Demografischer Wandel, Vergreisung, Armut, Aussterben der Deutschen durch falsche Kinder-, Familien-, Sozialpolitik?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten


Kinder in Deutschland zu bekommen ist unattraktiv, ...

Tatsächlich? Das kann ich nicht nachvollziehen! Wenn ein Paar sich entscheidet, ein Kind zu bekommen, dann geschieht das in der Regel, weil sie es wollen und Freude an ihrem Nachwuchs haben. Angesichts unseres Sozialsystems sind Kinder nicht mehr notwendig, um den Unterhalt ihrer Eltern zu sichern. Daher sind Eltern heute - bzw. schon seit vielen Jahrzehnten - in der Lage, völlig losgelöst von materiellen Überlegungen Kinder zu zeugen und aufzuziehen.


Kinder in Deutschland zu bekommen ist unattraktiv, warum kann man das nicht ändern, oder will man es nicht?

Ich nehme an, dass mit "man" die potentiellen Eltern gemeint sind. In der Tat entscheiden sich viele Paare dafür, keine Kinder in die Welt zu setzen. Das geschieht aus mannigfaltigen Gründen, von denen der Unwille der potentiellen Eltern, sich der Mühen und Schwierigkeiten der Kindererziehung zu unterziehen, nicht der unwichtigste Grund ist.

Es handelt sich also um ein psychologisches Problem der Paare, bei denen ein Umdenken stattfinden müsste. Der Staat hat Rahmenbedingungen geschaffen, diesen Paaren das Kinderkriegen und die Erziehungsarbeit zu erleichtern. Noch sehr unflexibel reagieren die meisten Arbeitgeber auf die Schwierigkeiten von Paaren oder Alleinerziehenden mit Kindern. Weil wir ein freiheitliches Staatswesen sind, kann der Staat weder die Eltern zwingen, die staatlichen Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen, noch die Arbeitgeber, ihren Betrieb nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch den Interessen der Arbeitnehmer mit Kindern auszurichten.

Kurz: Eltern und Arbeitgeber müssten ihre Mentalität ändern. Das aber ist ein langwieriger, mühsamer Prozess, in dem vorallem der menschliche Egoismus zu überwinden ist!

MfG

Arnold




Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kajawizu
18.05.2017, 20:42

weitere gründe könnten auch die: überlastung der arbeit, geringverdiener, hohe abgaben trotz geringen einkommens, keine und mangelne KITA-Plätze, Kinder sind ohnehin teuer und zeitraubend, Karriere tötend, Mangel an Frauen, ... sein.

0

Eine Familie zu gründen ist teuer, das gilt sicherlich auch in anderen Ländern. Das Problem, das in dem verlinkten Artikel beschrieben ist, ist aber nicht, dass Familien in eine Art Armuts-Falle tappen, sondern dass vor allem arme Menschen sich dazu entscheiden, Kinder zu bekommen. Da ich die Eltern in der Pflicht sehe, sich um die Versorgung der Kinder Gedanken zu machen, sehe ich das nicht als ganz dringliches gesamtgesellschaftliches Problem.

Wichtiger finde ich hingegen die Art und Weise, wie das Berufsleben organisiert wird, und dass viele berufstätige Menschen entweder keine Zeit haben, eine Familie zu gründen, oder so unsichere Arbeitsverhältnisse haben, dass sie diesen Schritt nicht wagen. Für mich wäre also ein Schritt, um die "richtigen" Menschen dazu zu ermutigen, Kinder zu bekommen, eine soziale Absicherung in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens, und eine Arbeitskultur, in der es zur Normalität gehören würde, wenn man seine Zeit flexibel einteilen könnte und eine geringere Wochenarbeitszeit hätte (was aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und dem wachsenden Grad an Automatisierung sowieso sinnvoll wäre). In dem Zusammenhang müsste man Deutschland wieder von einem Niedriglohn-Land wegbewegen, da unsere scheinbar gute Arbeitslosenzahlen auf Kosten anderer (EU-)Länder so niedrig sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kajawizu
18.05.2017, 23:06

bedingungslosen Grundeinkommens

nicht bedingungslos!!! nicht jeder einwanderer bspw. sollte dies bekommen, daher allenfalls nur leistungslos!

0
Kommentar von derhelferer
19.05.2017, 02:07

und wer definiert, was unerwünschte Einwanderung ist?

0

Die staatstragenden Parteien haben kein Interesse die real exisiterende Armut zu beseitigen, schließlich hätten sonst zahlreiche Lohnabhängige gegenüber Arbeitgerbern ein Druckmittel in der Hand, Lohndumping und mieseste Arbeitsbedingungen schwerlich dann möglich. Also geht die jeweilige Bundesregierung hin und sorgt für eine willfährige industrielle Reservearmee. Die Kapitaleigner danken es der CDU, sPD und Grünen, die den Geldsäcken goldene Brücken bauen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Diese Frage ist ein Thema, dass gleich nach dem Zweiten Weltkrieg anfing.

