DDR: Wie sah die Autobahnverbindung West-Berlin - Westdeutschland aus?

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8 Antworten

Es gab um die betreffenden Autobahnen(die heutuge A 2 und die A 24)keine Mauer.Es gab allerdings eine dicht gestaffelte Überwachung des Verkehrsstroms sowie einige separate Rastplätze für Transitreisende.Die "normalen"konnten von ihnen allerdings ebenso genutzt werden(für sie wurden da sogar extra Intershop´s gebaut).Es gab meines Wissens gewisse Zeitvorgaben für die Durchreise durch die DDR.Die Einreisestempel waren wohl mit Uhrzeitangabe versehen.Wurde die Zeit ohne nachweisbaren Grund überschritten(Panne,Unfall),dann hatte man ein Problem.

abibremer 25.03.2011, 17:39

NA JA; "problem": man wurde einfach nur befragt, warum man "erst jetzt" am grenzübergang ankam. die erklärung, dass man wegen akuter müdigkeit einige stunden auf einem parkplatz geschlafen habe, wurde immer anstandslos akzeptiert (ich bin einige jahre lang ständig mit dem LKW auf den transitstrecken unterwegs gewesen.

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die "mauer" konnte an den berliner grenzübergangsstellen drewitz und staaken durchquert werden. staaken war der übergang in richtung hamburg, von drewitz aus kam man zu den transitstrecken nach wartha(eisenach\herleshausen) und marienborn(helmstedt) die transit-autobahnen waren durchgängig in schlechtem zustand und wurden von den ddr-behörden sehr streng überwacht: auf der kürzesten strecke, das war die nach helmstedt, standen durchgängig mindestens drei radargeräte und viele fahrzeuge der vopo, die beim geringsten verstoß gegen die ddr-stvo westberliner oder brd-fahrzeuge anhielten und möglichst hohe verwarnungsgelder kassierten. besonders hoch war die "dichte" der "organe" an den wenigen autobahnraststätten, um die (ungesetzliche) kontaktaufnahme von ddr-bürgern zu transitreisenden zu verhindern,bzw. zu überwachen. die zusammenarbeit von vopo und grenzübergangsstellen war sehr eng: wenn ein fahrzeug wegen eines defektes länger als üblich für eine strecke brauchte, meldete das die vopo sofort an die güSt.

hallo Dein Kollege ist bestimmt aus den gebrauchten Bundesländern oder noch sehr jung. Es handelt sich hier ja um die A2 welchebis in die 70er Jahre noch den original "Reichsautobahnstandart" aus den 30ern entsprach, danach auf Kosten der BRD erneuert wurde. Eine Mauer hat es an der Strecke nie gegeben, sicher wurde aber der Verkehr durch die Sicherheitsorgane überwacht. In wie weit das nun wirklich lückenlos war kann ich nicht beurteilen, kann ich mir aber auch nicht vorstellen.

abibremer 15.10.2010, 17:24

ja, die überwachung war lückenlos: wenn ich mal wegen einer reifenpanne "zu spät" am grenzübergang ankam, bekam ich immer gleich zu hören" ach SIE waren das mit der reifenpanne...

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Die Transitstrecken wurden auf andere Art und Weise überwacht. Ein Abweichen von der Transitstrecke war gar nicht möglich, ohne dass es auffiel - und wer auffiel, hatte erst mal ein Problem.

abibremer 15.10.2010, 17:14

das stimmt SO nicht: "besucher" der ddr ob nun touristisch oder zu verwandtenbesuch oder auch zu gewerblichen zwecken, reisten über die üblichen transitstrecken ein und verließen diese dann, um zum zielort zu gelangen. ich bin auf meinen vielen fahrten in die ddr zwar mehrfach angehalten worden, dies aber ausschließlich auf den transitstrecken. niemals außerhalb dieser.

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Es gab da ein Stück Straße in Berlin, da waren tatsächlich auf beiden Seiten Mauern..... Das war das Stück nach Steinstücken raus. Auf den Transitstrecken gabs sowas nicht. Durchaus im unmittelbaren Grenzkontrollbereich, aber eben nicht auf der eigentlichen Strecke. Wie auch, da die Transitstrecken ja auch von den normalen DDR-Bürgern genutzt werden konnten hätte man ja an jeder Ausfahrt einen Kontrollpunkt errichten müssen, das hat selbst ein Überwachungsstaat wie die DDR nicht hinbekommen. War eben wie gesagt auch nicht nötig, da der Bereich der Grenzanlagen sowieso mehrere hundert Meter tief und für Fahrzeuge mit mehreren Kontrollen versehen war.

abibremer 25.03.2011, 17:46

einfach mal nach"steinstücken" googeln: das ist eine höchst interessante "geschichtsstunde" unfassbar , dass es heute noch länder mit so eigenartigen grenzen gibt!

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die transitstrecken wurden überwacht, wer von ihr abwich, wurde binnen weniger minuten gestellt und verhaftet. da warn ganzes aufgebot an sicherheitskräften im einsatz, daher keine chance da iwas zu machen. aber ne mauer war da nicht, nurn grenzübergang mit paßkontrolle.

Dorfrocker 14.10.2010, 20:24

So ein Stuß!!! Woher sollten denn die Kontrolleure-welche es sehr wohl gab-wissen,ob das jetzt ein Transitreisender oder ein DDR-Besucher war,der hier abbiegen mußte,um zu seinem Reiseziel(Verwandte,Bekannte...)zu gelangen? Stand ja nicht auf dem Auto drauf geschrieben,oder?!

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Dorfrocker 17.10.2010, 22:41
@Reisswolf53

Ach,auf denen stand drauf,ob derjenige ein Transitreisender oder ein DDR-Besucher war?Das ist mir neu....

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daab es grenzen mehr nicht

bitmap 14.10.2010, 03:24

???

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Bassey 14.10.2010, 04:23

Hier hast du 5 Geld, gehst du kaufen Tüte Deutsch.

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abibremer 15.10.2010, 17:27

ja, ich bin witklich viel herumgekommen: SO eine grenze gab es NUR zur ddr.

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''um die Autobahn hätte es eine Mauer oder Ähnliches gegeben''

  • Nö.

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