Dauer Ausbildung Feuerwehr?

5 Antworten

Bekommt man bei der Freiwilligen Feuerwehr auch eine Ausbildung?

Selbstverständlich. Anders als bei der BF, wo man während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung erhält und diese während der Arbeitszeit durchläuft, findet die Ausbildung der FF in einzelnen Lehrgängen überwiegend abends und am Wochenende, also neben der regulären Arbeit statt. Zudem endet die BF-Ausbildung in der Regel mit der Qualifikation "Gruppenführer" und beinhaltet einige Sonderausbildungen z.B. im Bereich ABC, während der "normale" FF-Angehörige mit der Qualifikation "Truppführer" abschließt und alle weiteren Führungs- und Sonderlehrgänge nur nach Übernahme entsprechender Funktionen durchläuft.
Zudem übernimmt in HH die BF auch den Rettungsdienst, so dass alle Berufsfeuerwehrleute zusätzlich auch noch in diesem Bereich ausgebildet werden (das ist bei anderen BF, die nicht in den Rettungsdienst eingebunden sind, nicht so...).

Die Grundtäigkeiten unterscheiden sich aber zwischen FF und BF nicht, entsprechend müssen alle Feuerwehrleute in diesem Bereich gleich gut ausgebildet sein. Das Feuer, das die FF löscht unterscheidet sich halt auch nicht von dem Feuer, das die BF löscht.

verkürzt diese dann die Ausbildung für die Berufsfeuerwehr, also wenn man bei der Freiwilligen Feuerwehr war, dauert die Ausbildung für die Berufsfeuerwehr dann trotzdem noch 3 Jahre?

Nein. Bei der BF wird kein Unterschied gemacht.
Jeder Bewerber der BF bringt andere Vorkenntnisse mit. Auch bei den FF-Leuten, denn je nach Bundesland, Landkreis und Wehr können diese verschiedene Ausbildungen und Lehrgänge durchlaufen und unterschiedlich viel Erfahrung gesammelt haben. Würde man das berücksichtigen, müsste man für jeden einzelnen BF-Auszubildenden ein individuelles Ausbildungsprogramm basteln, was aus verständlichen Gründen natürlich nicht möglich ist.

kommt man direkt in ein Einsatzteam bei der Berufsfeuerwehr wenn man gerade erst angefangen hat?

Sogar schon vorher. Die BF-Ausbildung besteht ja aus theoretischem und praktischem Unterricht an der Feuerwehrakademie sowie zwischendurch Praktika auf den Wachen. D.h., man fährt auch "zwischendurch" während der Ausbildung schon mal im Löschzug mit. Im Bereich der rettungsdienstlichen Ausbildung bei der BF gehören z.B. auch Praktika im Krankenhaus und auf dem Rettungswagen mit dazu.
Nach Abschluss der Ausbildung wird man dann einer Wache zugeteilt und verrichtet da dann ganz normal seinen Dienst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr
  1. 5-12 Kinderfeuerwehr; 10-18 Jugendfeuerwehr; 18-60 aktive Abteilung. Quelle: http://www.feuerwehrverband.de/fileadmin/Inhalt/FACHWISSEN/Wege_zur_Feuerwehr/2017_12_DFV-Informationen_Altersgrenzen_JF_FF_BF_WF.pdf
  2. Ja, entsprechend der FwDV 2. Eignung nach der nur in Hamburg eingführten FwDV 300 muss gegeben sein.
  3. NEIN !
  4. Nein. Aber während der Ausbildung kommt man zu Praktika auf eine Wache der BF.

Für weitere Fragen wende dich bitte an das Personalauswahlzentrum der BF Hamburg. Grade Hamburg ist bekannt dafür das sie sehr gern Auskunft erteilen. Die wollen aus den am besten vorbereiteten Bewerbern die Besten auswählen.

Siehe: https://www.hamburg.de/feuerwehr/ausbildung-feuerwehr/11372618/onfire/

Woher ich das weiß:Hobby

Einiges wurde hier schon richtig beantwortet, anders ist zwar richtig, trifft aber nicht zu 100% auf Hamburg zu.

Die FF wird wie jede andere FF ausgebildet. Die Ausbildung läuft hier in vielen Teilen am eigenen Standort bzw. im eigenen Bereich ab. Sonderlehrgänge laufen dann an der Feuerwehr Akademie.

Die Ausbildung bei der FF verkürzt nicht die Ausbildung bei der BF. Für die Länge der Ausbildung für die BF muss man die unterschiedlichen Laufbahnen und Zugangswege einzeln betrachten. Mit einer abgeschlossenen, dreijährigen Berufsausbildung: 18 Monate, als fertiger NotSan 14-15 Monate. Ohne Berufsausbildung dauert die Ausbildung zum Werkfeuerwehr, in Hamburg aber Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann genannt, drei Jahre. Die Ausbildung zum NotSan mit anschließender Feuerwehrausbildung dauert drei Jahre (NotSan) plus 14-15 Monate (Brandmeister). Man kann natürlich auch mit einem Studium zur BF, dann dauert die Ausbildung 24 Monate.

Azubi ist man nur als NotSan-Azubi und Werkfeuerwehrmann-Azubi. Als angehender Brandmeister ist man während der Ausbildung Anwärter, demnach also auch schon verbeamtet ab dem ersten Tag der im längsten Fall 18-monatigen Ausbildung.

