Datenschutz in der Medizin. Kann ich als Medizinische Fachangestellte angezeigt werden, wenn ich ohne das es nötig war in Patientendaten gesehen habe?

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5 Antworten

Naja, Daten von Patienten mit denen Du arbeitest, darfst Du natürlich vollständig sehen, von Patienten mit denen Du nicht arbeitest eigentlich nicht. Keiner wird Dich verklagen, weil Du im PC vielleicht versehentlich mal die falsche Akte geöffnet hast, aber ich würde dringend davon abraten in "interessanten" Akten mal zu stöbern, weil z.B. die Angela Merkel oder der Brad Pit bei Euch in Behandlung war - wenn das rauskommt, kannst Du abgemahnt werden! Ist bei uns im Krankenhaus schon passiert...

T3Fahrer

Darf man das überhaupt? 

Wenn es nicht nötig war, dürfte es eine Pflichtverletzung aus dem Arbeitsvertrag darstellen, die arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte, gleichwohl den Arbeitgeber in aller Regel aus praktischen Gründen  wenig interessiert, solange der Arbeitnehmer sich an seine Schweigepflicht hält (siehe auch § 5 BDSG) und Dritte nicht an die Daten kommen.

Oder könnte man angezeigt werden, wenn sowas raus kommt? 

solange Du Dich an Deine Schweigepflicht hälst, eher nicht.

Und wieviel müsste man von der Akte, bzw. Von den Daten im PC gesehen haben, um angezeigt zu werden?

Der Umfang der Akteneinsicht dürfte weniger eine Rolle spielen. Ist aber im vorliegenden Fall meines Erachtens nicht entscheidend.

Du musst ja in die Akten einsehen können weil es dein Beruf ist. Du musst nur aufpassen, dass du die Schweigepflicht nicht brichst.

Also bei manchen Programmen kann man sehr genau zurück verfolgen, wer wann welche Patientendaten eingesehen hat. Aber ich glaube da passiert erst was, wenn du die Daten ohne Erlaubnis weitergibst. 

Das läuft nach dem Motto:

Alles wissen, nichts sagen!.

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