Daten von Tierversuchen sind angebl. nicht übertragbar v. Tier auf Mensch, warum gibt es aber Medikamente/Wirkstoffen die gleichermaßen für Tier & Mensch....?

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10 Antworten

Die Behauptungen der "Ärzte gegen Tierversuche" haben mit der Realität recht wenig zu tun. Ein Arzt muss für das erreichen seines Titels leider keine nennenswerte Zeit in einem molekularbiologischen Labor verbringen, oder gar biologische Grundlagenforschung betreiben...das Resultat sind derartige Behauptungen. 

Auch wenn Tierversuche nicht immer vollkommen auf den Menschen übertragbar sind: Meistens sind sie es.

Die Physiologie, Anatomie und Molekularbiologie der Säugetiere, eingeschlossen des Menschen, unterscheiden sich nicht sonderlich stark. 

Auch wenn die Unterschiede äußerlich groß erscheinen: Das Nervensystem arbeitet mit den gleichen Neurotransmittern, das endokrine System schüttet (weitgehend) die gleichen Hormone aus, welche über die gleichen Rezeptoren wirken. Der Aufbau der meisten Proteine ist ähnlich, das Trypsin aus dem Pankreas einer Maus wirkt gleich wie das Trypsin aus dem Pankreas eines Menschen, es wird auf die gleiche Art und Weise produziert und sezeniert. 

Es gibt Unterschiede, das ist gewiss, aber diese sind im Regelfall bekannt und können in die Versuchsplanung einbezogen werden. 

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Kommentar von Mannimanaste
20.07.2016, 14:37

Gib mal einem Wellensittich oder Papagei Petersilie zu fressen. Danach kannst ihn beerdigen.

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Sie sind nicht 1:1 übertragbar, aber doch zum Teil. Daher muss auch an mehr als einer Spezies getestet werden, ob ein Stoff giftig ist - davon an mindestens einer Art, die kein Nager ist.

Studien zur Wirksamkeit werden eigentlich nicht an Tieren gemacht, da geht es mehr um die Giftigkeit und vielleicht noch zu zeigen, dass die Idee hinter dem Wirkstoff stimmt (z.B. dass er auch wirklich an seinen Rezeptor geht) - für die Wirksamkeit gibt es Studien an Menschen.

Tiere haben insofern was davon, als die Medikamente z.T. auch an Tieren angewendet werden, um sie von Krankheiten zu heilen.

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Ja, es gibt Wirkstoffe, die für Mensch und Tier geeignet sind und auch für Mensch und Tier, für das Tier natürlich in entsprechender Dosierung, angewendet werden.

Dadurch, dass Medikamente und Wirkstoffe an Tieren erforscht werden, profitieren natürlich auch die Tiere davon.

Ich selber bin gegen Tierversuche für kosmetische Zwecke. Allerdings benutze ich auch Sonnencreme für meine weissen Katzen, die vor allem an den Ohren auch mal nen Sonnenbrand bekommen können.

Bei Tierversuchen aus medizinischen Gründen bin ich persönlich in einem Zwiespalt, denn wie sollten Medikamente sonst erprobt und erforscht werden können. Nicht alles ist an einem Computer zu simulieren.

Ich gebe allerdings die Hoffnung nicht auf, dass man irgendwann mal soweit ist, menschliche Organe etc. künstlich zu züchten und dann die Forschung damit vorantreiben zu können.

Also werden wahrscheinlich noch immer Tiere für unsere Krankheiten leiden müssen, denn ich glaube nicht, dass auch nur ein Mensch bereit wäre, seine Gesundheit oder sein Leben für die Forschung zu opfern.

Ich hoffe und wünsche nur, dass die Tiere bei diesen Versuchen nicht allzu sehr oder zu lange leiden müssen, aber das wird leider ein Wunschtraum sein und bleiben.

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Nun ja, es gibt ja auch nicht gerade wenig Krankheiten, die von Tieren auf Menschen (bzw. umgekehrt) übertragbar sind....

