Dauerstress (beruflich, sozial und bürokratisch).Wie kommt man da wieder raus?

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2 Antworten

Struktur.

Wichtig ist jetzt eines und das ist Struktur. Wenn du alles als einen großen Problemberg betrachtest und ihn mit einem mal wegschieben willst, dann wird das nichts werden. Kleine Schritte und eines nach dem anderem.

Du hast psychische Probleme und bist in Behandlung. Setze also auf deine Liste, dass du dich dort meldet für einen zeitnahen Termin um auch über deinen aktuellen Zustand dort zu sprechen. Vielleicht kannst du auch den Zeitraum zum folgenden Termin etwas kürzer halten. Lasse dich dort aus und dir auch deinen Umständen entsprechend helfen - vielleicht lässt sich auch an der Medikation etwas ändern aber das muss dann mit dem Psychiater abgesprochen werden.

Das mit deinem Zahnfleisch gehört zum Arzt und den Termin hast du. Wunderbar.

Dein Schwächegefühl und dein Schläfrigkeit können natürlich auch auf deine Depression zurückzuführen sein. Wichtig ist es das du dir einen Ausgleich schaffst. Nehme dir Zeit in der du entspannen kannst. Was leckeres zu Essen und zu Trinken, entspannte Unterhaltung (Film, Serie, WasAuchImmer) und Ruhe. Den ganzen Tag sich selbst unter Strom zu stellen und seine Probleme versuchen totzudenken hat defacto noch nie jemanden etwas gebracht - oder kennst du jemanden, der glücklich wurde als er an seine Sorgen und Probleme dachte? Es ist wichtig, dass du tust was du kannst und dann aber auch Zeit für dich hast und für ruhige Momente. Sowas muss in deiner Tagesstruktur integriert sein, sonst drehst du bald völlig am Rad. Dein Körper wird es dir auch danken, wenn du ihm eine Auszeit vom Stress gönnst und dich mal entspannst. Wie sowas aussehen kann? Nehme eine schöne Dusche oder ein Bad, ziehe dir bequeme Sachen an und setze dich entspannt vor Fernseher oder PC und lasse dich von dem Programm deiner Wahl unterhalten bis du schlafen gehst. Ein schöner Tagesausklang zur Entspannung.

Der Punkt Schulen. Die Frage ist natürlich wo du die Schulden hast, wie viele und so weiter. Ich verstehe mich nicht großartig auf dieses Gebiet aber es gibt welche die es tun. Vielleicht kannst du hier in Erfahrung bringen (über eine weitere Frage) wo man sich bei Schulden melden kann zu einer Beratung und dann machst du dort einen Termin und lässt dir dort helfen. Vielleicht können dir Familie und Freunde auch unter die Arme greifen und dir helfen zum einen deine Ausgaben zu überprüfen aber auch mit kleinen finanziellen Zuschüssen, damit du über die Runden kommst.

Sollte aus irgendeinem Grund, gesundheitlich, gar nichts gehen, dann lasse dich für ein paar Tage krank schreiben um die Zeit zu nutzen ein wenig "Ordnung zu machen". Du musst die Ausbildung nicht abbrechen aber die Gesundheit geht am Ende vor und wenn du für 2-3 Tage krankgeschrieben wirst, dann ist das eben so. Das kann auch schon reichen um ein wenig Kraft zu sammeln.

Zusammengefasst:

- Anruf bei deinem Psychologen und/oder Psychiater für einen zeitnahen Termin.

- Nehme deinen Zahnarzttermin und die evtl. folgenden aus jeden Fall wahr.

- Nehme dir bewusst Auszeiten zwischen Arbeit und Lernen. Strukturiere deinen Tag so, dass genügend Ruhe für dich übrig bleibt.

- Melde dich bei Anlaufstellen für Schuldenberatung und auch bei Familien und Freunden, um dir Hilfe zu holen.

- Im Notfall krankschreiben lassen für ein paar Tage.

...das sind 5 Punkte und manche davon sind sicher nicht leicht aber es ist vielleicht ein Plan, den du für dich verändern kannst natürlich, an dem du dich entlang hangeln kannst um nach und nach deine Probleme in Angriff zu nehmen. Was bei dir privat sonst passiert, das weiß ich nicht aber die handhabe wäre dort vermutlich ähnlich.

Das ist jetzt eine Struktur und du kannst dir das aufteilen. Sehe jeden Tag zu, dass du dir ein paar Stunden für dich frei machst und die Anrufe legst du dir in die nächsten Tage so, dass es passt. Ganz ohne Druck und Stress. Wenn es gar nicht geht, dann lässt du dich für 2-3 Tage krankschreiben.

Das geht alles. Sieht zwar immer aus als ginge die eigene Welt vor die Hunde aber irgendwas kann man immer daraus machen.

Ich wünsche dir alles Liebe.

Liebe Grüße

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Vielleicht kannst du zur Unertsützung medikamentös behandelt werden :) rede mit deiner Psychlogin/ Psychologen daüber

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Kommentar von Resistance2019
17.11.2015, 16:14

Ja, ich bekomme auch Venlafaxin in Maximaldosis

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