Debian Stable oder Debian Testing?

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6 Antworten

Softwareentwicklung ist manchmal komplizierter als man sich vorstellen kann.
Es ist statistisch erwiesen, keine Software ist fehlerfrei. Schlimmer noch, bei jeder Fehlerbeseitigung entstehen auch neue Fehler oder es werden Fehler in anderen Programmpaketen wirksam, die vorher in der Form nicht aufgetreten sind.
Davon ist natürlich auch ein "stabiles" Programmpaket betroffen. Die Auswirkungen sind aber in der Regel nie so gravierend wie bei denen, die gerade verändert wurden.

Sie trotzdem auf die Menschheit loszulassen ist sinnvoll, denn nur so können bei tausendfacher Benutzung Fehler schnell aufgedeckt werden. Genau das muss der Anwender aber beachten und auch Fehlermeldungen schreiben.

Wer das nicht will oder nicht kann, darf sich dann aber auch nicht beschweren. Diese Personen sollten solche Varianten nur dann benutzen, wenn in  den stabilen Paketen notwendige Funktionen (noch) nicht enthalten sind.

Die von dir erwähnten ständigen Aktualisierungen können aber auch in einigen Fällen "fallback Aktualisierungen" sein.

So eine unbedacht ausgeführte "Aktualisierung" hat erst vor 3 Monaten bei mit eine Neuinstallation erforderlich gemacht, weil, genau das Programm zur Aktualisierung von einem nicht behebbaren Fehler betroffen war.

(da hatte offensichtlich jemand 32-Bit-Pakete mit 64-Bit-Paketen verwechselt)

Überlege selbst, was für dich gut ist.

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Das ist so eine Typische "kommt drauf an"-Frage. Ich hab Jahrelang zu Hause auf meinem Desktop-PC ein Debian Sid (unstable) gefahren, wege der aktuellen Software. Auch ein testing kann man zu Hause problemlos einsetzen. Für bei Fälle gilt aber: Vor einem

apt-get dist-upgrade

sollte man kurz auf den Debian-Seiten nachschauen, ob es zu Problemen kommen kann mit einzelnen Paketen und dann ggf. diese nicht aktualisieren.

Wenn du aber einen Rechner aufsetzen willst, der vor allem eins leisten muß: Laufen, und das zwar zuverlässig, dann nimm Stable. z.B. dann, wenn du einen eigenen Webserver oder Mailserver aufsetzen möchstest.

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Kommentar von smaccy
06.03.2017, 15:35

Das System soll nur auf meinem Heimrechner laufen. Dennoch zuverlässig sein. Wie ist deine Erfahrung mit Unstable? Gab es da oft Probleme?

Hätte ich die Möglichkeit trotzdem von einem Programm die neueste Version zu erhalten?

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 Wenn du absolute Stabilität willst und dir aktuelle Pakete nicht so wichtig sind, nimm Stable. Sicherheitsupdates kommen auch da "von selbst" rein, für neuere Pakete brauchst du die Backports. Oder du kreierst eine Chimäre und "buchst" dir auch Pakete aus Testing und Sid hinzu. Das kann aber i.d.R. dein System irgendwann unwartbar - oder zumindest schwer wartbar - machen... Eine gute Alternative ist meiner Meinung nach Netrunner: Debian Stable mit einem aktuellen KDE-Desktop...

 Wenn dir aktuelle Pakete sehr wichtig sind, wirf einen Blick auf siduction. Das ist Debian Sid unter Kontrolle. Sehr stabil nach meiner Erfahrung. Man muss halt mit eingeschaltetem Gehirn und offenen Augen updaten.

Testing ist mir persönlich eher suspekt. Entweder Fisch oder Fleisch bitte.

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Hallo

Debian Stable oder Debian Testing?

  • Ist es nicht schon am Namen ersichtlich?

Wenn Dir Stable zu alt ist und Testing zu wackelig, dann nimm Ubuntu, das ist ein Zwischending (im Bezug auf Aktualität)

Linuxhase

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Kommentar von Kerridis
10.03.2017, 00:12

Stimmt so nicht wirklich... Ubuntu ist meist aktueller als Testing. Ubuntu ist sogar i.d.R. aktueller als Unstable. Es sei denn du nimmst Ubuntu LTS. Das Qualitätsmanagement von Debian ist erstklassig (aber auch aufwändig und langsam), auch für Sid; Ubuntu klatscht damit verglichen die Pakete einfach raus ;).

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stable. warum? -> was willst du denn mit paketen die vergleichsweise u.U. unstabiler sind und täglich irgendwie aktualisiert werden müssen.. ausserdem sind die wichtigsten doch recht aktuell bsp: openssl, nginx

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Das kommt darauf an wofür das System benutzt wird. Für ein testing System ist das sicherlich in Ordnung (wie der Name das ja auch sagt).

Für ein Produktiv System würde ich das aber nicht empfehlen.

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Kommentar von smaccy
06.03.2017, 15:03

Möchte es eigentlich nur auf meinem Laptop nutzen. So wie Ubuntu vorher auch.

Welche Version würdest du dafür empfehlen?

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