Definition von Liebe geht das überhaupt? wenn ja, wie?Philosophieunterricht

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7 Antworten

Die beste Definition über Liebe habe ich bei Eckhard Tolle gefunden. Er spricht von der "bedingungslosen Liebe", von der Liebe, die an keine Erwartungen geknüpft ist. Wo man nicht klammert um den anderen zu besitzen. ("Mein Mann" oder "Meine Frau")

Zitat: "Was im normalen Sprachgebrauch "Liebe" genannt wird, ist eine Strategie des Egos, um Hingabe zu vermeiden. Du erwartest, dass ein anderer dir etwas gibt, das du nur durch Hingabe erhalten kannst. Dein Ego benutzt diesen Menschen als Ersatz, damit du dich nicht hingeben musst. Die spanische Sprache ist in dieser Hinsicht am ehrlichsten: Sie benutzt denselben Ausdruck, te quiero, für "ich liebe dich" und "ich will dich haben". Jemanden zu lieben oder ihn haben zu wollen ist für das Ego dasselbe, während die wahre Liebe weder Haben wollen noch Besitzansprüche kennt und auch nicht versucht, den Partner zu ändern. Das Ego sucht sich einen Menschen aus und macht ihn zu etwas Besonderem. Es benutzt diesen Menschen, um die ständige unterschwellige Unzufriedenheit zu überdecken, das Gefühl, "nicht genug" zu haben oder zu sein, sowie den Zorn und den Hass, die immer damit einhergehen. Sie alle sind Facetten eines unterschwelligen, tief in jedem Menschen verborgenen Gefühls, das unvermeidlich mit dem Ego-Zustand zusammenhängt." Zitat Ende.

Gruß Matti

Nimmst du die irdische Liebe, dann wollen Verliebte sich nahe sein, also den selben Raum teilen und das moeglischst dicht. Also Liebe wuerde man dann so definieren, dass man sich anziehend findet und sich nahe sein moechte. Die universelle Liebe oder auch goettliche Liebe, das ist das wonach alle streben ohne es zu wissen, ist die Akzeptanz, dass alles so sein kann wie es ist, ohne eingreifen zu wollen. Das Absolute erlaubt uns diese Freiheit und ist mit allem einverstanden, auch wenn es eigentlich manchmal nicht gut fuer uns ist. Deswegen kann es alles geben, durch die Akzeptanz, die die reine Liebe ist. Wenn wir auch diesen Pfad beschreiten koennen, so werden wir die universelle Liebe spueren, denn sie ist uns allen praesent, jederzeit, ueberall, doch durch unsere Verhaftung an unsere Gedanken, koennen wir sie nicht spueren bzw. erkennen. Viel Erfolg!

Headshotgamer hat es naturwissenschaftlich versucht (was im Körper passiert, physiologische Prozesse z.B. beim Verlieben und bei der Partnerwahl), aber Neurobiologie oder Biochemie alleine reichen sicher nicht aus ...

Wahrscheinlich werdet ihr verschiedene Versuche und Ansätze sammeln, natürlich auch solche aus anderen Fachrichtungen. Fast alle haben etwas für sich, lassen aber auch etwas anderes offen.

Ich starte jetzt keinen eigenen Versuch. Lass es auf dich zukommen, das ist sehr spannend und ich wünsche dir einen guten Unterricht zu der Frage.

Grundsetzlich handelt es sich dabei um Biochemie/Neurobiologie.

Das Gehirn reagiert auf gewisse Reize mit dem Gefühl der Anziehung und Anziehung basiert schlussendlich auch nur auf einen Hormon Cocktail :)

Die auslösenden Reize sind jedoch sehr vielfältig und bedürfen einer Kombination dieser. In der Regel handelt es sich um Reize die in den Anfängen der Menschheit Überlebenswichtig waren.

