Datenschutz von Namen

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6 Antworten

Normalerweise ist es der Betriebsrat, der einen Sozialplan aushandelt und dafür die Daten einfordert, nicht die Gewerkschaft.

Der BR kann dazu nach Par. 31 BetrVG einen Vertreter der Gewerkschaft einbinden und der ist nach Par. 79 zur Geheimhaltung verpflichtet.

Die Herausgabe der Daten obliegt allerdings allein der Geschäftsleitung. Falls du nicht die Geschäftsleitung bist, solltest du die Finger davon lassen. Notfalls können die Daten gerichtlich eingefordert werdern, aber bitte nicht über zweifelhafte Kanäle.

Deine Situation ist extrem heikel. Da du scheinbar nicht mehr Teil des Unternehmens bist, hast du eine gewisse Schweigepflicht, was vertrauliche interne Daten angeht.

Auch wenn die Gewerkschaft ja die Daten vermutlich haben will, um den Arbeitnehmern im Falle einer Insolvenz zu helfen, musst du dich unbedingt auf rechtlich sicherem Terrain bewegen. Ansonsten können dich dein Arbeitgeber und die Arbeitnehmer verklagen! Auf gar keinen Fall solltest du ohne rechtliche Absicherung die Daten herausgeben, auch wenn sie nur "aus dem Kopf" sind. Es sind trotzdem vertrauliche Daten des Unternehmens, auch wenn du kein direktes Dokument deines (Ex-)Arbeitgebers dazu verwendet hast.

Jeder Anwalt wird verstehen, wenn du auch jetzt noch um rechtlichen Beistand bittest. Oder frag die Gewerkschaft, ob sie dir Arbeitsschutz bieten oder dich beraten können!

Danke für die Antwort so etwas habe ich mir fast schon gedacht. Nein bin nicht mehr Teil des Unternehmens. Es geht um die entlassenen und deren Rechtfertigung (soziale Rechtfertigung). Die alte ist Insolvent und wird unter neuem Namen weitergeführt. Denke werde die Gewerkschaft fragen.

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@Mastermind2388

Mach das unbedingt. Viel Glück!

PS: Du solltest vorsichtig sein mit den Angaben, die du auf so einer öffentlichen Plattform von dir machst. Anhand deiner bisherigen Fragen und Antworten auf GF kann man bereits ein gutes Profil kombinieren, wo du in etwa wohnst oder für wen du arbeitest bzw. gearbeitet hast. Und das Internet vergisst nicht.

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Da Sie im Unternehmen in der Personalabteilung tätig waren haben Sie sicherlich §5 des Bundesdatenschutzgesetzes (Geheimhaltung) bestätigen müssen. Diese gilt auch nach Ihrem Beschäftigungsverhältnis. Die Gewerkschaft möge doch den offiziellen Weg einschlagen und ggf. die Herausgabe auf rechtlichem Weg einholen, wenn es einen gibt.

Brauche recht schnell eine Antwort, muss bis morgen den Schriftsatz abegeben und habe keine Zeit mehr einen Anwalt zu kontaktieren.

Die Mitarbeiter des Unternehmens haben seinerzeit ihre personenbezogenen Daten vertrauensvoll dem Unternehmen (und seinen Mitarbeitern, von denen Du einer bist/warst) zum Zwecke der Begründung und Durchführung eines Arbeitsverhältnisses überlassen. Hier gilt des Zweckbindungsgebot. Solange die betroffenen Mitarbeiter nicht jeder einzeln ihre ausdrückliche schriftliche Einwilligung in die Übermittlung ihrer personenbezogenen Daten an Drittte (hier : Gewerkschaft) geben, darfst Du gar nichts weitergeben, an niemanden !!! Da brauchst Du auch keinen Anwalt und keine Gewerkschaft zu fragen. Da die die Daten haben wollen - egal wozu - werden sie Dir sowieso "Yes, you can" raten.Eine Weitergabe von pers.bez. Daten an Dritte, ohne dass Du dazu ausdrücklich per Gesetz oder per persönliche schriftliche Einwilligung ermächtigt bist, ist nichts mehr als ein "Ich-habs-doch-nur-gut-gemeint" Und gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht.

Leite die Sozialplan-Anfrage der Gewerkschaft an die betroffenen Kollegen weiter und halte Dich ansonsten da raus.

Mein Rat.

(Alle Personenbegriffe beziehen sich im gleichen Maße auf Männer wie auf Frauen. Wurde von mir die männliche Form gewählt, so geschah dies lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit !)

DH !!!!

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@dogit

Ich freu mich, dass Dir meine Antwort gefällt, aber ich weiss leider nicht, was "DH !!!!" bedeutet.

Aaahhhh............wahrscheinlich "Durchaus hilfreich" ! Oder ?

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@Andy2104

Das ist das hiesige Kürzel für "Das hilft" (-;

Von mir gabs jetzt auch eins.

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