Demokratie in Deutschland und Großbritannien?

13 Antworten

"In Großbritannien durfte das Volk abstimmen und dies wurde berücksichtigt, sogar bis zum Austritt aus der europäischen Union."

Klar, und ich schätze mal, dass nicht einmal 1% der Briten überhaupt einen Schimmer hatten, welche Folgen hinter dieser Entscheidung stehen. Das weiß man ja jetzt noch nicht. Kein Durchschnittsbürger kennt alle Verträge, Handelsbeziehungen, politsche und wirtschaftliche Folgen dieses Schritts. Aber bitte, wenn sie glauben, damit glücklich zu werden, wird die Zukunft das zeigen.

Sie wurden ausführlich mittlerweile informiert und entschieden sich durch ihre Wahl erneut für den Brexit, werter Untertan.

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@voayager

Worüber wurden sie denn informiert? Bestimmt nicht über die Details der Verhandlungen, die in den nächsten Monaten noch bevorstehen.

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"In Großbritannien durfte das Volk abstimmen und dies wurde berücksichtigt, sogar bis zum Austritt aus der europäischen Union. "

Gut, dass du das erwähnst. Ich habe nämlich kürzlich wieder mal 2 nette Briten getroffen und mit ihnen gesprochen. Die halten gar nix vom Brexit. Nach deren Meinung ist das eine Sache, die von den Medien (und bestimmten Personen) forciert wurde, weil die wussten, wie man die Mehrheit der Briten hinters Licht führt.

Nach der Abstimmung wurde übrigens oft erst gegoogelt, was das eigentlich bedeutet. So viel zu den "sinnvollen" Volksabstimmungen.

Sprich doch bitte mal mit Briten.

Zudem ist Kemmerich im Grunde freiwillig zurückgetreten, eine gesetzliche Verpflichtung hatte er dazu nicht. Insofern ist der Vorwurf an Merkel auch unbegründet.

Kemmerich fürchtete wohl Zerwürfnisse mit der Bundes-FDP.

Du solltest erwähnen, dass auch Parteikollegen (z.B. Lambsdorff) deutlich für einen Rücktritt waren. Es ist nicht so, dass dies eine einsame Entscheidung von Merkel war.

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Miitlerweile konnte sich jeder Brite umfassend über den Brexit informieren, daher redest du blanken Unsinn.

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Nur, weil es in Deutschland keine Volksabstimmungen aufs Bundesebene gibt und die Kanzlerin gesagt hat, die Wahl müsse rückgängig gemacht werden, herrscht in Deutschland keine Demokratie? Wir leben nun mal in einer parlamentarischen und nicht in einer direkten Demokratie, da ist es klar, dass es keine Volksabstimmungen gibt. Und außerdem ist es doch das gute Recht der Kanzlerin, die Wahl nicht zu akzeptieren bzw. nicht gutzuheißen. Das ist nämlich ihre persönliche Meinung und dass sie diese frei äußern kann und dies auch tut, nennt sich Meinungsfreiheit, das ist nichts undemokratisches. Die Meinungsfreiheit ist eine Errungenschaft der Demokratie.

Eine demokratische Wahl zu akzeptieren gehört aber auch zur Demokratie. Das muss Frau Merkel wohl noch lernen.

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@verreisterNutzer

Zur Demokratie gehört vor allem seine Meinung frei äußern zu dürfen. Dieses Recht hat Frau Merkel in Anspruch genommen. Außerdem ist taktisch eine andere Partei wählen und den eigenen Kandidaten nicht zu wählen nur um Einfluss zu erlangen auch nicht gerade demokratisch

(Meine Meinung)

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@verreisterNutzer

Kemmerich wurde ja nicht zum Rücktritt gezwungen. Im Grunde ist er freiwillig zurückgetreten (er wollte sich wohl auch nicht den Unmut der Bundes-FDP zuziehen).

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Sorry, aber ich verstehe die Aufregung bei diesem Thema überhaupt nicht! Natürlich darf jede demokratische Entscheidung in Frage gestellt und auch wieder rückgängig gemacht werden, sofern dafür die notwendigen Mehrheiten vorhanden sind. Das ist Demokratie und ansonsten müßte man ja jede Oppositionspartei abschaffen. Um so mehr als die Wahl des FDP-Kandidaten durch einen ziemlich fragwürdigen Taschenspielertrick der AfD-Fraktion zu stande kam, die ihren eigenen Kandidaten nicht wählte. Dieses Verhalten ist mit meinen Demokratieverständnis jedenfalls überhaupt nicht vereinbar.

Die sogenannte Volksabstimmung in Britannien war ein Beispiel für betrügerischen Populismus und die unübersehbaren Folgen. Ein abschreckendes Beispiel.

Und Merkels Kommentar ist in der Sache richtig. Denn es war keine wirklich demokratische Wahl sondern eine Charade.

Was dürfen die Deutschen dnn nicht abstimmen?

Bist du für eine Volksabtimmung, z.B. die afd abzuschaffen? Das würde ja so herauskommen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelang in Partei und Initiativen tätig

Ja. Ich bin für eine solche Volksabstimmung. Neutrale Information natürlich vorausgesetzt. Diese müsste zuerst eingeführt werden

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@verreisterNutzer

"Neutrale Information natürlich vorausgesetzt"

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass der durchschnittliche Wähler sich sämtliche Verträge und Zusmmenhänge zum Beispiel beim thema Brexit anschauen würde, wenn er ansonsten seine Informationen aus RTL und Co. bezieht? Und was stellst du dir unter neutralen Informationen vor, wenn zum Beispiel in GB die Politiker darüber total unterschiedliche Ansichten haben?

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@PeterSchu

Solch komplexe Themenbereich lassen sich nur in vielen tausend Seiten Akten beschreiben.

Ic hsehe schon die Nation vor jeder Entscheidung 6 Monate Urlaub nehmen um das einigermaßen zu erfassen.

Man könnte es auch noch anders formulieren: Die Protagonisten direkter Demokratie würden auch lieber Passagierflugzeuge selber zusammenbasten weil sie meinen, es besser zu können als die Profis.

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@Kleidchen2

Genau. Frag doch mal die Leute in einer Volksabstimmung, ob die Steuern abgeschafft werden sollten. Beim Bildungsstand mancher Leute würde ich mich nicht wundern, wenn das Erfolg hätte.

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