Die Ausbildung findet die ersten 6 Monate an der Feuerwehr Akademie statt. Dort werden alle feuerwehrrelevanten Inhalte vermittelt. Danach folgt für weitere 4 Monate (mit Urlaub) die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Während diesen 4 Monaten ist man einen Monat einer Wache und Wachabteilung fest zugeordnet, bei der man dann in 24h-Diensten seine 160h auf dem Rettungswagen ableisten. Danach kommt dann das Zugpraktikum mit etwa 4-5 Monaten. Hier ist man ebenfalls einer Wache zugeordnet auf der man seinen Dienst am Löschzug und am Rettungswagen leistet. Zum Schluss folgt nochmal ein Ausbildungsabschnitt an der Akademie. Nach den 18 Monaten Ausbildung, jedoch nur im mittleren Dienst, beginnt man seinen Dienst sofort auf einer festen Wache und Wachabteilung in 24h Schichten. Hier hat man einen festen Dienstplan, der sich immer in Drei-Wochen-Zyklen teilt. So besteht ein solcher Zyklus aus 7 Arbeitstagen, an denen man je nach Urlaub, Fortbildung oder Freischichten aber nicht immer arbeiten muss. Aufgebaut ist der Zyklus dann folgend:

1. Woche: Mo-Fr-So, 2. Woche: Mi-Sa, 3. Woche: Di-Do

Ob Feiertag oder nicht ist hier egal. Also Weihnachten muss man unter Umständen arbeiten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
  1. So gut wie jede FF verfügt auch über eine Jugendfeuerwehr. In der Regel werden Kinder/Jugendliche ab einem Alter von 8-10 Jahren aufgenommen.
  2. Selbstverständlich werden die Angehörigen der FF auch ausgebildet
  3. Nein, die FF ist unabhängig von der BF
  4. Nein, Die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr dauert je nach Laufbahn insgesamt 18-24 Monate und besteht aus mehreren Ausbildungsabschnitten. In einer dualen Ausbildung wird den Anwärtern/-innen an der Feuerwehrschule des Landes sowie dem Ausbildungszentrum der Feuerwehr theoretische und praktische Inhalte vermittelt. Des Weiteren werden im Ausbildungsverlauf regelmäßig Praktika und einsatztaktische Übungen auf Feuerwachen bzw. in Fachabteilungen der Feuerwehren abgehalten. 
  5. Die Feuerwehr arbeitet 365 Tage im Jahr im Schichtsystem. Auch 24 Stunden Schichten sind keine Seltenheit. Selbstverständlich besteht auch ein Urlaubsanspruch, dieser ergibt sich aus dem TVöD

Weißt du auch nach wie vielen Jahren man dann letztendlich fertig mit der kompletten Ausbildung ist und in ein richtiges Einsatzteam kommt? Also wenn man im mittleren Dienst sein will?

Also wenn jetzt jemand zum Beispiel mit 16 einhalb Jahren mit der Ausbildung anfängt, mit wie vielen Jahren geht er letztendlich auf richtige Einsätze ? Wo derjenige auch richtig mithelfen muss ?

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Der TVöD ist für die meisten Feuerwehrleute aufgrund des Beamtenstatus belanglos.

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Ich bin kein Profi in Sachen Feuerwehr aber ich versuche es dennoch mal, deine Fragen bestmöglich zu beantworten:

1.) Das kommt auf das Bundesland an, die Länder regeln dies in ihren Landesfeuerwehrgesetzen, Bundesgesetze wie das Jugendarbeitsschutzgesetz stehen allerdings darüber, werden aber dementsprechend im jeweiligen Landesrecht berücksichtigt. Der Beitritt in die aktive freiwillige Feuerwehr ist zum Beispiel in Baden- Württemberg mit 17 Jahren möglich, die aktive Teilnahme an Einsätzen jedoch dann erst mit 18 Jahren.

2.) Ja, selbstverständlich bekommen die Angehörigen der FF eine Ausbildung, nicht in dem Umfang wie die Berufsfeuerwehr, da sie das eben freiwillig also als Ehrenamt ausüben und man Leute, die als Hauptberuf etwas anderes machen, eben nicht Monate- oder jahrelang ausbilden kann aber eine Ausbildung ist definitiv von nöten. Genauere Vorgaben macht auch hier das jeweilige Landesfeuerwehrgesetz.

3.) Auch hier ist im jeweiligen Feuerwehrgesetz nachzulesen, soweit mir bekannt ist, gibt es keine Verkürzung der Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr.

4.) Unbekannt bzw. auch wieder Landesrecht. Soweit mir bekannt ist, besteht die Ausbildung aus Theorie und Praxis an einer Feuerwehrschule und aus Praxis in der Feuerwache selbst, bei letzterem, geht es dann auch zu realen Einsätzen mit.

5.) Kommt auf die Wache an, Feiertage gibt es in Berufen wie der Feuerwehr in diesem Sinne keine, die Feuerwehr muss immer einsatzbereit sein.

6.) Die Ausbildung ist nicht bundesweit einheitlich, auch hier machen die Bundesländer die Vorgaben.

Mfg.

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