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... diese definition ist gar nicht so einfach, es kommt schon allein darauf an, wie alt derjenige,diejenige ist, ... die diese frage beantworten ..... ein früh pupertierender teenager wird mit sicherheit anders definieren, als ein/e 70jähriger/in!..da ich mich zur letzteren gruppe zähle, und die phase der anderen gruppe, der teenager, auch durchlebt habe, und mich inzwischen mehr, ua., für die evolutionstherie interessiert habe, bin ich zu der überzeugung gekommen, dass es sich um einen oppottunistischen arterhaltungstrieb handelt, bei dem die hormone ,in einer derartigen vielfalt und wucht, auftreten können, dass diese, -die hormone-, die synapsen im gehirn oft total durcheinander wirbeln, und sich so verschalten, dass ,-die synapsen- das gesamte gehirn manchmal derartig überfordern , dass manche/r, total durchknallt sind...auch hängt es mit einer urangst zusammen, dass man, speziell frau, sicher versorgt sein möchte, auch, weil der mensch auch ein herdentier ist, und nicht gerne allein ist

... diese frage werden dir frühpupertierende teenager anders beantworten, als spätpupertierende 70 jährige! Unterschiedlich werden auch die antworten ausfallen, ob männlich, weiblich, und jeweils auch religiöse menschen...da ich mich zu der spätpertierenden, männlich atheistischen gruppe zählen muss, und ich mich mittlerweile viel mit der evolution beschäftigt habe, kann ich nur sagen, dass das der reinen arterhaltung zuzurechnen ist. Hier werden, in diesem zustand, sämtliche synapsen derartig verschaltet, dass es fast einer gehirnaussetzung gleichkommt! der grad der verschaltung, der synapsen, ist in jüngeren jahren meist dramatischer, als im alter...kann ich von mir behaupten, da ich beide phasen durchlebt habe...... bei der weiblichkeit geht es auch, --natürlich im unterbewusstsein---, des öfteren um die sicherheit, bezw abgesichertheit, nicht nur für sich, sondern auch für den, zu erwartenden nachwuchs, der männliche part möchte, nachdem er diesen imaginären baum gepflanzt hat, auch, dass seine gene weiter getragen werden!!(rosamunde pilcher kichert sich eins)!!! aber auch eine gewisse urangst der spezies mensch, der auch ein herdentier ist,spielt dabei auch eine rolle!.....

..boh, da ist mir doch glatt ein entwurf entwischen, aber welcher ist der entwurf ??

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Liebe ist Biochemie basierend auf der Grundlage der darwinistischen Evolutionstheorie in Kombination mit der natürlichen Auslese.

Zitat: ,,Liebe ist Biochemie basierend auf der Grundlage der darwinistischen Evolutionstheorie in Kombination mit der natürlichen Auslese."

-Headshotgamer

Das ist die wissenschaftliche, biologische Antwort. Eine andere Antwort gibt es momentan nicht, da diese auf reiner Subjektivität, eigenen Gedankenspielen, [...] beruhen und (i.d.R.) schon im Grunde anzweifelbar als die Wissenschaft sind...

Erarbeite dir deine eigene Definition von Liebe. Dann erkläre, dass du nicht ,,Liebe" allgemein definiert hast, sonder das, was du unter diesem Begriff verstehst.

Gruß

Okay. Dann erklär mir wie man "Anziehung" ohne Emotionen empfinden soll. Emotionen sind im Prinzip die physiologischen Veränderungen auf die man aufgrund von Wahrnehmungen reagiert.

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@Headshotgamer

Emotionen sind im Prinzip die physiologischen Veränderungen auf die man aufgrund von Wahrnehmungen reagiert.

Emotionen resultieren nicht nur aus dem Physiologischem, sondern auch aus dem Psychologischem. Rein wissenschaftlich betrachtet sind Emotionen Resultate aus biochemischen Reaktionen. Soweit hast du recht.

Zu Anderem habe ich doch keine Antwort gegeben, außer, dass jegliche andere Antwort subjektiv ist.

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