Dekowaffe mit BKA stempel von der Polizei abgefangen und einbehalten, wohnung wurde durchsucht, dürfen die das?

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2 Antworten

Servus,

war das eine Dekowaffe die bereits nach der neue Dekowaffen Verordnung abgeändert wurde? Oder war das noch ein Deko Altbestand? Weil seit 08.04.2016, dürfen Altbestand Dekowaffen nicht mehr gehandelt werden, selbst wen sie ein Zertifikat oder einen BKA stempel haben.

Nach der Neuen Dekowaffenverordnung müssen die Waffen nämlich komplett zugeschweißt sein und es darf nichts mehr zerlegbar oder abnehmbar sein.

Würde mich dahin gehend mal beim Verkäufer erkundigen.

MfG

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Ermitteln dürfen die schon, anscheinend stimmt ja etwas mit der Waffe nicht. Sichere unbedingt alles, was Du über den Kauf hast. Es wird sich aufklären..die Bestimmungen wurden erheblich verschärft

Früher gab es da keine Stempel oder Zertifikate. Möglich, das "große" Unternehmen, wie Frankonia, sich das von den BKA´s stempeln haben lassen. Aber die vielen von BüMa´s abgeänderten Waffen hatten sowas eher nicht. Zwar musste der BüMa schon vor Jahren einen Stempel seiner Firma auf der Waffe anbringen und sich auch an div. Richtlinien halten, aber alles was so aus den Zeiten von vor 20, 30 Jahren angeboten wird, ist mit Vorsicht zu genießen.
So ein Zertifikat, meißt von Beschußämtern ausgestellt, hab ich jetzt nicht da, sonst würde ich das einstellen.
Aber im Grunde wird wie folgt vorgegangen. Waffe muß nach den Richtlinien des Beschußamts abgeändert werden, heißt, Lauf muß 10 kalibergroße Bohrungen aufweisen, Patronenlager mit verschweißten Stahlbolzen blockiert sein. Der Stoßboden , egal ob nun bei Kammerverschluß, bei Kipplaufwaffen, im Rahmen eines Revolver oder in einem Pistolenverschluß muß angeschrägt sein, das Zündloch verschweißt werden. Auch dürfen Schlosse, Hähne oder Schlagbolzen nicht mehr in der Abzugsraste hängen bleiben. Bei zerlegbaren Waffen, wie beispielsweise Kombinierten oder BDF´s/DF´s, muß das so umgebaut werden, das man das Laufbündel nicht mehr von der Basküle trennen kann. Von diesen ganzen Arbeiten müssen Fotos gemacht werden mit einer Beschreibung der durchgeführten Arbeiten. Zusammen mit der unbrauchbar gemachten Waffe kommt dies zur Begutachtung ins Beschußamt und bekommt bei gutbefinden einen Stempel mit Nummer und Zertifikat. Dieses kostet dann so 75.-€, zuzüglich der Arbeitsleistung des BüMa´s.
Ich möchte aber klarstellen, das sich die Büma´s auch schon an ähnliche Richtlinien vor 2008 halten mussten. 
Vorsichtig wäre ich aber bei Aussagen zu bestimmten "Bodenfunden". Wenn ein Sachverständiger einer solchen Waffe Funktionstüchtigkeit bescheinigt, ist man im Ar***.

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