DB verarscht mich kann ich dagegen klagen?

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8 Antworten

Hallo cornflake96,

ich kann Deine Verärgerung über die Deutsche Bahn gut verstehen. Nicht funktionierende Fahrkartenautomaten sind leider immer wieder ein leidiges Thema.

Erst ärgert man sich darüber, dass der Fahrkartenautomat nicht funktioniert und dann soll man noch für was bezahlen, wofür man nichts kann. Du hast dementsprechend auch allen Grund verärgert zu sein.

Aber kommen wir mal auf Deine Frage zurück.

Eine Klage ist immer eine zivilrechtliche Angelegenheit.

Und nicht Du musst klagen, wenn Du der ungerechtfertigten Forderung nicht nachkommen willst, sondern Du brauchst der Bahn das Bahnunternehmen nur mitteilen, dass Du selbstverständlich bereit bist den Fahrpreis für die Fahrräder nachzuzahlen (natürlich nur, wenn dieses nicht schon geschehen ist), aber nicht bereit bist die Fahrpreisnacherhebung von 60,00 Euro zu zahlen. Wenn die das Geld von Dir haben wollen, müssen die die Forderung einklagen, denn die wollen Geld von Dir haben, nicht Du von denen.

Was möglich wäre, wäre eine Strafanzeige nach folgender Rechtsgrundlage:


§ 263 StGB - Betrug 

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Der Versuch ist strafbar.


Aber die Aussicht auf Erfolg ist so gut wie null.

Erstens kann man keine Institution, wie die Bahn anzeigen, sondern entweder stellt man eine Anzeige gegen Unbekannt oder gegen den verantwortlichen Mitarbeiter der Bahn.

Und dann müsste man diesem noch nachweisen, dass er vorsätzlich falsche Tatsachen vorgetäuscht oder unterdrückt hat. Dieser Nachweis kann sicherlich nicht erbracht werden, weil sich der Sachbearbeiter auf andere Sachbearbeiter verlassen hat, die für die Prüfung des Automaten zuständig waren und mit aller höchster Wahrscheinlichkeit gemeldet haben, dass kein Fehler vorlag. 

Möglich wäre auch, dass er die Information, dass ein Fehler vorlag bekommen hat, denn schließlich hat er Dir ja bereits einmal den Fehler bestätigt, diese Fehlermeldung fahrlässiger Weise nicht in sein System eingetragen hat.

Die Mitarbeiter der Bahn fertigen am Tag sicher duzende, wenn nicht sogar hunderte von Fahrpreisnacherhebungen pro Tag an. Da können durchaus mal unbeabsichtigt Fehler passieren. keiner Arbeitet völlig Fehlerfrei. Dementsprechend dürfte es unmöglich sein, dem Mitarbeiter einen absichtlichen Betrug (unabsichtlichen Betrug gibt es wie gesagt rein rechtlich nicht) nachzuweisen.

Schöne Grüße
TheGrow

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Ich denke eine Anzeige ist hier sinnlos. Ich würde an seiner Stelle einen saftigen Brief schreiben in dem er sich beschwert. Beschwerde über den schlechten Service, da der Automat nicht ging, dass man als Lügner hingestellt wird und dass sie euch falsch beraten haben, den es war ja von2,60 € die Rede. Meist reicht das, denn schließlich ist er ein Kunde und den wollen sie  nicht verlieren. Einfach gut argumentieren und zeigen was man überwiesen hat. ich denke die werden dann Kulanz zeigen.

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Kommentar von SiViHa72
11.11.2015, 15:31

Beschweren und ein Fass aufmachen darüber, dass er selber sich nicht gemeldet hat?

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Kommentar von cornflake96
11.11.2015, 15:33

so habe ich es auch gemacht

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was willst du denn da anzeigen?  du hast einen brief der bahn bekommen das ein fehler gefunden wurde und somit nur 2,60 fällig sind. dein kumpel hat diesen brief nicht bekommen und muss demnach das zahlen was im 1. brief stand oder sich halt auch die mühe machen, der bahn zu schreiben. vielleicht mit einer kopie des schreibens das du von der bahn bekommen hast. 

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Wenn du wegen Betrug die DB anzeigen willst, dann müsste die dich betrogen haben. Bis jetzt sehe ich nur eine schlampige Abwicklung der Angelegenheiten. Es reicht, wenn du ein klärendes Brief mit Einschreiben, an die schreibst, mit der ganzen bisherigen Korrespondenz als Anlage, und verlangst, dass sie dich in Ruhe lassen sollen.

Erst dann, wenn sie wieder von Dir was haben wollen, kann man von Vorsatz reden.

Aber Vorsicht, schreibe es schnell, nicht dass du Inkasso bekommst!!! 

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Schreib einfach noch einen Brief, in dem steht, dass die DB bereits eingeräumt hat, dass es einen Fehler gegeben hätte und lege noch eine Kopie von deren Entschuldigung an dich bei. Überweisen tust du denen nichts und verklagen kann man die dafür auch nicht. Bei deren Organisation ist das eh wieder ein Irrtum durch Bürokratie

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Kommentar von cornflake96
11.11.2015, 15:30

hab schon 2,60 überwiesen

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Ist natürlich ka*ke aber ich fürchte dass 5€ zu geringfügig sind um zu klagen :/

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Hat Dein Kumpel sich auch bei der DB gemedelt gehabt? Ansosnten war das für ihn nicht geklärt und er kriegt auf den Restbetrag erst einmal zurecht die Mahnung.

Nur weil Du bla, ist nicht klar, dass er auch bla.

Das muss er klären, sollte selbstverständlich sein.

Wenn Du Dich im Rstaurant über Essen beschwerst und nen Kaffe umsonst kriegst, kriegen andere im Restaurant das nicht auch automatisch.



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Kommentar von cornflake96
11.11.2015, 15:29

nein hat er nicht, aber wird er jetzt machen

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Das ist doch kein Betrug, wenn der eine Sachbearbeiter nicht weis, was der andere macht. Sowas nennt sich Bürokratie und nicht Betrug.

Musst wohl nochmals zum Telefon oder zum Stift greifen.

LG

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Kommentar von cornflake96
11.11.2015, 15:31

aber wenn sie zu einem sagen die Techniker haben es überprüft und stellten keinen Fehler fest und nach beschwerde anscheinend doch einen Fehler ist das meiner Meinung nach Betrug und nicht gerecht

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