Das zweite Mal beim Diebstahl in H&M erwischt worden, Konsequenzen?

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13 Antworten

Hallo,

deine erste Anzeige vermute ich mal wurde eingestellt, da du Ersttäter warst. Das ist jetzt nicht mehr der Fall.

Strafrechtlich geht die Anzeige an die Staatsanwaltschaft, diese wird vermutlich einen Strafbefehl erlassen, das heißt die Anzeige wird eingestellt gegen eine Geldzahlung. Der Vorteil: Du musst keine Gerichtskosten übernehmen und bist nicht vorbestraft.

Des Weiteren denk ich mal, wird H&M dir wieder ein Hausverbot geben, diesesmal vermutlich länger als die 2 Jahre.

Ich hoffe wirklich, dass du daraus was lernst, denn seien wir mal ehrlich: Du wurdest jetzt zwei mal erwischt, das heißt ja nicht, dass es erst das zweite Mal war, dass du einen Ladendiebstahl begangen hast.

Lass das! Wenn du etwas willst, was du dir nicht leisten kannst, spar drauf, ändere sonstige Ausgaben, such dir einen weiteren Job oder sonst etwas. Aber Ladendiebstahl ist keine Lösung, das endet irgendwann mit Freiheitsstrafe.

Bis jetzt die hilfsreichste Antwort, vielen Dank! Ich werde es nicht mehr tun. Da spar ich mir lieber die Unannehmlichkeiten und lass es komplett sein, wie du schon sagtest.

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Auch wenn es sich um eine Dummheit handelt, so bleibt diese wohl ohne nennenswerte Folgen, auch wenn es sich nicht mehr um eine geringwertige Sache handelt (die Grenze liegt hier laut BGH bei 25 €).

Höchstwahrscheinlich wird ein Strafbefehl gegen Dich ergehen. In diesem dürfte eine Geldstrafe von ca. 30-40 Tagessätzen festgelegt werden. Da kein großer Schaden entstanden ist, wäre alles andere unangemessen.

Sollte der Strafbefehl eine höhere Geldstrafe enthalten kann es sinnvoll sein, hiergegen Einspruch einzulegen. Vor Gericht können nämlich Umstände wie z.B. Dein Geständnis und Deine aufrichtige Reue auch berücksichtigt werden.

Im Prinzip ist das eine einfache Rechnung: Eine Hauptverhandlung ohne Zeugen kostet zw. 70-140 €. Wenn Du durch den Einspruch diese wieder reinholen kannst, lohnt sich dieser.

Als Wiederholungstäterin wirst Du rein strafrechtlich nicht mehr so ungeschoren davonkommen wie beim ersten Mal. Staatsanwälte und die meisten Richter mögen das gar nicht.

Für die wird es nämlich kaum logisch erscheinen, dass Du bei beiden Diebstählen, die Du jemals begangen hast, erwischt wurdest. Die Vermutung liegt da nahe, dass Du in anderen Fällen einfach Glück hattest und nicht erwischt wurdest.

Ich würde in Deinem Fall mit einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen rechnen, sodass Du anschließend als vorbestraft giltst.


Aber das 1. Mal ist doch dann bereits aufgehoben oder? 

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@wastunnun

Wie meinst Du das?

Die Staatsanwaltschaft stellt fest, dass schon mal gegen Dich ermittelt wurde. Bei Wiederholungstätern wird das Ermittlungsverfahren sicher nicht ohne Auflagen und Weisungen eingestellt.

Das Hausverbot ist eine rein zivilrechtliche Angelegenheit. Hättest Du zum Zeitpunkt des Diebstahls noch Hausverbot gehabt, wärst Du auch wegen Hausfriedensbruchs angezeigt worden.

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Für mehr als 90 Ts muss heutzutage schon einiges passieren. Ein Diebstahl mit einem Schaden von 30 € reicht hierfür (leider) noch lange nicht.

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@uni1234

Ein StA und ein Richter, die der Meinung sind, dass da mal jemand einen gehörigen Schuss vor den Bug braucht, reichen aus.

Der kuschelige Jugendrichter ist ja nicht mehr beteiligt. ;-)

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@RobertLiebling

In der Praxis ist es eher andersrum. Der Jugendrichter verhängt harte Strafen und sobald man dann vor dem richtigen Richter landet werden die Verfahren eingestellt oder man wird mit kleinen Geldstrafen nach Hause geschickt.

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