Daten auf Krankenversicherungskarte einsehbar?

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5 Antworten

Auf deiner KK-Karte ist nicht deine Krankengeschichte gespeichert. Trotzdem kann dein Arzt/Ärtztin diese anfordern, wenn er/sie glaubt, das wäre für die weitere Behandlung wichtig.

Wenn die Frau von besonderen Fällen am Küchentisch aus dem Nähkästchen plaudert und dabei Ross und Reiter nennt, solltest du sie der Ärztekammer melden, wenn sie ohne Personenbezug über ihre Fälle spricht, ist das ok, finde ich.

An deiner Stelle würde ich den Arzt wechseln und ihr auch sagen, warum (immerhin warst du Zeugin ihrer Plapperstunde).

Und diese Beantragung geht so einfach? Ich will meiner Schwiegermutter nichts unterstellen, aber falls der Gedanke mal aufkommt "Ist meine Schwiegertochter denn auch sauber?", dann kann man immer wieder behaupten, dass die Beantragung wichtig für einen Fall wäre...

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@Fynnlay

Und diese Beantragung geht so einfach?

Eigentlich ja, ABER: Es setzt eine zumindest "konkludente" Zustimmung des Patienten voraus. D.h. wenn du bei einem Arzt bist, und dort eine bestimmte Krankheit untersucht oder behandelt werden soll, und du bei einem anderen Arzt z.b. eine Röntgen-Untersuchung erhalten hast, die eventuell Informationen zu der o.g. Krankheit liefern kann, wird der behandelnde Arzt auch ohne nochmal explizit dein Einverständnis einzuholen davon ausgehen, dass er (oder hier: sie) diesen Röntgenbefund anfordern darf.

Ohne einen nachvollziehbaren Grund wird man keine Befunde von anderen Kollegen anfordern (ich habe das jedenfalls in vielen Berufsjahren noch nicht erlebt und auch nicht gemacht, obwohl das sehr einfach wäre (ein Fax oder ein Anruf genügt)). Man hat wirklich reichlich anderes zu tun, als irgendwelchen privaten Interessen von Schwiegermüttern nachzugehen...

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Es kann selbstverständlich nicht jeder Arzt ALLES einsehen. Es gibt natürlich Zugangsbeschränkungen. Übrigens spielt ein Arzt mit seiner Zulassung, wenn er sich NICHT an die Schweigepflicht hält.

Dass beim "Kaffeekränzchen" über Patienten mit Namen geredet wird, halte ich eigentlich für ausgeschlossen. Dafür steht für den Arzt zu viel auf dem Spiel.

Die beiden sind, wie ich das mitbekommen habe, Sandkastenfreundinnen, bei denen das Thema sowieso unter sich bleibt. Meine Schwiegermutter würde nie irgendwas weiter erzählen, deshalb ist die Ärztin wohl auch so redselig.

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Aktuell sind auf der Krankenkassenkarte nur dein Name, Adresse, Krankenkasse und deine Mitgliedsnummer gespeichert. Also das was du darauf auch lesen kannst. Die Ärztekammer rechnet mit der Krankenkasse anonymisiert ab. Die Krankenkasse weiß gar nicht das du eine Geschlechtskrankheit hast (Beispiel). Erst wenn besondere Leistungen beantragt werden müssen oder du arbeitsunfähig geschrieben wirst erfährt deine Krankenkasse davon. Einer geschwätzigen Ärztin muß du das verbieten.

Hallo,

auf der Karte werden keine medizinischen Daten gespeichert. Das soll in Zukunft auf freiwilliger Basis möglich sein.

Wenn man mit einer Überweisung zum Arzt geht, kann der neue Arzt ggf. aus medizinischen Gründen beim überweisenden Arzt Rücksprache halten. Wenn ein Arzt nicht weiß, bei welchem Arzt man vorher war, kann er dort auch keine Daten erfragen/erfahren.

Gruß

RHW

Nein, das ist noch nicht möglich, soll wohl mal kommen!

Ja das weiß ich, dass geplant ist, dass die Daten auf der Karte selbst gespeichert werden sollen. Ich dachte nur eher daran, dass man an Hand der Karte selbst, Einsicht bei der Versicherung beantragen kann oder so.

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@Fynnlay

Dafür wäre deine schriftliche Einwilligung (Entbindung der Kasse von der Schweigepflicht) erforderlich.

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