Definition der "absoluten Freiheit"?

10 Antworten

Die Definition der Begrifflichkeit ist ergoogelbar. Mit der Frage nach dem Erreichen dieser beschäftigt sich die Philosophie. Ich bin der Meinung, dass absolute Freiheit irdisch nicht erreichbar ist, da alles mit allem in einer (Wechsel-)Wirkung in einer zwangshaften Verbindung steht.

Der Meinung bin ich auch!

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Absolute Freiheit würde ich so definieren: absolut kommt vom lateinischen und bedeutet vollkommend. Freiheit ist Uneingeschränktheit, sprich das Gegenteil von Zwängen. Also bedeutet absolute Freiheit so viel wie vollkommende Uneingeschränktheit. In meinen Augen ist die absolute Freiheit nicht real da man nie vollkommend uneingeschränkt denken kann, da man von klein an von der Gesellschaft und anderen Dingen beeinflusst wurde. Dennoch kann man versuchen Uneingeschränkt zu denken indem man über dinge reflektiert und versucht durch Distanzierung von den vorhandenen Zwängen die Manipulation zu entkommen.

absolut bedeutet "losgelöst" und nicht "vollkommen".

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Moin,

Das Problem geht hier tatsächlich mit der Attribution "absolut" los. Denn dieses bedeutet "abgelöst, losgelöst", und zwar von jeglichem Kontext, in diesem Sinne auch "un-bedingt". Nun ist aber so gut wie nichts ohne jede Bedingung bzw. Voraussetzung. So ziemlich das einzige Unbedingte, das wir kennen (oder weniger wohlwollend formuliert: Wovon wir die Voraussetzungen schlicht nicht kennen), ist das Dasein der Welt überhaupt. Da nun aber diese Welt ist und wir darin sind, ist sie auch die Gesamtheit der Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen wir sind und handeln. Absolute Freiheit käme der Fähigkeit gleich, vollkommen unabhängig von der Welt existieren oder nicht existieren zu können.

Habe ich recht in der Annahme, dass man auf der Welt nie die absolute Freiheit haben kann...?

Meinem Gedankengang dazu folgend: Ja. Wobei ich Dir auch Recht in der Annahme gebe, dass "Freiheit" "einfach nur" eine Abwesenheit von Zwang bedeutet. Zwänge gibt es nun aber auch so'ne und solche. Wenn wir leben wollen, brauchen wir Nahrung, Wasser und hin und wieder eine Kloschüssel. Hingegen ist aber nicht zwanghaft festgelegt, dass wir leben wollen müssen. Auch nicht, was wir essen und trinken (ein paar Sachen gibt es, von denen man besser die Finger lassen sollte, ansonsten ist die Welt aber ganz erstaunlich essbar). Und schon gar nicht, wie wir uns die Mittel dazu verschaffen. Insgesamt ist es – von der Natur der Sache her – ziemlich gut für uns Menschen um die Freiheit bestellt, so ähnlich, wie bei einem Schachspiel: Um zu spielen, müssen wir uns an ein paar Regeln halten, aber wir müssen nicht spielen (wir können auch die Figuren verbuddeln und das Brett als Frisbee verwenden) – und wenn wir spielen wollen, gibt es zehn Tausende Möglichkeiten, zum Erfolg zu kommen. – Ähnliches gilt von geistiger Freiheit: die liegt, denke ich, weniger darin, keinem Einflüssen von außen ausgesetzt zu sein und mehr darin, wie man mit diesen Einflüssen umgeht. Geistige Unfreiheit wäre es, blind alles zu glauben oder trotzig alles abzulehnen. Geistige Freiheit schaut nach, was sinnvoll und wenigstens plausibel ausschaut und ist sich nicht zu fein, gute Ideen auch dann anzunehmen, wenn sie nicht selbst drauf gekommen ist (es kann ja ohnehin kaum jeder alles können). Dito eigtl. "Triebe" und Trägheit: Man kann ihnen folgen, muss aber nicht. Man braucht sie nichteinmal zu kontrollieren, es reicht schon, sie zu ignorieren, wie das auch mit Hunger oder Harndrang (da aber nur zeitweise) geht. Und die Form der Triebbefriedigung, wenn sich etwas nicht dauerhaft ignorieren lässt, kann diese oder jene sein, hat man also wiederum Gestaltungsfreiheit.

LG,

Nemo

"...dass man auf der Welt nie die absolute Freiheit haben kann, ..."

So würde ich das auch sehen. Auch unsere "freien Entscheidungen" beruhen auf Informationen, Erziehung, Werten usw, die uns irgendjemand mal übermittelt hat. Also sind unsere Entscheidungen indirekt davon abhängig.

Freiheit vom (inneren) Zwang, negative Gedanken denken zu müssen.

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