Demenz und Autofahren?

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11 Antworten

Hallo,

versuche mal sie darauf anzusprechen.

Du kannst mit dem Hausarzt deiner Großmutter mal sprechen, er kann eine Untersuchung veranlassen, welche deine Vermutungen bestätigen/nicht bestätigen werden.

Wenn deine Oma alleine lebt, dann kann es sein, daß sie Zucker hat und sich nicht richtig ernährt, dann wird es für sie auch daheim gefährlich, erste Anzeichen sind Verwirrtheit, dann zuletzt ein Koma.

Wenn deine Oma nicht genügend trinkt oder ißt, dann ist auch die Gefahr gegeben, daß sie "tüttelig" wird, hinfällt, sich Brüche hinzuzieht...

Oft haben viele ältere Menschen Probleme mit der Schilddrüse (oft Unterfunktion)... dies müßte überprüft werden.

Als Familie solltet ihr eurer Oma Hilfe gewähren/anbieten, anstatt auf Demenz zu spekulieren...

Es wäre ratsam, einen Notruf einzurichten und einen Pflegedienst einzusetzen, falls sich herausstellen soltle, daß deine Oma aufgrund von gesundheitlichen Problemen / mangelnder Versorgung  "tüttelig" geworden ist!

Pflege zu Hause ist tausen Mal besser als die Einweisung in ein Heim, außerdem müßt ihr evtl. für die Heimunterbringung bezahlen.

Emmy


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Den Führerschein kann ihr nur die Fahrerlaubnisbehörde entziehen, im Falle eines Unfalls oder bei einer Kontrolle kann auch die Polizei den Führerschein einziehen, wenn die Polizei merkt das jemand nicht mehr in der Lage ist ein Fahrzeug sicher zu führen. 

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Hallo Questionmaster4,

wenn du oder deine Eltern schon besorgt seid, dass Euere Oma Anzeichen
von Demenz hat und ihr das Autofahren als Gefahrenquelle seht und nichts tut, dann bist du (seid ihr) auch daran Schuld, wenn sie irgendwann einmal ein Kind überfährt – und möchtest du das?

Sprecht mit ihr, wenn sie mal einen „besseren“ Moment hat, bietet ihr an, einmal in der Woche den Einkauf für sie zu machen oder sie zu ihrem Wunschziel zu bringen. Erfindet tatsächlich zur Not Stories, wie hier auch geschrieben wurde, dass das Auto kaputt ist oder legt das Auto lahm.

Wenn sie noch am Anfang einer Demenzstörung steht, wird ihr sicher auch selbst jetzt schon beim Fahren bewusst, dass sie immer mal kleine Fehler macht oder unkonzentriert ist. Vielleicht hat sie auch Probleme bei der Orientierung, das passiert oft sehr früh. Sie kann es nur nicht zugeben.

Wenn du mein Enkel wärest, wär ich heute schon dankbar, dass ihr mitdenkt und euch einmischt und mich und damit die anderen vor Schaden bewahren würdet.

Lasst bei dem Thema nicht locker, versucht es immer wieder! Es steht zuviel auf dem Spiel.

Oma1009

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Kommentar von Oma1009
22.02.2016, 11:02

Unser Neurologe sagte zu mir einmal, solange ich  als Ehefrau, Sohn, Tochter, Enkel  noch als Beifahrer mich bei der dementiell veränderten Person ins Auto setzen und mitfahren würde, solange wäre es gut. Wenn ich aber selbst schon Bedenken hätte, dann wäre es höchste Zeit einzugreifen.

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Wir hatte ein ähnliches Problem in der Familie. Ich habe meine Mutter davon überzeugen können, dass sie einen speziellen FahrFitnessCheck (einfach mal googeln) für Senioren mitmacht, der vom ADAC bundesweit angeboten wird. Dieser kostet für ADAC-Mitgliedern 49 Euro, sonst 69 Euro.

Die Prüfer sind darauf geschult, sensibel und einfühlsam mit Senioren und ihren Problemen umzugehen. Neben einem abschließenden Beratungsgespräch wird auch noch eine Testurkunde überreicht.

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Sie ist ein Typ Mensch, der sich selbst nie Fehler eingesteht. Sie würde auch eine Demenz bis zum letzten Tag leugnen. Eure Empfehlungen sind normalerweise schon hilfreich, nur in diesem Fall ist das alles etwas schwieriger. So ein Fahrsicherheitstraining würde sie nie machen. Ich spreche mal mit dem Hausarzt. 

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Kommentar von Oma1009
22.02.2016, 16:55

Das Problem Autofahren "verbieten" oder unmöglich machen gehört in der Anfangszeit bei allen, die demente Angehörige haben, zu den schwierigsten Dingen. Da ist deine Oma noch keine Ausnahme. Ich habe schon beim Lesen ein ungutes Gefühl.

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Ich würde versuchen ihr es zu erklären, aber nicht auf die Demenz schieben, sondern die Ursache auf etwas anderes schieben, um sie nicht zu kränken.

Wäre die beste Lösung, funktioniert aber wahrscheinlich nicht.

Plan B wäre den Autoschlüssel zu verstecken, oder ihr Auto "auszuleihen", um dann einen Motorschaden oder ähnliches zu simulieren. Ist zwar gemein, aber was bleibt dir übrig?

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Kommentar von Oma1009
22.02.2016, 16:48

..oder den TÜV nicht machen lassen oder sagen, dass die Steuer nicht bezahlt ist. Wenn sie allerdings das alles noch selber managt und euch nachweisen kann, dass ihr schwindelt, ist sie nur ein bisschen dement.

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Kommentar von Luca2698
22.02.2016, 17:14

Dennoch eine potentielle Gefahr!

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Nicht dein Ernst? Nimm wenigstens den Schlüssel weg, wenn sich schon niemand traut etwas zu unternehmen.

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Nicht warten bis etwas passiert, bis ein Mensch, ein Kind, für sein Leben behindert ist oder sogar stirbt! Nur ein Blechschaden wäre nicht so schlimm!

Beim Vormundschaftsgericht eine Anregung einer rechtlichen Betreuung für deine Oma stellen. (Das betrifft auch die Sorge für die Gesundheit)

Deine Oma wird dazu von einem Facharzt untersucht werden, ob sie tatsächlich dement ist. Mit dem Arzt könnt ihr besprechen, ob er sie noch für fahrtüchtig hält. Entsprechendes könnte er in sein Gutachten für das Betreuungsgericht schreiben.

Das Gericht wird dann vielleicht die Straßenverkehrsbehörde informieren? (erkundigt euch genauer beim Rechtspfleger des Amtsgerichtes).

Das ist alles nicht schön und mit Zwang verbunden: aber denkt an die Menschen, die vielleicht zu Schaden kommen und auch an deren Angehörige! (Die Eltern, die ihr Kind verlieren!)

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Kommentar von Questionmaster4
22.02.2016, 20:45

Danke, das werde ich machen! 

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Sie will sich ja daraufhin nicht untersuchen lassen, das ist ja das. Den Schlüssel kann ich ihr nicht einfach weg nehmen. 

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Wenn demenz diagnostiziert wird darf sie nicht mehr auto fahren, verliert die fahrerlaubnis wegen eigen- und fremdgefährdung

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Auf keinen Fall warten, bis seine Oma 'nen Unfall baut, dann ist es zu spät, rede mit ihr vorher darüber!

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