Das Verständnis für den anderen endet dort, wo der eigene schmerz unerträglich wird.

5 Antworten

Ich verstehe es so: Wenn es mir schlecht geht (also richtig schlecht), will ich mir nicht noch die Probleme anderer anhören. Sondern ich brauche erstmal selber Hilfe und Verständnis. Oft gewichetet man ja die eigene Befindlichkeit höher als die von anderen. Jedenfalls wenns einem, wie gesagt, richtig dreckig geht. Ich habe es auch schon selber so erlebt.

Empathie und Verständnis für den anderen ist ein hohes Gut, das leider nicht allen Menschen gleich stark gegeben ist. Aber auch der Mensch, der davon ein hohes Maß zugeteilt bekommen hat (von wem auch immer) stößt an seine Grenzen.

Einen eigenen Schmerz empfindet man, wenn man selbst betroffen von etwas ist. So kann man vielleicht Verständnis für krankhaft handelnde Menschen haben. Ist aber bspw. ein eigenes Familienmitglied Opfer dieses Menschen geworden, so endet das Verständnis für die Person aufgrund des eigenen Schmerzes.

Etwas undramatischer kann das Verständnis auch dort enden, wo man die Handlungen und Gedanken des anderen nicht mehr nachvollziehen und "mitgehen" kann, weil es Maxime verletzt, die man zum eigenen Moralverständnis gehören. Ein Überschreiten der eigenen moralischen Grenzen wäre zu schmerzhaft.

Noch ein Beispiel (wieder abnormes Verhalten oder Kriminalität): Man kann Verständnis haben, wenn jemand aus einer Notsituation etwas klaut. Ist man aber selber Eigentümer der Sache, so werden die wenigsten Menschen ein Verständnis dafür aufbringen können.

was der Spruch bedeutet, ist für mich klar. Mal schauen, ob ich es auch schaffe, richtig auszudrücken ... also: man hat Verständnis für andere Menschen, aber sobald die Schmerzensgrenze erreicht ist dh sobald man selber zuviel dafür opfern muss (in welchem Sinne auch immer, ob physische Schmerzen, Geld, Zeit etc), verliert man das Verständniss für den anderen.

Was ich von dem Spruch halte? hmm ... ich denke, dass er Bestandteil von der Lebensphilosophie vieler Menschen ist. Bis zu einem gewissen Grad hält sich glaub ich jeder Mensch so ein bisschen an diese Regel. Dennoch halte ich es für falsch, sich dies als Maxim zu setzten. Man muss selber für andere auch etwas opfern können. Es käme aber auch immer auf die Situation drauf an. Im Prinzip kann man dies wie in eigentlich allen Bereichen der Ethik nicht pauschalisieren

Ist nicht so sinnvoll, denn nur weil man kein Verständnis für was auch immer hat, hat man nicht gleichzeit emotionale als auch physische Schmerzen... Insofern mal wieder ein schönes Sprüchli was nicht aufgeht....

Vielleicht kann ich es ein wenig so ausdrücken, aus eigener Erfahrung:

man setzt sich für andere ein, um zu helfen, aber es kommt keine positive Resonanz selbst von demjenigen, etwas zu verändern. Dann endet mein Verständis dafür und es kann einen selbst körperlich belasten, dann muß man sich erstmal zurückziehen, um nicht selbst krank zu werden.

Ob dies dem Spruch gerecht wird, weiß ich leider nicht.

also nur damit ich es verstanden habe ;) man tut für andere immer gutes aber es kommt nichts gutes zurück...& dann lässt man es mit dem guten taten

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