Wie soll da denn diesbezüglich (nicht) geforscht werden : am Tier, am Mensch oder lieber gar nicht mehr?

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Auch wenn ich keine Experte bin. Was glaubst Du wohl warum jedes Jahr so viel Medikamente vom Markt genommen werden obwohl sie zugelassen wurden? 

Es gibt Mediziner die gegen Tierversuche sind denen es dabei noch nicht mal um die Tiere geht sondern um die Menschen die dadurch mit Medikamenten behandelt werden, die im schlimmsten Fall auch schaden können.

Es gibt genug Stoffe die Tiere vertragen aber Menschen nicht und genauso auch umgekehrt. So ist z.B. Aspirin für Menschen hilfreich und für manche Tiere giftig. Schokolade können Menschen gerne naschen für Hunde ist das enthaltene Theobromin giftig. Ich weiß das es noch mehr Stoffe in dieser Art gibt aber ich bin nur ein Laie und kein Chemiker.

LG

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Das Tier profitiert nicht von der menschlichen Art Gesundheit hervorzurufen. Wenn die Zeit fuer ein tier gekommen ist weiß es das ea stirbt und nimmt sich dem an. Das tut der Mensch nicht er versucht auf alle Zwang alles zu heilen und zu behandeln. Darauß entstehen neue Krankheiten und teils auch schlimmere Krankheiten.

Ein Tier ist Anatomisch anders als ein Mensch da wir uns schon seit Generationen mit Medis vollpumpen weil wir es nicht ertragen koennen wenn uns angehoerige und Freunde von der Natur genommen werden. Das hat unseren Koerper veraendert und machz den Unterschied zwischen Tier und Mensch groeßer. Und da die Umstaende grausam sind wie die Tiere als Versuchskaninchen benutzt werden weil sie nicht schreien und sich beschweren koennen wie es ein Mensch kann. Ist allein das schon ein Grund das es keine Rechtfertigung fuer diese Versuche gibt.

Wenn wir fuer Menschen Medis entwickeln solln diese auch an Menschen getestet werden, aber dafuer sind Menschenleben ja zu wertvoll.

Meine Meinung dazu.

MfG
IchOhneZiel

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Kommentar von Omnivore11
29.06.2016, 18:32

Wenn wir fuer Menschen Medis entwickeln solln diese auch an Menschen getestet werden, aber dafuer sind Menschenleben ja zu wertvoll.

Das wird auch getan. Zuvor aber eben an Tieren. Denn sonst bekommen diese Medikamente gar keine Zulassung!

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Kommentar von kayo1548
29.06.2016, 18:58

"Das Tier profitiert nicht von der menschlichen Art Gesundheit hervorzurufen.

Da dürften dir die Besitzer von Haustiere widersprechen und auch großangelegte Impfaktionen die Tiere beispielsweise vor Tollwüt schützen ist etwas, von dem Tiere profitieren.

"die Zeit fuer ein tier gekommen ist weiß es das ea stirbt und nimmt sich dem an.
"

Nicht jedes Tier ist in der Lage da so zielgerichtet vorzugehen wie der Mensch.

Bei artverwandten Primaten sieht man allerdings durchaus, dass diese zu Heilkräutern oder Kohle (zur Giftbindung) greifen;

auch Elefanten fressen aus diesem Grund gewisse Tonmaterialien.

Manche Bärenarten fressen gewisse Pflanzen um einen Schutz vor Bandwürmern zu haben

Auch bei Vögel und noch vielen anderen Tierarten gibt es das.

Und zumindest bei artverwandten Primaten ist eine kulturlle Überlieferung des Wissens (z.b. auch in Form von Werkzeuge) belegt; es wäre durchaus nachvollziehbar die Überlegung anzustellen, dass dies auch auf gewisse medizinische Wirkstoffe zutrifft.

und wir Menschen haben früher nichts anderes gemacht: try and error eben;

durch umfassende Dokumentationen, Versuche und den wissenschaftliche Fortschritt mit der Möglichkeit den Körper und die chemischen Substanzen besser zu verstehen hat sich die moderne Medizin zu dem entwickelt was sie heute ist.

