Dürfen Muslime Blut an nicht Muslime Spenden?

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12 Antworten

Da es in Zeiten Mohammeds weder Transfusionen noch Organtransplantation gab, nicht mal als theoretisches Konzept, steht darüber auch kein Wort in der Überlieferung.

Jedes Verbot Dergleichen wäre demnach herbeiinterpretiert und damit grundsätzlich nicht bindend.

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Denke mal über die Sinnhaltigkeit von Blutspenden im Vergleich zu den Reinheitsgeboten bei der Ernährung nach.

Wenn es im Islam als Sünde gilt, das Blut zu trinken, warum ist es dann keine Sünde, anderen Menschen das eigene Blut "zum Trinken" zu geben oder das Blut anderer Menschen "zu trinken", wenn auch in der Form von Blutspenden?

Im Islam sind Menschen zwar nicht als unrein bezeichnet, aber dennoch sind sie insoweit unreinen Tieren gleichgestellt, daß auch das Fleisch von Menschen nicht gegessen wird, auch nicht das von frommen Muslimen.

Irgendwo ist da einiges ganz und gar nicht konsequent zu Ende gedacht.

Weiterhin wird wohl kaum ein Muslim, wenn sein Leben davon abhängt, danach fragen wird, welcher Religion der Blutspender angehört.

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die absolute Mehrheit  der Gelehrten sind sich einig, dass Organspenden und auch Blutspenden immer erlaubt sind unter ein paar Regeln.

1. das eigene Leben darf nicht gefährdet werden oder beschränken. als beispiel man kann auch mit einer niere leben. 

2. es darf nicht aus Geld gründen bzw gegen bezahlung erfolgen. 

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Also ich habe grade viele antworten gelesen und hab mir nur gedacht was ihr euch für eine mist denkt?! Ich bin selbst strenggläubige Muslime und wir Moslems müssen selbst unseren feinden in Not helfen. Also Moslems dürfen an jeden Blut spenden. Egal welche religion

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Dürfen Muslime Blut an nicht Muslime Spenden?

Das kommt darauf an, nämlich darauf, ob die Blutgruppen kompatibel sind, dann ja, sonst natürlich nicht.

mir hat mal jemand gesagt dass man als moslem eine nicht mulimische Person kein Blut spenden darf.

Deine Frage ist schon im Ansatz falsch gestellt! Denn es spenden Menschen für andere Menschen Blut, um ihr Überleben zu unterstützen. Oder sind Muslime keine Menschen? Oder Nicht-Muslime? Wer diese vielleicht notwendige Hilfe aus angeblich religiösen Gründen verweigert und damit den Tod eines hilfsbedürftigen Menschen verursacht, der ist ein Mörder!

Du bist also einem egoistischen, gewissenlosen Menschenfeind und religiösen Fanatiker aufgesessen, der in seiner geistigen Verwirrung sogar den Tod eines unschuldigen Menschen auf sein Gewissen laden würde. Er wird von Allah verdammt werden und in der Hölle schmoren!

MfG

Arnold

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Kommentar von Remehdi
01.12.2016, 18:42

Die Person ist an sich sehr nett aber sie meinte dass sie das wo gelesen habe.

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Hi,

Wenn du meine ehrliche Meinung hören willst: Das ist ein vollkomener Blödsinn! Egal ob Moslem, ob Christ, ob Buddhist, ob Hinduist! Es ist wenn die Personen gesund sind in Deutschland nicht verboten Blut zu spunden und zu bekommen! Derjenige der dir das erzählt hat, hat Blödsinn erzählt! Denn wenn ein Muslime gesund ist darf er ohne Probleme einem Christen Blut spenden! Warum auch nicht?

Liebe Grüße, Koala41

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Kommentar von Remehdi
01.12.2016, 17:22

Danke aber ich meinte nicht eine persönliche Meinung, sonder ich wollte wirklich mal wissen was der Islam sagt?

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Wie kommst du auf diese doch recht abenteuerlicheTheorie?

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Kommentar von Remehdi
01.12.2016, 18:40

wenn ich ehlich bin habe ich vor kurzem erst Blut gespendet und das dann einer älteren Person erzählt und die hat sich dann etwas aufgeregt und gemeint, dass ich als muslime das nicht dürfte. Deshalb habe ich mich gefragt ob das wirklich richtig ist.

