DDR Verschuldung

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7 Antworten

Der"Staatshaushalt" der DDR krankte daran, dass die eigene Währung SO schwach war, dass sie selbst im freundschaftlichen internationalen Wirtschaftsverbund (comecon) kaum etwas taugte. Die grundsätzliche Ursache dafür war die schnelle Einführung der D-Mark in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands: Das "holterdipolter" wird dadurch deutlich, dass es in Westberlin einige Zeit lang Banknoten mit aufgeklebten "Gültigkeitsmarken" gab, weil die Druckereien mit der Herstellung originaler Banknoten überfordert waren. Um überhaupt etwas verdienen zu können, wurden unzählige "Dreiecksgeschäfte" notwendig: Der volkseigene Betrieb SKET in Magdeburg baute international begehrte Schwerlastkräne. Wenn nun eine westdeutsche Firma so ein Ding haben wollte, bestellte man das über (beispielsweise) eine schwedische Firma, die der DDR den geforderten Preis bezahlte, die aber ihrerseits das Geld aus der Bundesrepublik bekam.

Wenn Du es einfach auf den Punkt bringst dann stimmt die Aussage. Wer mehr Geld ausgibt als er zur Verfügung hat, macht Schulden und daran ist derjenige (egal ob Staat oder Privatperson) ersteinmal selbst Schuld. Die BRD ist ja auch an den Schulden selbst Schuld, oder Griechenland, die USA oder Lieschen Müller.

Um das Ganze etwas differenzierter zu betrachten muß man sehen warum und zu welchem Zweck Schulden gemacht wurden. Und da hatte die DDR schon einen großen Teil der Reparationen nach dem 2. WK zu tragen. Nur ein Beispiel aus der Großchemie (man sollte nur über etwas schreiben was man kennt)

Buna-Werke:

Nach dem 2. WK waren die Amerikaner im Werk und sind mit den Forschungsunterlagen und Rezepturen u.s.w. abgezogen, dann kamen die Sowjets und haben die Anlagen demontiert und in die SU gebracht. Mit dem Rest haben die Leute in der DDR noch 40 Jahre einwandfreie Produkte hergestellt. Aber nach den Sowjets gab es immer noch die offene Grenze und Fachkräfte wurden massiv abgeworben, in derBRD bzw. vorher den Westzonen gab es halt bessere Bedingungen. Da gab es den Marshall-Plan und in der Ostzone die Reparationen.

Um dann irgendwie Devisen zu bekommen hat die DDR alles verkauft an Produkten was zu verkaufen ging, auch zu Schleuderpreisen. Zum Schluß blieben die Betriebe auf der Strecke und verkamen.

Es sind meistens vielschichtige Gründe warum sich jemand verschuldet, aber Schuld ist er immer selbst.

abibremer 14.02.2017, 18:08

Immerhin war die "Ostzone"\DDR zu Kriegszeiten NICHT NUR räumlich Bestandteil des verbrecherischen dritten Reiches, wurde aber im Gegensatz zur Bundesrepublik überproportional "reparationsmäßig" ausgeplündert.

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Die Verschuldung war das große Problem, warum die ehem. "DDR" kaputt ging. Man hat zuviel subventioniert. Man kaufte z. B. beim Bauern eine Gans für damals 10 Mark und verkaufte sie wieder für 8 Mark. Also ohne Verdienst. So kann natürlich keiner finanziell überleben

hauseltr 24.01.2012, 16:38

...und ich dachte immer, die Menge machts! :-)

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ichhierundda 26.01.2012, 21:27
@hauseltr

Genau... kaufste also 10 000 Gänse und verkaufst die alle mit 2 Mark Verlust.... dann machts die Menge....

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Zeitzeugenfall 03.02.2012, 21:11

Wo gab es außer LPG- Mitgliedern ( die nach Feierabend Kleinvieh hielten) in der DDR Bauern??? Und für 10,-Ostmark bekam man nun wirklich keine Gans. Die Subventionen waren jedoch wirklich kontraproduktiv. Außerdem wurde dadurch der Wert einer Ware nicht nur moralisch verschlissen.