"
Darauß entstehen neue Krankheiten und teils auch schlimmere Krankheiten."

z.B.?

Das einzige Problem was heute diesbezüglich auftritt sind z..b. Resistenzen bei Antibiotika die auf Fehler bei der Einnahme zurückzuführen sind aber keineswegs bei allen Baktieren so in dieser Menge auftreten und z.T. ja auch mit Reserve AB behandelbar sind.

Und selbst wenn man das komplett übersrpitzt hätte man diesbezüglich schlimmstenfalls den Status den man zuvor hatte.

Also von "schlimmer" kann da keine Rede sein und das es nicht schlimmer wurde kann man an der Lebenserwartung und Behandelbarkeit von Erkrankungen sehen.

"
Ein Tier ist Anatomisch anders als ein Mensch"

Ein Mensch ist ein Tier, daher ist es komisch nach dem Unterschied zwischen Mensch und Tier zu fragen.

Man kann höchstens fragen was den Menschen "besonders" macht oder zwischen Unterschiede von Mensch und einer konkreten Tierart.

Biologisch ist es so, dass viele Systeme und Strukturen durchaus ähnlich zu anderen Tierarten sind; man muss sich nur mal das Thema Homologien anschauen und auch genetisch wird man diesbezüglich Übereinstimmungen finden.

"da wir uns schon seit Generationen mit Medis vollpumpen"

und das veärndert unsere Anatomie?

So funktioniert das ganze dann doch nicht; wenn du dich da informieren möchtest würde ich dir empfehlen ein Buch über Grundlagen der Biologie zu lesen weil deine Annahmen sind doch ziemlich weit an der Realität vorbei

"
weil wir es nicht ertragen koennen wenn uns angehoerige und Freunde von der Natur genommen werden"

das macht vielen anderen Tieren offenbar auch zu schaffen;

und von der natur genommen klingt nach einer Personfikation: die Natur denkt nicht und die Natur plant nicht und nimmt auch nichts;

die Natur ist nur eine Bezeichnung für alle Dinge und Vorgänge die in unserem Universum stattfinden.

"
Das hat unseren Koerper veraendert"

wie sollte das unseren Körper verändern?

Das sich unser Körper verändert hat stimmt zwar, aber das nennt man Evolution und das die heute lebenden Tierarten so sind wie sie sind verdanken sie unzähligen von solchen Verändernungen die einen evolutionären Vorteil darstellten und aufgrund dessen erhalten blieben sind.

Medikamente o.ä. führen allerdings nicht zu solch einer Veränderung wie du sie dir vorstellt und schon gar nicht zu einer kollektiven Veränderung der gesamten Menschheit.

Was früher oder später sicher machbar ist, ist die Möglichkeit Gendeffekte zu reparieren und Erbkrankheiten oder Krebs zu vermeiden;  das ist ja aber nicht unbedingt etwas schlechtes.

Wobei auch das nicht zu einer Veränderung führt wie du sie dir vorsellst; das ist letztendlich nur eine winzig kleine Veränderung die kaum etwas an unserem grundlegenden Aufbau ändert.

"
Wenn wir fuer Menschen Medis entwickeln solln diese auch an Menschen
getestet werden, aber dafuer sind Menschenleben ja zu wertvoll.

"

in dem Rahmen wie man das machen müsste eigenen sich Menschen nicht; es sei denn man würde Menschen gezielt züchten aber auch dann haben Menschen den Nachteil das dieser ganze Vorgang länger dauert als bei manchen anderen Tierarten.

Nichts desto trotz ist es natürlich schade das man da Tierversuche braucht und jeder Wissenschaftler wird sich freuen wenn es da endlich ebenbürtige Ersatzmethoden in allen Bereichen gibt.

Was ich dich dann allerdings fragen möchte:  wärst du auch konsquent genug auf Medikamente zu verichten wenn du oder ein naher Angehöriger diese dringend braucht?

