Dauermietvertrag

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5 Antworten

Ich lege deine Formulierung "Dauermietvertrag" dahingehend aus, dass du einen Mietvertrag mit bestimmter Dauer hast, also, fachlich formuliert, einen befristeten Mietvertrag. Hier hat der Gesetzgeber festgeschrieben, dass nur drei von ihm vorgegebene Gründe gelten: Eigenbedarf, größere Umbauten oder Bedarf für einen Beschäftigten. Einer dieser Gründe müsste also im MV stehen. Ist das nicht der Fall, gilt der MV als unbefristet. Damit gilt eine fixierte Mietdauer als nicht vereinbart und du darfst solang drin bleiben wie du willst. Also, bis du kündigst oder der Vermieter aus berechtigten Gründen. Solche sind derzeit wohl eher nicht vorhanden.

Ein Mietvertrag, der bereis 2003 abgeschlossen wurde und möglicherweise einen gegenseitigen Kündigungsverzicht bis 2012 oder 2013 enthält, ist sehr fragwürdig, weil im Allgemeinen gegenseitiger Kündigungsverzicht nur auf 4 Jahre beschränkt bleiben sollte. Die Bezeichnung "Dauermietvertrag" wird davon nicht berührt. Besser wäre wohl die Bezeichnung "unbefristeter Mietvertrag" mit dem Zusatz "über Wohnraum" , falls es sich um eine Wohnung als Mietsache handelt. Ohne diese Voraussetzungen läge hier ein Zeitmietvertrag vor, dessen Befristung durch dem BGB folgend mit hinreichenden Begründungen untersetzt sein muss.

Dauermietvertrag und Befristung schließen einander aus. Entweder es gilt ein Dauermietvertrag ohne Kündigungsrechte des Vermieters bei Vertragskonformität des Mieters oder es besteht ein begründeter Zeitmietvertrag.

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Was genau heißt "Dauermietvertrag"?

Wenn befristeter Mietvertrag (Zeitmietvertrag) muß einer von 3 gesetzlich anerkannten Gründen für die Befristung im Vertrag stehen.

Ansonsten wäre es ein unbefristeter Mietvertrag. Dann könntest Du noch 1 Jahr oder 10 Jahre "drin bleiben" oder sofort mit der gesetzlichen Frist kündigen.

Sollte es ein wirksamer Zeitmietvertrag sein müßte evtl. ein Richter entscheiden welches Datum nun gilt.

Ich sehe wieder Konformität mit meiner Antwort.

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Ich denke:

Eine zum Nachteil des Mieters vereinbarte Klausel/ Vereinbarung ist in diesem Fall unwirksam.

Holen Sie sich vom Fachmann einen Rat, z.B. Mieterbund oder Anwalt.

Eine zum Nachteil des Mieters vereinbarte Klausel/ Vereinbarung ist in diesem Fall unwirksam.

das ist doch keine klausel zum nachteil des Mieters. Das ist ein Schreibfehler wenn in einem Vertrag was anderes steht wie im anderen. esseiden der Vermieter darf Kündigen und der Mieter nicht dann wärs eine. aber ich glaube eher es ist ein Befristeter Mietvertrag mit beidseitegem Kündigungsausschluss.

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@ProfDrHouse

Einserseits bietet ein dauermietvertrag ein eine gewisse Sicherheit, richtig.

Aber andererseits ist eine langfristige Bindung auch nicht gut. In vier Jahren kann viel passieren, eine nue Beziehung; sie wird schwanger und die Wohnung ist zu klein für drei oder mehr Personen.

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