Deckenhöhe und Brüstungshöhe unterschritten.

5 Antworten

Wenn Vorschriften der Landesbauordnung bezüglich Aufenthaltsräume und Fensterbrüstungshöhen unterschritten sind muss er nachbessern. Abzüge bringen dann nichts.

ja leider geht das nachbessern der wände nicht mehr,dazu müsste man das komplette dach abreißen lassen und das steht wohl nich im verhältnis wurde mir gesagt.deswegen wurde mir geraten ne bestimmten betrag von der bausumme einzubehalten.

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@kathi06

Das nützt Euch gar nichts wenn die Bauaufsicht die Wohnung wegen Unterschreitung der vorgeschriebenen lichten Raumhöhe mit Nutzungsverbot belegt und die Erhöhung der Fensterbrüstung bzw. des Geländers anordnet.

Wenn es dem Unternehmer zu teuer ist bedeutet das noch lange bicht, dass Ihr Euch mit ein paar Prozenten Nachlass zufrieden gebt!

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Nachbessern ist bei der Decken wohl nicht möglich. Sie müssem für sich bewerten, was Ihnen die Vertragsabweichung wirklich bedeutet. Sicherlich ist erst einmal der Einbehalt eines niedrigen fünfstelligen Betrages als "Verhandlungsbasis" tauglich. Endgültige Klärung durch einen Gutachter (Kosten bei "Schuldigem") ist nicht zu vermeiden. Die Landesbauordnungen geben Mindesthöhen für Brüstungen vor. Ist diese unterschritten, muss nachgebessert werden, ohne die Fuktion einzuschränken. Dafür können bis zum 3-fachen des betreffenden Herstellungspreises einbehalten.

den gutachter müsste ich denn aus meiner eigener tasche bezahlen oder?

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@kathi06

Den Gutachter kann man einvernehmlich zwischen den Streitpartnern bestimmen und erst enmal hälftig beauftragen und bezahlen. Am Ende bezahlt entweder die Firma, wenn Sie den Schaden zu vertreten hat oder Sie, wenn es kein zu rügender Mangel war. Wichtig ist die Verbindlichkeit des Gutachters für die Gegenseite, welche nur eintritt, wenn beide VORHER den Gutachter akzeptierten oder dieser im Zuge einer Klage vom Gericht bestimmt wurde. Wenn nur Sie den Gutachter beauftragen, tragen Sie auf jeden Fall erst mal auch die Kosten - dies nennt man Parteiengutachten und kann nur zur Meinungsbildung dienen.

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@hansjoerg1961

Das wird so nix.

Entweder beauftragt und bezahlt derjenige einen Gutachter, der gerade in der Beweispflicht ist, und die Gegenseite sucht sich aus ob man ihm glauben will, oder man eröffnet gleich ein selbständiges Beweisverfahren beim zuständigen Gericht.

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Hattet ihr schon eine förmliche Abnahme, seid ihr schon eingezogen ? Das ist für die Beurteilung des Sachverhalts extrem wichtig.

Bei einer Höhenänderung von 5 cm gegenüber den Vertragsunterlagen handelt es sich schon um einen gravierenden Mangel.

Bei einer förmlichen Abnahme ist der Mangel (und alle anderen) unbedingt schriftlich festzuhalten und das Bauvorhaben nur unter Mängelvorbehalt abzunehmen.

Idealerweise einigt man sich gleich über eine angemessene Minderung, die ihr bei der Schlussrate einbehaltet.

Wenn der GU sich nicht einigen will, muß euch das erst einmal nicht interessieren. Ihr behaltet dennoch den Betrag ein und der GU muß in diesem Fall per Gutachter beweisen, daß kein Mangel vorliegt. Der Gutachter dürfte teurer kommen als der Streitwert.

Als angemessen halte ich mindestens den kalkulatorischen Wert für den eingesparten umbauten Raum.

Beispiel : Das Haus hat einen Bruttorauminhalt von 800 Kubikmetern, eine Bruttofläche je Geschoss von 90 qm und der Preis für das Haus (ohne Grundstück) beträgt 256.000 €. Also kostet der Kubikmeter 320 €

Die Minderung betrüge also 90 m² x 0,05 m * 320 €/ m³ = 1440 €

Habt ihr noch andere "Schäden", z.B. weil bestimmte Schränke nicht mehr passen und gekürzt werden müssten sind die Kosten auch geltend zu machen.

Wird die gesetzliche Brüstungshöhe nicht eingehalten ist auf jeden Fall Nacherfüllung z.B. in Form eines Aussen-Handlaufs zu verlangen. Dafür kann das Doppelte der zu erwartenden Kosten einbehalten werden.

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