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Hallo, 

Tierversuche sind nicht zu 100% auf den Menschen übertragbar. Aber zu einem großen Teil schon. Ob es moralisch vertretbar ist, ist eine andere Frage. 

Tierversuche für die Tiermedizin sind logischerweise dann von 1:1 übertragbar. Find allerdings auch das moralisch verwerflich, dass etliche Tiere sterben nur damit ein Tier - was zufällig ein geliebtes Haustier ist - überlebt. Eines meiner Kaninchen könnte genauso gut ein Kaninchen in einem Versuchslabor sein. Der geliebte Hund von Familie Müller könnte ebenso ein Versuchshund aus dem Labor sein. 

Ich für meinen Teil bin jedenfalls, nach wie vor, gegen Tierversuche. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von kayo1548
29.06.2016, 19:00

"
Tierversuche für die Tiermedizin sind logischerweise dann von 1:1 übertragbar. "

auch hier nicht, nicht einmal wenn man dieselbe Tierart hat.

Auch beim Menschen ist es z.b. bei den Nebenwirkungen so, dass diese nicht bei allen Menschen (gleich) auftreten.

1:1 wird sich das so niemals übertragen lassen

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Ich würde sagen ob der Versuch übertragbar ist oder nicht hängt vom Tier ab... ich finde auch Tierversuche sind in einem gewissen Maß sinnvoll... nur das jeder den selben Versuch unendlich oft machen darf, das die Tiere meist falsch gehalten werden und das die Versuche auch für z.b. putzmittel gemacht werden... ärgert mich schon sehr...

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Profitieren nicht auch Tiere von der Forschung an Tieren?

Kommt darauf an, wenn es Medizin für Tiere ist natürlich

Tierversuche sind richtig und wichtig und vorallem nötig. Ohne Tierversuche wäre die Gesundheit von Menschen und Tieren nie so weit gewesen wie sie heute ist.

Ich bin natürlich für Tierversuche. Vor allem für die Medizin und der Grundlagenforschung enorm von Bedeutung.

Gruß
Omni

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92% aller TV sind nicht auf den Menschen übertragbar und das, obwohl unsere Gene zu 95% denen einer Maus gleichen.

Ich habe ein Referat über das Thema gehalten. Es gibt viel schnellere, billigere und effizientere Methoden als Tierversuche, zb die In-.Vitro Methode oder mit Computer systemen. Man macht TV eigentlich nur noch weil man da mehr fördergelder bekommt.

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Kommentar von dadita
30.06.2016, 22:38

Und dabei offensichtlich nichts gelernt.

Lass mich raten, die primären Informationsquellen für dein "Referat" waren diverse Propagandaseiten im Internet, Peta und Co?

Deine Aussagen sind jedenfalls schlicht und ergreifend falsch. Ein Großteil der Tierversuche ist auf den Menschen übertragbar, es gibt KEINE Ersatzmethode welche in der Lage ist Tierversuche zu ersetzen.

Weder in-vitro noch in-silico Systeme sind in der Lage einen kompletten Organismus zu simulieren. Sie können zwar für einige spezielle Versuche als Ersatz herangezogen werden, z.B. der in-vitro Pyrogen-Test, aber als Ersatz für alle oder auch nur die Mehrheit der Tierversuche sind sie schlicht nicht geeignet. Wer etwas anderes behauptet hat von der Materie schlicht und ergreifend keine Ahnung. 

Nur eine Aussage stimmt: Diese Methoden sind tatsächlich billiger als Tierversuche, aber bei weitem nicht so aussagekräftig. Die meisten wissenschaftlichen Fragestellungen, gerade in der Grundlagenforschung, lassen sich mit diesen Methoden NICHT beantworten. Tierversuche sind für die Forschung unersetzlich. 

Die Fördergelder sind desween höher, weil Tierversuche einfach mehr Resourcen benötigen als alle Ersatzmethoden. 

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