Datenspeicherung Gehirn?

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4 Antworten

Du kannst dir das im Grunde so vorstellen:

(ich erkläre das jetzt stark vereinfacht und unter dem Vorbehalt nicht absolut alles darüber zu wissen)

Die Erinnerung ist wie ein Netz. Wenn du etwas völlig neues Lernst, entstehen neue Synapsen. Diese werden dann sofort mit bestehenden Synapsen verbunden.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ich lese das Wort "Ulanbator" zum ersten mal, daher entsteht eine neue Synapse dafür. Diese wird dann mit der bestehenden Synapse "Mongolei" verbunden. Wenn ich keine weiteren Verbindungspunkte für dieses Wort habe, ist die Verbindung schwach und das Wort wird bald vergessen.

Nehmen wir nun an ich hätte Verwandte dort, die ich als Kind oft besucht habe und nur den Namen der Stadt nicht wusste, dann kann das Wort "Ulanbator" sofort nicht nur mit "Mongolei", sondern zusätzlich mit den Verwandten, den Emotionen zu den Verwandten, den Emotionen zu dem Ort, den Erinnerungen und Emotionen etc.etc. verbunden werden und erhält so eine viel stärkere Bindung zu mir.

Es kann natürlich sein, dass ich das Wort wieder vergesse, aber die "Datei" wird aufgrund der vielen Verbindungen nicht sofort gelöscht, sondern ist höchstens nur gerade nicht abrufbar. Höre ich das Wort ein, zwei weitere Male, verstärken sich die Verbindungen und werden aufgefrischt und so vergesse ich es nie.

Über Erweiterungen und Ergänzungen bin ich immer froh, und wenn ich hier gerade absoluten Blödsinn verzapft habe, dann auch über eine Richtigstellung^^

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ich habe gelesen, dass die erinnerungen über erregungsszustände der nervenzellen gespeichert werden. eine nervenzelle kann zig-tausend unterschiedliche erregungsmuster haben und erkennen.

wenn es für jedes neue wort, das man sich merken soll, eine neue synapse geben müsste, wäre bald ende/ speicher voll.

während bei dem modell mit den erregungsmustern annähernd unendlich viele möglichkeiten bestehen.

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Wie genau diese Datenspeicherung funktioniert ist bislang noch nicht wirklich geklärt. Das Gehirn speichert  Informationen nicht wie ein Computer Bit für Bit und in unveränderter Form ab, sondern stellt Verbindungen her zu bereits vorhandenem Wissen. Dazu werden neue Verbindungen zu anderen Nervenzellen gebildet, und innerhalb der Nervenzellen neue Strukturen angelegt.
Aber dieser Vorgang ist noch nicht wirklich geklärt. Man kann auch die Speicherkapazität des Gehirns nicht mit der von Computern vergleichen, die Vermutungen gehen von einigen Terabyte bis einige Petabyte. Das liegt daran, dass das Gehirn nicht digital funktioniert, also Nullen und Einsen abspeichert, sondern analog.Dazu kommt, dass es im Gehirn keine Nervenzellen gibt die rein für das Speichern von Daten zuständig sind und andere die rein für "Berechnungen" (sofern man davon sprechen kann) benutzt werden, sondern die Neuronen können irgendwie alles gleichzeitig.

Ein sehr faszinierendes Ding...

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Niemand weiss Näheres über die Speicherung von Informationen in den Synapsen, lediglich Neubildung und entsprechende Verknüpfung, mehr iss nicht drin.

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