DDR Wirtschaft Status?

3 Antworten

Als Ulbricht an die Macht kam war das Warenangebot im Osten genau so schlecht wie im Westen. Kurz nach dem im Westen die D-Mark eingeführt wurde änderte sich das Angebot dort. Im Osten blieb alles für lange Zeit wie es war. Es wurde nur ganz langsam besser und in den sechziger und siebziger Jahren war es so dass die Grundbedürfnisse gedeckt wurden. Niemand musste in der DDR hungern. Als Honecker dann an die Macht kam, wurde es für kurze Zeit noch einmal ein wenig besser. Doch dann rüstete der Osten immer weiter auf und das Geld fehlte an allen Ecken und Enden. Das Warenangebot wurde immer schlechter und durch die Einführung der Exquistläden wurde es immer teurer. Für viele Waren gab es eine Warteliste und diese Listen wurden immer länger. Wartete man in den siebziger Jahren noch 10 Jahre auf ein Auto aus Pappe, waren es in den achtziger Jahren bereits 13 Jahre.

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Ich dachte das NÖS von Ulbricht war erfolgreich

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@Linke1995

Für eine Weile wurde es tatsächlich besser, das habe ich ja geschrieben. Aber das Ausgangsniveau war derartig gering, dass man als Bürger den Anstieg des Wirtschaftswachstums kaum bemerkte. Als Honecker dann an die Macht kam lag eine Aufbruchsstimmung in der Luft. Das hat die Leute wohl beflügelt. Aber er hat die Reformen sehr schnell wieder zurück genommen und da war es dann auch schon wieder vorbei. Von da an ging es nur noch abwärts.

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@Linke1995

Die NÖS war erfolgreich, war aber zu kurz in der Anwendung, schließlich wurde Ulbricht ja gestürzt.

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@Fuchssprung

So sehr hatte die DDR gar nicht aufgerüstet, es war vielmehr der gestiegene Ölpreis, der sie absacken ließ. Die SU war nämlich völlig unsolidarisch gegenüber ihren sozialistischen Staaten. Doch damit nicht genug, Honecker war ein Ausverkäufer, machte sich viel zu sehr vom Westen, der BRD abhängig. Zudem war seine Wirtschaftspolitik, losgelöst vom Sachverstand der Ökonomen, unergiebig. Die NÖS Ulbrichts war da erfolgreicher. Honecker war der geborene Stümper.

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@voayager

Bis auf die Rüstung stimme ich dir in allen Punkten zu. Die DDR hat sich zu Tode gerüstet, weil die Sowjets das verlangten. Nach der Abwicklung der NVA kam ja ans Licht wie viel dort hinein gesteckt wurde. Es hat Jahre gedauert diese Unmenge an militärischem Gerät in alle Welt zu verkaufen. Allem anderen will ich nicht widersprechen.

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@Fuchssprung

Ich will nun nicht insistieren, schließlich habe auch ich keine konkreten Rüstungsausgaben im Kopf. Es wäre mir aber recht, wenn du deine Aussagen mit einem entsprechenden Link untermauern würdest, damit es so klar und deutlich wird, was da mal war.

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@voayager

Auf Phönix oder Arte habe ich eine Doku darüber gesehen. Deshalb kann ich dir nur Wiki anbieten. Besonders Interessant sind die Unterpunkte in diesem Kapitel. Anhand der Zahlen wird klar, dass die DDR sich mit der Rüstung vollkommen übernommen hat. Denn als das Kriegsgerät 1990 verkauft wurde, war es in aller bestem Zustand. Das Zeug wurde also ständig erneuert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Volksarmee#Ausr%C3%BCstung

Hier ist alles noch einmal sehr detailliert aufgeführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Technik_und_Bewaffnung_der_NVA

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@Fuchssprung

"Alles schön und gut", doch Wiki schreibt nichts über die Höhe des Wehretats, das bleibt also auch weiterhin im Dunklen.

Du wirst dich vielleicht fragen, warum ich mir nicht vorstellen kann, dass die DDR immens viel für Rüstung ausgab. Nun, mir ist bekannt, dass die DDR seit Honecker sehr viel für Soziales ausgab und sich dabei übernahm. Daraus schlußfolgere ich nun, dass da nicht auch noch für Rüstung viel ausgegeben wurde, denn leistungsstark war die DDR-Wirtschaft ja nun nicht gerade sonderlich.

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@voayager

Viel ist immer relativ. Anscheinend war es zu viel für die DDR.

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@Fuchssprung

Es war zu viel für die DDR, Honeckers Kurs führte nun mal ins Minus hinein.

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Die DDR litt damals noch sehr unter den Reparationen d.h. Abbau von Industrieanlagen durch die siegreiche Sowjetunion. Der Wiederaufbau hatte eine höhere Priorität als die Produktion von Konsumgütern. Zu dieser Zeit war zudem das poitische Bewusstsein, einen neuen, besseren Staat schaffen zu wollen in der Bevölkerung stärker vorhanden als später, wo man sich einfach mit der DDR-Realität arrangierte.

Alles nur dauerten die lieferzeiten länger und länger

DDR-Volksdemokratie-Ulbricht

Hey Leute,

ich soll ein Referat halten über die Volksdemokratie in der DDR und zwar ein Kurzreferat. Ich besuche die 12. Klasse eines Gymnasiums und habe Geschichte auf grundlegendem Niveau. Allgemeines über die Volksdemokratie etc. habe ich schon, nun habe ich noch 2 Quellen gefunden, die von erheblicher Bedeutung sein sollen.

Hier sind die beiden:

http://yfrog.com/f/0mimg0767soj/

OK. Also verständlich sind beide Quellen. Doch wo kann man genau den Zusammenhang zur Volksdemokratie sehen? Volksdemokratie ist doch eine Scheindemokratie sozusagen, oder? D.h. es gibt auf dem Papier verschiede Parteien, aber herrschen tut nur eine. Ich suche jetzt Textbelege zufinden. Auch ist meine Frage, was für ein Verständnis von Demokratie Ulbricht hat, bezogen auf die zweite Quelle...

Bin für jeden Tipp dankbar.

LG

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