DDR Produkte in BRD günstiger als in der DDR selbst?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das hatte 2 Gründe:

1. die Wechselkurs-Differenz zwischen DM und Mark der DDR, das war ja das, was den meisten Ostherstellern bei der Währungsunion den Hals umgedreht hatte. Plötzlich mussten auch auch alle Produktionskosten in DM beglichen werden, damit war der Verkaufspreis, der nicht einfach angehoben werden konnte plötzlich über dem Herstellungspreis.

2. Werkstoffe waren (schon allein aus geografischen Gründen) knapp, also sollten gut exportierbare Güter, für die man eben auch Rohstoffe einkaufen konnte möglichst in den Export gehen können, Daher wurden langlebige Konsumgüter, wie z.B. TV-Geräte im Lande selbst künstlich als "Luxusgut" verteuert, während Produkte des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel stark subventioniert, sodass es für einen Gartenbesitzer lohnend war, die eigene Ernte hinten am Konsum zu verkaufen, um das selbe Obst dann vorn im Laden zurück zu kaufen, statt es gleich selbst zu verwenden.

Es gab ja keinen "echten" Wechselkurs von D-Mark zur Mark der DDR: Das war von Beginn an eine beabsichtigte Differenz der jeweiligen Regierungen und Besatzungsmächte. Bestimmte Güter wie Lebensmittel und Kleidung wurden im ostdeutschen Staat hoch subventioniert, um der Bevölkerung auch bei niedrigen Einkommen ein gutes Auskommen zu ermöglichen. Das Herausschleppen billiger Waren des täglichen Bedarfs war von seiten der DDR der Hauptgrund für den Mauerbau.

weil die DDR scharf auf Devisen war und deswegen nach daußen alles verschleudert hat ....

Was möchtest Du wissen?