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Du wirst hier wieder viel Post - Wende - Unsinn hören.

Ich empfehle Dir ein sehr gut recherchiertes und ausgewogenes Buch dazu:

Olaf Baale, "Abbau Ost - Lügen, Vorurteile und sozialistische Schulden", Sonderausgabe Nr. 62348 der Edition "Unsere Buchempfehlungeen für Sie", Taschenbuchverlag, auch unter www.buchredaktion.de

Darin u. a. Zitat von Siegfried Wenzel, "Was war die DDR wert? Und wo ist dieser Wert geblieben? Versuch einer Abschlussbilanz", Berlin 2001

"Die DDR konnte bis zum letzten Tag ihrer ökonomischen Existenz, bis zur Währungsunion und der Umstellung auf die DM am 1.7.1990 selbst unter den seit einem Dreivierteljahr dauernden Umbruchsbedingungen sowohl im Handel mit den ausländischen Partnern in Ost und West jede fällige Rechnung bezahlen als auch die Versorgung der Bevölkerung stabil gewährleisten."

Weil der Russe sie betrogen und bestohlen hat und so war es mit dem ganzen Warschauer Vertrags- System und Kuba. Das hat nur Verschuldung produziert, am meisten mußte die DDr drunter leiden. Hausgemachtes Problem? Ja, auch! Die herrschenden politischen Kreise waren nicht in der Lage , aus dem Osten ein produktionsfähiges Land zu machen, weil sie ein überholtes System der Planwirtschaft installierten und weil sie damit die alten effektiven Strukturen der freien Marktwirtschaft total zerstörten. So war es in der Landwirtschaft, im Handwerk und in der Industrie. Sie haben durch ihre sozialistischen Machenschaften alle gewachsenen Strukturen der Volkswirtschaft Ostdeutschlands zerstört.

Daher entstand die hausgemachte Verschuldung der DDR!

Nichts anderes! Die Menschen wurden geschuriegelt, belogen und betrogen, daher konnte sich keine effektive Ökonomie entwickeln und so ging es von Jahr zu Jahr bergab und es entstand die Mangelwirtschaft, die eigentlich nur Schulden produzierte, noch und noch! Das System ist ja auch dann 1989 zusammen gebrochen, was sich Jahre zuvor bereits ankündigte! Es war nichts mehr, rein gar nichts mehr zu retten! Es waren Millionen über Millionen von Menschen völlig unproduktiv "tätig" - so die wahnsinnig starken Militärangehörigenzahlen, d.h. Angehörige in der Armee, der Polizei und in der Staatssicherheit, im Paramilitär und in der Verwaltung, weil alles 3 X existierte: SED- Strukturen, Staatsstrukturen und Militärstrukturen.

Alles hausgemacht!

Was ein Wahnsinn! ? So ein System konnte nichts Fruchtbares hervor bringen. Zum Schluß sind auch noch alle davon gerannt! Keiner wollte mehr was wissen von diesem verfaulten realsozialistischen System, selbst die SED- Mitglieder kehrten diesem Regime den Rücken, indem sie ihnen die Parteiausweise vor die Füße warfen. Was waren das bloß für aufgeblähte Verwaltungsapparate, der Kreisleitungen, Bezirksleitungen und der Zentraleinheiten? Alles unproduktiv! Aber sie hatten Privilegien auf Kosten des Volkes und der vielen ehrlichen Menschen, die den ganzen Tag gerackert haben. Das konnte nicht gut gehen! Das ging nur in Richtung Verschuldung und Untergang! Schade!

backagain 24.01.2012, 18:09

@praline,weiter fällt dir dazu nichts ein? Ziemlich armselig und substanzlos, deine Beweisführung!

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Praline 25.01.2012, 09:31
@backagain

Eigentlich sehr substantiell! Was nützen hier dumme Zahlen, die keiner versteht! Das ist nur Verschleierung! Egon Krenz ist auch der Auffassung, daß die DDR ein blühender, prosperierender Staat 1989 war. Was ist das denn? Das ist doch blankeste Lüge!.