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Im Regelfall findet eine Blutspende ja dergestalt statt, dass weder der Spender noch der Arzt, der die Blutentnahme vornimmt, wissen, wer der Empfänger sein wird. Wäre ein solches Verbot für Muslime existent, dann dürften wir also überhaupt kein Blut spenden. Oder wir Muslime bräuchten in jeder Region unsere eigene Blutbank, was an Schwachsinn kaum zu überbieten wäre.

Anders gesagt: Wir dürfen auch an Nicht-Muslime Blut spenden.

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WENN man als "Moslem" die Haltung einnehmen würde, dass lebens....spendende/erhaltende Maßnahmen an Nicht-Muslime.... NICHT erlaubt wären...

...würde das wohl wohl dem (teils) geäußerten Grundgedanken widersprechen, DASS Muslime und der Islam eine friedvolle, erhaltende und fördernde Gesinnung beinhalten.....

... wobei mir von anderer Seite ( ok... ich habe mit Salafis und Wahabis zu tun ) auch schon gesagt wurde, dass es eine Art von

"in Rücken fallen Allahs.... sei".....

Das ist aber eher ein Problem der Muslime untereinander.....

Fragestellung ist:

"Darf ich als praktizierender Moslem "Wesen" helfen, die "Allah verabscheut... ?"

und als Kontrapunkt:

"Muss ich nicht allen Wesen helfen... da ICH nicht weiß, ob sie den Islam angenommen hätten, sofern sie am Leben geblieben wären ?"...

Da gibt es sicher auch noch "Zwischenstufen" und andere Ansichten

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Links hier einstellen darf oder sollte. Aber probier es mal mit folgendem Suchbegriff bei Google:

fatwa blutspende

Die erste drei Ergebnisse sollten schon reichen um deine Frage zu beantworten. Zusammengefasst lautet die Antwort: Ja, dürfen sie.

Obwohl es natürlich problematisch ist, von "dem Islam" zu sprechen. Die verschiedenen Glaubensrichtungen im Islam haben die Tendenz, sich nicht nur in wichtigen Punkten zu widersprechen, sie bringen sich auch immer wieder untereinander um, siehe Syrien, Irak, Afgahnistan, verschiedene Länder Afrikas etc.

Man muss und sollte also differenzieren.

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Wer denkt sich denn SO ETWAS aus?

In einer Blutkonserve ist Menschenblut, kein Muslim- oder Christenblut.

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Kommentar von hutten52
02.12.2016, 07:31

Ähnliches bezogen auf die Organspende denken sich durchaus einige islamische Gelehrte mit großem Einfluss aus, so etwa der Islamgelehrte Karadawi. Sie wenden eben den Begriff "Reinheit" auch hier an. Dieser Begriff ist ja, wie bekannt, zentral für den Islam.

Karadawi lehnte 2002 Organspenden an Menschen ab, die "den Islam angreifen" oder an Menschen, die aus dem Islam ausgetreten sind (Apostaten), weil Apostaten "Verräter" (gleich "unrein") seien. (http://www.ruhr-uni-bochum.de/kbe/islamhirntodeich.pdf)

Man muss sich das vorstellen: Karadawi will, dass man z. B. einen in Deutschland lebenden Menschen, der vom Islam zum Christentum konvertiert ist, durch Verweigerung der Organspende sterben lässt. 

Kardawi ist laut Wikipedia ein islamischer Rechtsgelehrter, Multifunktionär, Fernsehprediger und Autor.  Seine Predigten, die in der Regel über den religiösen Bereich hinausgehen und einen politischen und gesellschaftlichen Anspruch haben, erreichen durch seine regelmäßige Sendung aš-Šarīʿa wa-l-Ḥayāh ("Die Scharia und das Leben") im katarischen Fernsehsender Al Jazeera ein großes Publikum in der arabisch-islamischen Welt, auch in Europa.



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Kann schon sein.

Wenn die muslimische Person aber Pech hat, bekommt sie ebenfalls keine Blutspenden von Menschen anderer Religionen. Dann stirbt sie eben - so einfach ist das.



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Kommentar von ArnoldBentheim
01.12.2016, 18:06

Es sollte für keinen Menschen "so einfach" sein, einen Menschen, dem man helfen könnte, sterben zu lassen!

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