Adenauer hatte nicht viel fuer Familien uebrig: Kinder machen die Leute immer, sprach er und machte nichts, was kinderfreundlich sein koennte.

Die Drei K: Kinder ,Kueche,Kirche wurden der Westdeitschen Frau nahe gelegt, besonders in Bayern. Somit war der Anteil der arbeitenden Frauen gering. Spaeter hoerte ich ellenlange Klagen ueber eine geringe Rente der Frauen im Westen.

Die DDR brauchte die Frauen in der Produktion, denn da waren keine Tuerken, Spanier, Italiener und Griechen, die die Bundesrepublik mit aufbauten.

85 % der Frauen haben, ausser Stillzeiten der Kinder unterbrochen, ihr Leben lang gearbeitet. Somit hatten sie ein Recht auf eine Rente erworben.

Das war allerdings nur moeglich, weil der Staat in angemessener Anzahl Kinderkrippen und Kindergaerten bereit stellte. Die uebrigens heute noch hoch willkommen sind.

Jetzt ist Sachsen-Anhalt sowie Mecklemburg Vorpommern eine Industrielle Wueste, somit sind nicht genuegend Arbeitsplaetze vorhanden, Von Abwanderung in anderen Bundeslaendern einmal abgesehen.

Das hier jetzt von Kinderarmut gesprochen wird ist doch kein Wunder, wo kein Geld zu verdienen ist, da ist auch kein Wohlstand.

Diese Diskussion, die Regierung gibt Milliarden fuer die strukturschwachen Laender aus, hilft allerdings nichts, wenn in der Praxis die Sache so aussieht wie sie nun einmal ist, Kinderarmut.   

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man will es nicht ändern.
Die SPD nicht, die da Desaster Agenda 2010, einschließlich HartzIV erfunden hat, die CDU ebensowenig, die dazu auch noch applaudiert hat.

Selbstverständlich ließe sich das ändern, daran kann die Politik niemnd hindern.
Daazu fehlt jedoch jeder politische Wille.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist relativ... derzeit haben wir schon rund 10 Mio menschen, die von Transferleistungen leben... und es werden immer mehr werden....


Im Grunde brauchen wir kaum "Kinder"... da Maschinen und Roboter zunehmend die Arbeiten übernehmen werden...


Deswegen wird früher oder später auch ein BGE unabdingbar sein....


Was alleine  die BRD betrifft, schätze ich grob, dass eine gesunde Bevölkerungsschrumpfung auf rund 40 Mio Einwohner.... tragbar wäre...


Es wird zwar da die nächsten ein, zwei Rentnergenerationen hart treffen... ja.. ( auch mich )...da muss man durch...


Aber es wird letzlich nichts nützen, Menschen in hiesige Sozialsysteme zuwandern zu lassen....

Wenn wir schon über 7 Mio Alg1 und ALD2- Empfänger haben...zu rund 700T freien Arbeitsstellen... wird auch nichts besser, wenn noch mehr Menschen hinzu kommen, die ebenfalls keine Arbeit bekommen können....


Weltweit sollte eine Bevölkerungsreduzierung auf min 3, 5 MRD und max 5,5 Mrd angestrebt werden....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Blazeor
19.05.2017, 13:01

Ja die menschliche Überbevölkerung ist das größte Problem, dass wiederum die anderen Probleme verursacht:

Klimawandel (mehr Menschen = mehr Treibhausgas-Ausstoss),

Flüchtlingskrisen (mehr Menschen = mehr unterschiedliche Religions- und Meinungskrisen UND mehr Nahrungs- und Wassermangel)

Wenn die Menschheit als ganzes es nicht schafft ihr Wachstum zu bremsen oder komplett anzuhalten wird es nicht in nur einer Katastrophe enden.

Das Problem ist also nicht die "Kinderlosigkeit" in Europa, sondern das in Afrika und Asien (speziell Indien und China) immer noch die Bevölkerungszahl explodiert. Und so sehr sich deutsche und andere Firmen sich über die Absatzzahlen von Autos in China freuen, sehe ich nur weiter die Emmissionen steigen, die das Klima eher früher wie später zum kippen bringen.

1

JEDER weiß doch, dass Geiz "geil" ist und wer sich ein Kind anschafft, der kann leicht ausrechnen, dass diese "Anschaffung" im Verlaufe ihrer "Haltbarkeit" annähernd 250.00.-€, wenn nicht, noch mehr, kosten wird. Weiterhin könnte es ja Komplikationen in der Familie durch die Partner der erwachsenen Kinder geben, und wenn nicht mit denen, könnten sich Enkel und DEREN Anhang als problematisch erweisen. Wie an meiner (zu kurzen) Aufzählung zu sehen ist, wächst das "Risikopotential" ins Unermessliche.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?