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backagain 25.01.2012, 10:40
@Praline

@Praline, ich bin überzeugt, dass jeder, der denken kann, deinen langatmigen, von unbewiesenen Behauptungen und überflüssigen Worthülsen gespickten Beitrag unter "Nonsens" abhakt.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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Praline 25.01.2012, 10:56
@backagain

Doch! Ganz exakt wurden die Ursachen der Verschuldung dargestellt! Mußt nur paar mal lesen, dann begreifste das auch! Oder soll ich das noch für dich machen, indem ich die Fakten in 1. und 2. und 3. aufschlüssele!

Dann ist das viel besser zu verstehen

. Oder ich singe und tanze das für dich! Alles klar? Viel Spaß! Ponimaju!?

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PeVau 25.01.2012, 11:25
@Praline

Oder ich singe und tanze das für dich! Alles klar? Viel Spaß! Ponimaju!?

Jetzt ist mir alles klar! Du kannst nichts dafür. :-)

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ichhierundda 26.01.2012, 21:26
@babulja

Praline ist so objektiv und voller Inhalt wie die gleichnamíge Zeitschrift...

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Zeitzeugenfall 03.02.2012, 21:03
@backagain

Den Beitrag von praline kann ich(ü. 60 j. i.Osten nur bestätigen u. noch viel ü. Korruption,Machtmißbrauch der Funktionäre i.den240 Kreisen, 15 Bezirken u. Zentrale im Partei,-Staats,-Wirtschaftsapparat anführen ,Ohne Opposition Presse waren die Bürger, die das alles sahen machtlos. In einem Staat der die ganze Wirtschaft, jeden Arbeitsplatz besaß u. kontrollierte. Dem waren alle ausgeliefert. Nur geplante ,daher keine freie Berufswahl. Millionen durften z, b,bei Westverwandtschaft oder nicht i. SED u.a. viele Berufe nicht ausüben= Berufsverbot. Von 30 Schülern nur 4-6 zum Abitur usw.............

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Wer wirklich interessiert ist, über die DDR-Verschuldung Fakten zu erfahren, die frei sind von jeglichem Wunschgeschwafel und Pseudowissen, der sollte sich die Zeit nehmen und hier nachlesen:

War die DDR bankrott und total marode? - Fiktion und Wirklichkeit 1989

http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m2706b.pdf

PeVau 24.01.2012, 22:07

Hervorragendes Dokument! DH!

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sabirke 27.01.2012, 22:27

Sicher war die DDR immer zahlungsfähig und dennoch war sie verschuldet. Mitte der 80er Jahre gab es eine sehr kritische Situation in der Zahlungsfähigkeit der DDR, die nur mit dem massiven Verkauf von "lebendem Holz" und "lebendem Fleisch" in die Reihe gebracht werden konnte. Das Problem der DDR waren die fehlenden Rohstoffe und die fehlenden Devisen, nicht die fehlende Leistungsfähigkeit der Wirtschaft

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Zeitzeugenfall 03.02.2012, 20:40
@sabirke

Die DDR war marode und bankrott in wirtschaftlicher ,politischer ,sozialer u. gesellschaftlicher Sicht.. Das ganze System funktionierte nicht. Künstlich wurde es nur durch die BesATZUNGSMACHT; DIE MAUER U: DURCH ZAHLUNGEN; ZUWENDUNGEN AUS DEM WESTEN noch bis 1989/90 am Leben erhalten. Zur Verlängerung ihrer Existenz wurde alleszu Schleuderpreisen in den Westen verkauft: sogar alte Pflastersteine, nostalg. Möbelstücke,Kunstschätze und Häftlinge=MENSCHENHANDEL Das im Umlauf befindl. Geld u. Löhne/Spargeld war nicht mit Waren gedeckt. Für Devisenkredite konnten kaum die Zinsen gez. werden.DIE WIRTSCHAFT war nicht konkurenzfähig sondern nur auf den Ostblock ausgerichtet. Die mangelnde Motivierung gro Teile d. Bevö. resultierte auf Ablehnung der Teilung Deutschland u.des sowj. maroden Wirtschaftssystems u. der Unfreiheit. Als Zeitzeuge i. Osten bestätige icch das u. noch v.a.m.

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es wurde zu viel subventioniert.

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