondern mit Obst, Nüssen, einem Quark oder körnigem Frischkäse.

Bewegung ist eine nützliche Vorsorgemaßnahme vor Essensgelüsten aus Stress, Frust oder Langeweile. Das muss nicht unbedingt Sport sein, ein Spaziergang tut es auch. Die Aktivität bringt das Gehirn auf andere Gedanken, hemmt die Lust auf Süßes. „Wer sportlich aktiv ist, leidet unter weniger Heißhungerattacken“, sagt Hofmeister.

Alltagsgewohnheiten ändern, um Heißhunger vorzubeugen

Hilft das alles nicht, ist eine Analyse der genaueren Umstände notwendig: Wann überkommt mich der Hunger und warum? Heißhungeranfälle sind das Resultat schlechter Gewohnheiten. Ein Tagebuch hilft, derartige Muster aufzudecken. Schreiben Sie darin nicht nur Ihre Handlungen nieder, sondern auch die Gefühle, die Sie dabei haben. Auf diese Weise erfahren Sie, wo Sie ansetzen müssen.

Doch eine Umstellung der Alltagsgewohnheiten ist mühsam und benötigt Zeit. Vier bis sechs Wochen sollten Sie schon einplanen, bis die neuen Verhaltensweisen sich gefestigt haben. Lassen Sie sich Zeit und planen Sie Rückschläge ein. Wer zu schnell zu viel möchte, setzt sich unter starken Druck und droht am Ende frustriert zu scheitern. Ernährungsexperte Hofmeister empfiehlt deshalb ein Programm der kleinen Schritte: Nicht gleichzeitig mit regelmäßigen Mahlzeiten, kalorienarmer Ernährung und Sport beginnen, sondern nacheinander den Alltag umstellen.


Quelle : m.apotheken-umschau.de

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Kommentar von Maile
23.01.2016, 19:00

Danke für den Stern. ; )

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Bitte mach Dir erst Gedanken über Dein Gewicht, wenn Du 10 kg mehr wiegst. Du bist noch im Wachstum und in der Pubertät. Wenn Du Deinen Stoffwechsel oder Deinen Hungermelder durch unzählige Diäten noch nicht kaputt gemacht hast, kann ich Dir nur raten, auf Deinen Körper zu hören und bei Appetit auf gesunde Nahrungsmittel zurückzugreifen. Dann kann nix schief gehen. Ein Körper sagt ja nicht, dass Du kiloweise Schokolade essen sollst.

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Weiter essen, anscheinend brauchen Sie das. Warum nicht ?

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